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Operation Pandora gegen den illegalen Kulturguthandel

Im November 2016 führten 18 europäische Staaten unter der Schirmherrschaft Europols eine gezielte Aktionswoche gegen den illegalen Kulturguthandel durch. Europaweit wurden 75 Tatverdächtige verhaftet und 92 neue Verfahren eröffnet. In Österreich wurden keine gestohlenen oder bedenklichen Kulturgüter sichergestellt.

Ziel der europaweiten Initiative war es illegalen Kulturguthandel durch verstärkte Kontrollen zu bekämpfen. Dazu haben sich 18 Europol Mitgliedsstaaten, Interpol, die Weltzollorganisation und die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) zusammengeschlossen. Schwerpunkte waren etwa Kontrollen bei Kunsthändlern, auf Kunstmessen, Flohmärkten und im Online-Handel. Besonders intensiv sollte die Suche nach archäologischem Kulturgut, wie Münzen, Fibeln, Statuetten, antiker Schmuck und Waffen sein. Besonderes Augenmerk wurde auf Kulturgut aus Kriegs- und Krisengebieten vor allem aus Syrien und dem Irak gelegt.

Österreich hat sich in der Zeit zwischen 7. und 9. November 2016 an der Operation Pandora beteiligt. Die Operation wurde von dem im Bundeskriminalamt (BK) angesiedelten Referat für Kulturgutfahndung geleitet. Bundesweit wurden von Bediensteten aller Landeskriminalämter und Landespolizeidirektionen insgesamt 1.681 Kraftfahrzeuge und 423 Kunstgegenstände überprüft. Weiters wurden am Flughafen Wien-Schwechat 1.771 Gepäckstücke und 601 Reisegäste durch den Zoll kontrolliert. Es wurden österreichweit keine gestohlenen oder bedenklichen Kulturgüter sichergestellt.

Erfolge
Um die Zusammenarbeit während der Aktionswoche zu stärken, wurden mehrere Polizeibeamte im Ausland eingesetzt, um bei Ermittlungen zusammenzuarbeiten. Als Folge dieser Operation wurden europaweit 75 Menschen verhaftet und 92 neue Verfahren eröffnet.

Insgesamt wurden 3.561 Kunstwerke und Kulturgüter sichergestellt. Fast die Hälfte davon waren archäologische Objekte. Darüber hinaus wurden in den teilnehmenden Partnerländern insgesamt 48.588 Personen, 29.340 Fahrzeuge und 50 Schiffe überprüft. Die Spanische Guardia Civil hat mehr als 500 archäologische Objekte in Murcia beschlagnahmt. Davon wurden 19 Gegenstände im Jahr 2014 aus einem Museum für Archäologie in Murcia gestohlen.


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Artikel Nr: 14366 vom Montag, 23. Jänner 2017, 07:15 Uhr.
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