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Kriminalitätsbekämpfung

Erfolgreiche Kooperation mit den USA gegen Kinderpornografie

Im Jahre 2016 erhielt das Bundeskriminalamt (BK) hunderte Meldungen zu Kinderpornografie von einer amerikanischen Organisation, die sich um vermisste und missbrauchte Kinder kümmert. In Österreich konnten dadurch 296 Verdächtige ausgeforscht werden.

Das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) ist eine amerikanische Organisation, die sich um vermisste und missbrauchte Kinder kümmert und weltweit eng mit Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet.

Teamwork seit zehn Jahren
Zwischen dem BK und NCMEC besteht seit über zehn Jahren eine enge Zusammenarbeit, wobei die Anzahl der Meldungen des NCMEC an die Ermittler jährlich zunimmt. 2016 wurden wieder hunderte Meldungen übermittelt. Es handelt sich dabei um Angaben, die von den großen amerikanischen Internetdiensten stammen. Sobald einer dieser Firmen feststellt, dass über ihre Portale Missbrauchsbilder verbreitet werden, benachrichtigen sie das NCMEC. Diese leitet diese Informationen dann an die örtlich zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiter. Für Österreich ist das BK der Ansprechpartner.

296 Verdächtige ermittelt
Im Jahr 2016 konnten aufgrund dieser Hinweise insgesamt 296 Verdächtige durch das BK ausgeforscht werden. Dies ist beinahe ein Tatverdächtiger pro Tag. Diese wurden dem zuständigen Landeskriminalamt übermittelt, die die weiteren Amtshandlungen übernahmen.

Elf Missbrauchsfälle
Von den 296 ermittelten Tatverdächtigen kommt der Großteil aus der Steiermark (64) gefolgt von Wien (60) und Niederösterreich (59). Im Zuge der Ermittlungen konnten durch die Landeskriminalämter in Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark elf Missbrauchsfälle an Kindern in Österreich aufgeklärt werden:

Fälle
Ein allein lebender 53-jähriger Salzburger steht im Verdacht von mindestens vier Buben im Alter von zehn bis zwölf Jahren pornografische Darstellungen angefertigt zu haben. Ein zehn-jähriger Bub wurde von ihm dabei auch sexuell missbraucht, wovon der Verdächtige auch ein Video angefertigt hat.

Ein 54-jähriger Familienvater aus Oberösterreich steht im Verdacht, über eine Internetkommunikationsplattform einschlägiges Bildmaterial verbreitet zu haben. Im Zuge der Durchsuchungen und parallel dazu laufenden Ermittlungen erhärtete sich die Verdachtslage, dass der Beschuldigte seine inzwischen erwachsene Tochter im Altern von drei bis neun Jahren zum Teil auch schwer sexuell missbrauchte. Der Beschuldigte legte schließlich ein Geständnis ab und wurde festgenommen. Die Ermittlungen waren äußerst schwierig, da er zur Verschlüsselung seiner Daten auf den Festplatten Krypto-Programme verwendete. Mit seinen Kontakten im Internet kommunizierte er nur im TOR-Netzwerk, wo er mit einem gleichgesinnten Chatpartner kinderpornographische Dateien tauschte und sich zum Bunkern einschlägiger Dateien eines Cloud-Speichers bediente. Weitere Ermittlungen laufen noch.

Ein Hinweis führte die Ermittler zu einem 49-jährigen Arbeiter in Oberösterreich. Im Zuge der Ermittlungen wurde eine gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei konnten insgesamt drei Computer, mehrere Festplatten, 847 CDs und DVDs sowie eine Stahlrute sichergestellt werden. Bei der Auswertung der Datenträger wurde festgestellt, dass sich auf allen drei Computern und mehreren Datenträgern kinderpornografisch verdächtige Dateien befunden haben.

Ein 31-jähriger Belgier nahm unter einem Pseudonym via Facebook Kontakt zu minderjährigen Mädchen auf und erschlich sich durch unverfängliche Chats zuerst das Vertrauen der Mädchen und in weiterer Folge die Übersendung von erotischen Lichtbildern.
Auf seinem Computer konnten über 2.500 Bilder und Videos von rund 100 Opfern gefunden werden.

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Artikel Nr: 14459 vom Freitag, 24. Februar 2017, 18:30 Uhr.
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