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Bundeskriminalamt: Kompetenzzentrum für abgängige Personen ab Sommer 2013

Bisher gab es kein gesamtösterreichisches Informations- und Maßnahmenmanagement im Bereich abgängiger Personen und unbekannter Leichen

Jedes Jahr werden in Österreich zwischen 700 und 800 Menschen als abgängig gemeldet, 150 bis 200 davon sind Minderjährige. Insbesondere vor Schulschluss reißen Schülerinnen und Schüler aus – wegen schlechter Noten oder aus Abenteuerlust. Auch über das Wochenende verschwinden oft Jugendliche, etwa um gegen den Willen der Eltern eine Veranstaltung in einer anderen Stadt zu besuchen. Die meisten Abgängigen tauchen nach kurzer Zeit wieder auf. Nur wenige bleiben über einen längeren Zeitraum verschwunden.

Im Sommer 2013 nimmt im Bundeskriminalamt das "Kompetenzzentrum für abgängige Personen" (KAP) den Betrieb auf – mit Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche.
"Mit dem Kompetenzzentrum können wir die Abgängigen- und Vermisstenfahndung weiter professionalisieren und Informationen zu einem Fall zentral bündeln", sagte Innenministerium Mag.a Johanna Mikl-Leitner anlässlich des "Tages der vermissten Kinder".

Kernaufgaben des KAP sind die Optimierung der Vermisstenfahndung durch eine Bündelung aller Informationen im Bundeskriminalamt, die Grundlagenforschung durch Fallauswertung (Motive, Aufenthaltsmuster usw.), die Auswertung von Statistiken für die Erkenntnisgewinnung, die Intensivierung der Präventionsarbeit und die Verbesserung des internen Wissenstransfers und der internationalen kriminalpolizeilichen Zusammenarbeit. Zudem werden neue Strategien und Methoden eingesetzt, wie das "Aging" und die Einbeziehung sozialer Netzwerke. Es soll ein umfassendes Monitoring- und Reportingsystem entstehen.

In Bad Ischl und Linz gab es Pilotprojekte: Polizistinnen und Polizisten fungieren als "Kontaktbeamte" zwischen Jugendlichen, Betreuern in Jugendwohnheimen und der Polizei. Ein wesentliches Ziel ist das Schaffen von Vertrauen. Seit der Installierung der "Kontaktbeamten" ist die Zahl der abgängigen Jugendlichen aus den Heimen um mehr als 50 Prozent zurück gegangen. "Ein hoher Anteil der Abgängigkeitsanzeigen erfolgt von den Jugendwohlfahrtseinrichtungen. Das KAP will hier ansetzen und auf eine noch bessere Kooperation mit diesen Einrichtungen, den Betreuern, den Jugendlichen – kurz allen Beteiligten bauen. Die beiden Projekte in Oberösterreich zeigen klar, dass wir auf dem richtigem Weg sind", sagte Mikl-Leitner.

Die Betreuung der Angehörigen soll weiter verbessert werden – in Abstimmung mit anderen Behörden und NGOs und alle Betroffenen sollen besser vernetzt werden. "Mit der Schaffung einer oder eines Fallverantwortlichen wird es für die Angehörigen zukünftig eine Ansprech- und Kontaktperson geben. An diese Polizistin oder diesen Polizisten können sich die Betroffenen jederzeit direkt wenden", betonte die Innenministerin. "Die dafür notwendige Koordination der Schulungen unserer Polizistinnen und Polizisten, die Vernetzungen mit NGOs, die Sensibilisierung aller Beteiligten sind die Aufgaben des neuen Kompetenzzentrums."


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Artikel Nr: 10064 vom Samstag, 25. Mai 2013, 09:00 Uhr.
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