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Frontex, die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Sitz in Warschau, Polen, wurde 2005 gegründet. Ein Teil der bei Frontex arbeitenden Bediensteten wird vom BM.I entsandt. Der Verwaltungsrat von Frontex setzt sich aus je einem Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und der Schengen-Assoziierten Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz sowie aus zwei Vertretern der Europäischen Kommission zusammen.
Die Agentur koordiniert operative Aktivitäten der Mitgliedstaaten an den Land-, See- und Flughafen-Außengrenzen der EU mit dem Ziel, ein hohes und einheitliches Niveau der Grenzüberwachung und der Personenkontrollen zu erreichen. Das derzeitige Mandat umfasst folgende Aufgaben:
Österreichischer Vorsitzender im Verwaltungsrat: Oberstes Gremium zur Steuerung der Agentur ist der Verwaltungsrat. Zu den wichtigsten Aufgaben des Verwaltungsrats zählen neben der Ernennung des Exekutivdirektors der Agentur und seines Stellvertreters vor allem die Festlegung des Arbeitsprogramms sowie Entscheidungen über Budget und Personal. Der Vorsitzende im Verwaltungsrat ist derzeit der Österreicher Generalmajor Robert Strondl. Dieser ist Leiter der Abteilung für Einsatzangelegenheiten im Bundesministerium für Inneres. Ihm obliegt es, die Sitzungen des Verwaltungsrats einzuberufen, vorzubereiten und nachzubearbeiten, die Tagesordnung zu erstellen und die Sitzungen zu leiten.
Nationale Stelle: Als nationaler Kontaktpunkt für Frontex und Ansprechstelle für Frontex-Angelegenheiten fungiert das Referat II/2/e im BM.I.
„Seconded Experts“: Seit 2005 werden österreichische Experten zeitlich beschränkt zu Frontex entsandt. Die Entsandten sollen einen Einblick in die Arbeitsmethoden der europäischen grenzpolizeilichen Kooperation erhalten, ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern, persönliche Kontakte auf EU-Ebene aufbauen und sich nach Möglichkeit für eine Beschäftigung als Vertragsbediensteter bei Frontex empfehlen.
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