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Skidiebstahl: Leichte Beute auf der Piste

Alljährlich finden zahlreiche Skiurlaube ein jähes Ende, weil sorglos vor Skihütten oder der Urlaubsunterkunft abgelegte Sportgeräte verschwinden. Die Kriminalprävention gibt Tipps zur Verhinderung von Diebstählen.

Skidieben wird es fast überall leicht gemacht: Hunderte Paar Ski sind ungesichert an die Hütten gelehnt oder liegen ungesichert im Schnee. Jeder kann seine Ski gegen bessere "eintauschen". Die Bindung der meisten neuen Modelle kann ohne Werkzeug auf die Skischuhgröße des neuen Besitzers angepasst werden. Wenn der Geschädigte den Diebstahl bemerkt und ihn anzeigt, ist der Täter meist längst über alle Hänge. Es gibt fast nie Zeugen und selten Spuren. Das macht die Ausforschung der Diebe schwierig. Auch aus den Skiställen der Hotels und Pensionen verschwinden Sportgeräte. Viele Geschäfte die Sportgeräte verleihen, fragen die Touristen nur nach Namen und Hotel und verlangen keinen Ausweis. Während selten jemand sein Fahrrad ungesichert stehen lässt, gibt es kaum ein Sicherheitsbewusstsein für Wintersportgeräte. Einfache, aber wirksame Sicherungen für Ski oder Snowboards wie Seile mit Nummernschlössern sind nicht allzu teuer, werden aber kaum verwendet. Es gibt zwei bevorzugte Tatorte für den Wintersportgerätediebstahl: Ski- und Snowboardabstellplätze vor Liften und Almhütten sowie ungesicherte Autodachträger und Dachboxen. Viele Diebstähle erfolgen organisiert. Unter falschen Namen werden von Bandenmitgliedern Ski und Snowboards in den Sportartikelgeschäften ausgeliehen und ins Ausland gebracht. Ein Teil der Diebstähle ist fingiert, um die Versicherungssumme zu kassieren.

Tipps der Kriminalprävention:

Transport: Am sichersten aufbewahrt sind Ski, Snowboards und Stöcke im abschließbaren Dachträger. Ideal ist eine Dachbox, die auch die Skischuhe aufnehmen kann. Man sollte auch die Skiträger oder die Transportbox auf dem Dach des Autos versperren.

Unterkunft: Man sollte versperrbare Skikeller und -ständer, Ski- und Skischuhschränke nutzen. Der Schlüssel zu einer Sicherheitseinrichtung sollte nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Beim Betreten der Skiabstellräume in den Unterkünften sollte man darauf achten, wer diese Räumlichkeiten sonst betritt. Diebe gehen oft mit Hotelgästen in den Skiraum.

Auf der Piste: Ski nicht sorglos vor der Hütte im Schnee abstellen. Man sollte sein Sportgerät stets im Auge behalten. Ski nach Möglichkeit nicht paarweise, sondern voneinander getrennt abstellen. Diebe nehmen sich nicht die Zeit, passende Skipaare zu suchen. Snowboards sollten mit einem Stahlkabel an einem feststehenden Gegenstand, wie an einem Skiständer oder Geländer, gesichert werden. Hierfür sind Fahrradschlösser oder Seile mit Nummernschlössern ideal. Die Polizei empfiehlt das Wintersportgerät zu kennzeichnen.

Nach einem Diebstahl: Wer bestohlen wurde soll Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Anzeigebestätigung wird für die Versicherung benötigt. Hilfreich ist es die Serien- oder Herstellernummer der Ski samt Bindung sowie Unterlagen bei der Anzeigenerstattung parat zu haben. Hierbei ist der Skipass hilfreich, der in jeder Polizeiinspektion aufliegt. Wer versucht einen Skidiebstahl vorzutäuschen begeht eine Straftat.

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(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14332 vom Mittwoch, 11. Jänner 2017, 09:00 Uhr.
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