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1. Internationale Konferenz für Kriminalanalyse in Österreich

110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Staaten zu Gast in der Steiermark

Seit langem vorbei sind die Zeiten in denen die Polizei ausschließlich mit Geständnissen, Fingerabdrücken, Observationen und Zeugen arbeitete. Heutzutage sind auch im Polizeibereich fundierte Analysen der Vergangenheit gefragt, um daraus Prognosen für die Zukunft zu stellen um nicht nur reagieren, sondern auch aktiv gestalten und agieren zu können.

Diese Analysen können nur durch Fachkräfte erstellt, ausgewertet und interpretiert werden. Aber auch diese Expertinnen und Experten müssen sich international austauschen, um neuen kriminalpolizeilichen Phänomenen vorzubeugen und neue Strategien und Taktiken für die Verbrechensentwicklung zu entwickeln.

Aus diesem Grund findet vom 22 bis 25. September 2014 in Bad Waltersdorf/Steiermark die1. Internationale Trainingskonferenz für Kriminalanalyse statt. 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Staaten werden die neuesten Trends, Projekte und praktischen Fallbeispiele diskutieren. In rund 30 Vorträgen werden die Expertinnen und Experten aus aller Welt über den letzten Stand zum Thema Kriminalanalyse informiert.

Die Konferenz steht auch unter Schirmherrschaft der IACA (The International Association of Crime Analysts) mit Sitz in Kansas/USA. Deren Präsidentin, Susan Hammen, wird ebenfalls einen Vortrag bei diesem Event halten. Weiters werden noch der Top-Experte für räumliche Statistik/Geografische Informationssysteme, Prof. Michael Leitner von der Louisiana State University/USA und andere hochrangige Spezialistinnen und Spezialisten von Polizei, Grenzschutz, EULEX Kosovo (Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo), Unternehmen, Behörden und dem Bundeskriminalamt (.BK) vortragen.

Mag. Paul Marouschek, Leiter der Abteilung Kriminalanalyse im .BK, bringt es bei seiner Eröffnungsrede auf den Punkt: "Ohne Analyse – kein nachhaltiger Erfolg! Nur durch mittel- und langfristige Analysen können die polizeilichen Führungskräfte dementsprechende Strategien erarbeiten und Schwerpunkte planen. Das ist heute ein entscheidender Punkt: wir als Polizei sollten möglichst schon vorher wissen, wo zukünftig die kriminalpolizeilichen Hotspots liegen."
Für Landespolizeidirektor Mag. Josef Klamminger sind die operative und die strategische Kriminalanalyse Qualitätsstandards einer modernen und erfolgreichen Polizei. "Darum ist es wichtig, dass Analysten ihre Erfahrungen und ihr Wissen regelmäßig auch auf internationaler Ebene austauschen, um wirksame Strategien zu entwickeln", so Mag. Klamminger. Chefinspektor Friedrich Steiner, dem Leiter der Abteilung für Kriminalanalyse im Landeskriminalamt Steiermark ist es nun erstmalig gelungen, Expertinnen und Experten aus aller Welt in die Steiermark zu einer Fachtagung einzuladen".
Die viertätige Veranstaltung wird von der Landespolizeidirektion Steiermark organisiert und durchgeführt. Sie dient nicht nur dem internationalen Austausch, sondern sie ist gleichzeitig auch ein Weiterbildungsworkshop für die in Österreich mit der Kriminalanalyse beschäftigten Expertinnen und Experten.

Über die Kriminalanalyse allgemein

Fast jede Dienststelle der Polizei greift auf die Hilfe der Kolleginnen und Kollegen der Kriminalanalyse zurück – sei es die Erstellung und Auswertung von Kriminalitäts-Lagebildern, um Empfehlungen und Ansätze für weitere Ermittlungen zu bekommen, oder die grafische Aufbereitung (Visualisierung) eines Falles, aber auch für die effektive Streifendienstplanung und Führungsunterstützung.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriminalanalyse sind es, die im Hintergrund arbeiten und die Grundlagen für polizeiliche Einsätze erarbeiten. Durch professionelle Analysen stellen sie sowohl den Ermittlern als auch dem Management der Polizei qualitativ hochwertige Unterlagen zur Verfügung, um so punktgenaue Entscheidungen treffen zu können. Diese operativen und strategischen Analysen dienen der Qualitätssteigerung der alltäglichen Polizeiarbeit. Ein wichtiger Beitrag, um das oberste Ziel der Polizei – die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu heben – auch zu erreichen.

Die Deliktsfelder der operativen Analyse reichen von Suchtgiftdelikten über Schlepperei und Tötungsdelikte bis zu Wirtschaftsstraftaten.

Weiterführende Dokumente:


Foto

(v.l.n.r.): Prof. Dr. Michael Leitner, Susan Hammen IACA President, CI Friedirch Steiner, Mag. Josef Klamminger, Mag. Paul Marouschek.<br/>Fotocredit LPD Steiermark


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(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 11521 vom Montag, 22. September 2014, 10:04 Uhr.
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