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Nationalratswahl, Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln

Das Bundesministerium für Inneres gibt im Folgenden - wie bei früheren Wahlen - unvorgreiflich des Prüfungs- und Entscheidungsrechts der Sprengel-, Gemeinde- und Landeswahlbehörden sowie des Kontrollrechts der Bezirks- und Landeswahlbehörden seine Rechtsansicht über die Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln bekannt. Hierbei kann auf Judikatur des Verfassungsgerichtshofs oder auf Erfahrungswerte zu den Bestimmungen betreffend die Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln nicht Bezug genommen werden.

Die Fragen 1 bis 8 sowie die Frage 11 betreffen alle Wahlbehörden, die über die Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln zu entscheiden oder die Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln zu prüfen haben. Die den leeren amtlichen Stimmzettel betreffenden Fragen 9 und 10 sind nur für die Landeswahlbehörden relevant.



1. Gesetzliche Bestimmungen

Welche Rechtsvorschriften sind bei der Beurteilung der Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln anzuwenden?

Die Frage der Gültigkeit und Ungültigkeit von Stimmzetteln ist nach den §§ 78 bis 83 der Nationalrats-Wahlordnung 1992 - NRWO, BGBl. Nr. 471, idF BGBl. I Nr. 98/2001 zu beurteilen.

2. Wann ist ein amtlicher Stimmzettel (als Stimme für eine Parteiliste) gültig?

  • Wenn der/die Wähler(in) auf dem amtlichen Stimmzettel eine Parteibezeichnung eindeutig gekennzeichnet hat.
     
  • Wenn der/die Wähler(in) eine Vorzugsstimme - für wen auch immer - vergeben hat.
     
  • Wenn der/die Wähler(in) auf andere Art eindeutig zu erkennen gibt, welche Parteiliste er/sie wählen wollte.

Wie erfolgt eine eindeutige Kennzeichnung auf dem amtlichen Stimmzettel?

In der Regel wird der/die Wähler(in) den unter der Kurzbezeichnung befindlichen Kreis ankreuzen oder mit einem anderen Zeichen versehen. Der Stimmzettel ist auch dann gültig ausgefüllt, wenn die Kennzeichnung innerhalb des Kreises durch ein anderes Zeichen als ein liegendes Kreuz, also z. B. durch Anhaken, durch einen senkrechten Strich, oder dadurch erfolgt, dass der Kreis der zu wählenden Parteiliste frei bleibt und die Kreise aller anderen Parteilisten durchgestrichen werden.

Wie kann ein(e) Wähler(in) noch zu erkennen geben, welche Partei er/sie wählen wollte?

  • Durch Vergabe einer Vorzugsstimme:
     
    Der Stimmzettel ist gültig, wenn ein(e) Bewerber(in) des Regionalwahlkreises angekreuzt wurde oder ein(e) Bewerber(in) der Landesparteiliste bezeichnet wurde, der/die im Landeswahlkreis des/der Wählers/Wählerin auch kandidiert hat. Für den Regionalwahlkreis und für den Landeswahlkreis kann jeweils nur eine Vorzugsstimme vergeben werden. Wurden sowohl für eine(n) Regionalbewerber(in) als auch für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste eine Vorzugsstimme vergeben, ohne dass eine Parteiliste bezeichnet wurde, so ist der Stimmzettel nur dann gültig, wenn diese Vorzugsstimmen für Bewerber(innen) ein und derselben Parteiliste vergeben wurden.
     
    Wenn eine Vorzugsstimme an eine(n) Regionalbewerber(in) einer anderen Parteiliste vergeben wurde und/oder eine Vorzugsstimme für den/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste an jemanden vergeben wurde, der gar nicht kandidiert hat, so gelten diese Vorzugsstimmen als nicht beigesetzt.
  • Durch sonstige Kennzeichnung der Partei:
     
    Der Stimmzettel ist z. B. dann gültig, wenn alle Parteibezeichnungen bis auf eine durchgestrichen wurden; weiters, wenn zwar nicht der Kreis, anstelle dessen aber eine Listennummer, die Kurzbezeichnung einer Partei oder eine Parteibezeichnung eindeutig gekennzeichnet ist.
     
    Worte, Bemerkungen oder Zeichen, die auf dem amtlichen Stimmzettel außer zur Kennzeichnung der Parteiliste oder der Bezeichnung eines/einer Bewerbers/Bewerberin angebracht wurden, beeinträchtigen die Gültigkeit eines Stimmzettels nicht, wenn sich hierdurch nicht einer der angeführten Ungültigkeitsgründe ergibt. Im Wahlkuvert befindliche Beilagen aller Art beeinträchtigen die Gültigkeit des Stimmzettels ebenfalls nicht.

3. Wann ist eine Vorzugsstimme für eine(n) Regionalbewerber(in) gültig?

Wenn der/die Wähler(in) einen auf dem amtlichen Stimmzettel hierfür vorgesehenen Kreis eindeutig gekennzeichnet hat oder der/die Wähler(in) auf andere Art eindeutig zu erkennen gibt, welche(n) Regionalbewerber(in) er/sie wählen wollte und er/sie keine andere Parteiliste angekreuzt hat.

Wie erfolgt die Eintragung einer Vorzugsstimme für eine(n) Regionalbewerber(in)?

Für die Kennzeichnung der Vorzugsstimme für eine(n) Regionalbewerber(in) gilt das für das gültige Ausfüllen des amtlichen Stimmzettels gesagte. Es kommt jedoch hinzu, dass jegliches "Stimmensplitting" (näheres siehe Frage 5) unzulässig ist. Eine Vorzugsstimme kann für jedes Ermittlungsverfahren nur an eine(n) Bewerber(in) vergeben werden.

4. Wann ist eine Vorzugsstimme für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste gültig?

Wenn der/die Wähler(in) den Namen eines/einer Bewerbers/Bewerberin in den auf dem amtlichen Stimmzettel hierfür vorgesehenen freien Raum eingetragen hat und er/sie keine andere Parteiliste angekreuzt hat.

Wie erfolgt die Eintragung einer Vorzugsstimme für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste?

Üblicherweise wird der/die Wähler(in) den Familiennamen des/der im betreffenden Landeswahlkreis kandidierenden Bewerbers/Bewerberin eintragen. Das Anbringen einer Vignette ist nicht als Eintragung zu verstehen. Bei Bewerbern/Bewerberinnen derselben Landesparteiliste mit gleichem Familiennamen ist für die Gültigkeit ein entsprechendes Unterscheidungsmerkmal erforderlich. Dies kann insbesondere die Angabe der Reihungsziffer in der Landesparteiliste, des Vornamens, des Geburtsjahres, des Berufes oder der Adresse sein. Ist ein(e) Bewerber(in) falsch geschrieben, so wird die Vorzugsstimme gültig sein, solange kein Zweifel über den/die zu wählende(n) Bewerber(in) besteht. "Stimmensplitting" (näheres siehe Frage 5) ist unzulässig.

5. Wie sind Stimmzettel zu beurteilen, bei denen Stimmen auf verschiedene Parteien aufgeteilt sind ("Stimmensplitting")?

Es gilt der Grundsatz "Kreuzerl sticht Vorzugsstimme". Wurde eine Partei ordnungsgemäß gekennzeichnet und gleichzeitig eine Vorzugsstimme für den/die Bewerber(in) einer anderen Partei vergeben ("Stimmensplitting") oder eine Vorzugsstimme an jemanden vergeben, der gar nicht kandidiert hat, so gilt eine solche Vorzugsstimme als nicht beigesetzt und ist daher ungültig . Der Stimmzettel ist jedoch für die gekennzeichnete Partei gültig.

6. Wann ist ein amtlicher Stimmzettel (als Stimme für eine Parteiliste) ungültig?

  • Wenn zur Abgabe der Stimme ein anderer als der im betreffenden Regionalwahlkreis zur Ausgabe gelangte amtliche Stimmzettel verwendet wurde. In Frage kommt hierbei insbesondere, dass der amtliche Stimmzettel eines anderen Regionalwahlkreises, ein Stimmzettel einer früheren Wahl oder ein gefälschter Stimmzettel verwendet wurde.
     
  • Wenn weder eine Parteiliste noch ein(e) Bewerber(in) - sei es der/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste oder sei es ein(e) Regionalbewerber(in) - bezeichnet wurden.
  • Wenn zwei oder mehrere Parteilisten gekennzeichnet wurden.
  • Wenn keine Parteiliste angekreuzt wurde und ein(e) Regionalbewerber(in) sowie ein(e) Bewerber(in) einer Landesparteiliste bezeichnet wurden, der/die nicht ein und demselben Landeswahlvorschlag angehören.
  • Wenn keine Parteiliste gekennzeichnet, andererseits nur der/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste eingetragen wurde, der/die nicht in diesem Landeswahlkreis für diese Partei kandidiert.
     
  • Wenn eine Liste angezeichnet wurde, die keine Parteibezeichnung, sondern anstelle dessen das Wort "leer" enthält.
     
    Diese Regelung gilt dann, wenn eine Partei, die in der laufenden Gesetzgebungsperiode im Nationalrat vertreten war, in einem Wahlkreis nicht mehr antritt und daher deren Listenplatz leer zu bleiben hat.
     
  • Wenn der Stimmzettel durch Abreissen eines Teiles derart beeinträchtigt wurde, dass nicht mehr eindeutig hervorgeht, welche Parteiliste der/die Wähler(in) wählen wollte. Hierbei ist z. B. an den Fall zu denken, dass außer einer der Parteilisten oder einer der Kreise die anderen durchgestrichen sind, dass aber andere Kreise oder gar ganze Parteilisten abgerissen sind.
     
  • Wenn aus dem vom/von der Wähler(in) angebrachten Zeichen oder sonstigen Kennzeichnung in anderer Weise nicht eindeutig hervorgeht, welche Parteiliste gewählt werden sollte. Mit dieser Regelung sollen jene Sachverhalte abgedeckt werden, die vom Gesetz nicht ausdrücklich genannt sind.

    Leere Wahlkuverts zählen als ungültige Stimmen. Mehrere amtliche Stimmzettel, die auf verschiedene Parteien lauten, zählen als eine ungültige Stimme.

7. Wann ist eine Vorzugsstimme für eine(n) Regionalbewerber(in) ungültig?

  • Wenn zwei oder mehrere Regionalbewerber(innen) bezeichnet wurden. Hier ist es gleichgültig, ob die Bewerber(innen) derselben Parteiliste oder verschiedenen Parteilisten entstammen.
     
  • Wenn an eine(n) Regionalbewerber(in) und an den/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste aus verschiedenen Parteilisten Vorzugsstimmen vergeben wurden, ohne dass die Parteiliste des/der Regionalbewerbers/Regionalbewerberin gekennzeichnet wurde. Ein "Stimmensplitting" (siehe Frage 5) ist auch bei der Vergabe von Vorzugsstimmen nicht zulässig.
     
  • Wenn eine Parteiliste gekennzeichnet wurde und der/die Regionalbewerber(in) einer anderen Parteiliste bezeichnet wurde. Ein "Stimmensplitting" zwischen Parteiliste und Regionalbewerber(innen) hat zur Folge, dass die Stimme für die Parteiliste gültig ist und die Bezeichnung des/der Regionalbewerbers/Regionalbewerber(in) als nicht beigesetzt gilt.
     
  • Wenn aus dem vom/von der Wähler(in) angebrachten Zeichen oder sonstigen Kennzeichnung (in anderer Weise) nicht eindeutig hervorgeht, welche(n) Regionalbewerber(in) er/sie wählen wollte. Mit dieser Regelung sollen jene Sachverhalte abgedeckt werden, die vom Gesetz nicht ausdrücklich genannt sind.

8. Wann ist eine Vorzugsstimme für den/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste ungültig?

  • Wenn ein Name eingetragen wurde, der überhaupt nicht Bewerber(in) einer Landesparteiliste ist. Hier ist an den Fall zu denken, dass ein Name eingetragen wird, der auf keinem Landeswahlvorschlag aufscheint. Es wäre aber auch die Eintragung eines/einer Regionalbewerbers/Regionalbewerberin ungültig, der/die irrtümlich in die für die Bewerber(innen) der Landesparteiliste vorgesehene Rubrik eingetragen wurde.
     
  • Wenn ein(e) Bewerber(in) eingetragen wurde, der/die nicht Bewerber(in) der Parteiliste ist, in deren Rubrik er/sie eingetragen wurde. Der/Die eingetragene Bewerber(in) muss, um eine Vorzugsstimme zu erhalten, Bewerber(in) der Landesparteiliste jenes Landeswahlkreises sein, für den/die die Stimme abgegeben wird. Die Vorzugsstimme ist sowohl ungültig, wenn der/die eingetragene Bewerber(in) der Landesparteiliste eines anderen Landeswahlkreises ist, als auch, wenn er/sie - irrtümlich - in die Rubrik einer anderen Parteiliste eingetragen worden ist.
     
  • Wenn eine Parteiliste gekennzeichnet wurde und ein(e) Bewerber(in) der Landesparteiliste einer anderen Parteiliste bezeichnet wurde. Ein "Stimmensplitting" (siehe Frage 5) zwischen Parteiliste und Bewerber(innen) der Landesparteiliste hat zur Folge, dass die Stimme für die Parteiliste gültig ist und die Bezeichnung des/der Bewerbers/Bewerberin als nicht beigesetzt gilt.
     
  • Wenn bei Aufscheinen zweier oder mehrerer Bewerber(innen) mit gleichem Familiennamen auf einer Landesparteiliste bei der Eintragung des Familiennamens nicht ein entsprechendes Unterscheidungsmerkmal beigefügt wurde. Als Unterscheidungsmerkmal kommt alles in Betracht, das Klarheit schafft, insbesondere die Angabe der Reihungsziffer in der Landesparteiliste, des Vornamens, des Geburtsjahres, des Berufes oder der Adresse.
     
  • Wenn zwei oder mehrere Bewerber(innen) bezeichnet wurden. Hierbei ist es gleichgültig, ob der/die Bewerber(in) derselben Parteiliste oder verschiedenen Parteilisten angehören. Sofern nicht zusätzlich eine Parteiliste gekennzeichnet (angekreuzt) ist, ist der Stimmzettel gänzlich ungültig.

9. Wann ist ein leerer amtlicher Stimmzettel gültig?

  • Wenn der/die Wahlkartenwähler(in) die Parteibezeichnung oder die Kurzbezeichnung einer Parteiliste anführt, die in dem Landeswahlkreis, in welchem er/sie in das Wählerverzeichnis einer Gemeinde eingetragen ist, veröffentlicht wurde. Hat ein(e) Wahlkartenwähler(in) einen leeren amtlichen Stimmzettel benützt, so wird er/sie in der Regel auf dem vorgesehenen Platz die Bezeichnung der Parteiliste oder die Kurzbezeichnung eintragen.
     
  • Wenn der/die Wahlkartenwähler(in) eine Vorzugsstimme - für wen auch immer - vergeben hat. Sollte eine Vorzugsstimme für eine(n) Bewerber(in) einer anderen Parteiliste und/oder eine Vorzugsstimme für den Landeswahlkreis an jemanden vergeben worden sein, der gar nicht kandidiert hat, so gelten diese Vorzugsstimmen als nicht beigesetzt.
     
  • Wenn (zumindest) ein(e) Bewerber(in) [Regionalbewerber(innen) oder Bewerber(innen) einer Landesparteiliste] eingetragen wurde. Der Stimmzettel ist gültig, wenn ein(e) Bewerber(in) des Regionalwahlkreises oder der/die Bewerber(in) einer Landesparteiliste eingetragen wurde, der/die im Landeswahlkreis des/der Wählers/Wählerin auch kandidiert hat. Für den Regionalwahlkreis und für den Landeswahlkreis kann jeweils nur eine Vorzugsstimme vergeben werden. Wurden sowohl für eine(n) Regionalbewerber(in) als auch für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste eine Vorzugsstimme vergeben, so ist der Stimmzettel nur dann gültig, wenn diese Vorzugsstimmen für Bewerber(innen) ein und derselben Parteiliste vergeben wurden.
     
  • Wenn eindeutig zu erkennen ist, welche Parteiliste der/die Wahlkartenwähler(in) wählen wollte.

Außer den oben angeführten Möglichkeiten dem gültigen Ausfüllen eines leeren amtlichen Stimmzettels kommt insbesondere die Eintragung des Listenplatzes in Betracht.

Für die Beurteilung, ob eine mit einem leeren amtlichen Stimmzettel vergebene Vorzugsstimme - sei es für eine(n) Regionalbewerber(in) oder sei es für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste - gültig ist, kann die Antwort zu Frage 4 sinngemäß herangezogen werden.

10. Wann ist ein leerer amtlicher Stimmzettel ungültig?

  • Wenn keine Parteiliste und auch kein(e) Bewerber(in) bezeichnet wurden.
     
  • Wenn eine Parteiliste bezeichnet wurde, von der ein Landeswahlvorschlag in dem Landeswahlkreis, in welchem der/die Wahlberechtigte im Wählerverzeichnis einer Gemeinde eingetragen ist, nicht veröffentlicht wurde.
     
  • Wenn nur ein(e) Bewerber(in) bezeichnet wurde, der/die nicht in einer der Parteilisten der vom/von der Wähler(in) zu wählenden Parteiliste aufscheint.
     
  • Wenn die Nummer des Landeswahlkreises und der Buchstabe des Regionalwahlkreises nicht eingesetzt oder nicht eindeutig erkennbar sind. Hierbei handelt es sich nicht um eine Fehlleistung des/der Wahlkartenwählers/Wahlkartenwählerin, sondern des/der Wahlleiters/Wahlleiterin.
     
  • Wenn keine Parteiliste angeführt wurde und die eingetragenen Bewerber(innen) [Regionalbewerber(innen) und Bewerber(innen) der Landesparteiliste] unterschiedlichen Parteilisten angehören.
     
  • Wenn aus der vom/von der Wähler(in) vorgenommenen Eintragung auch nicht auf andere Weise eindeutig hervorgeht, welche Parteiliste er/sie wählen wollte.
     

Mit dieser Regelung sollen jene Sachverhalte abgedeckt werden, die im Gesetz nicht ausdrücklich erfasst sind.

Für die Beurteilung, ob eine mit einem leeren amtlichen Stimmzettel vergebene Vorzugsstimme - sei es für eine(n) Regionalbewerber(in) oder sei es für eine(n) Bewerber(in) der Landesparteiliste - gültig ist, können die Antworten zu Frage 8 sinngemäß herangezogen werden.

11. Wie sind Wahlkuverts zu beurteilen, die mehrere amtliche Stimmzettel enthalten?

Ein Wahlkuvert, das mehrere amtliche Stimmzettel enthält, zählt als eine gültige Stimme,

  • wenn auf allen Stimmzetteln die gleiche Parteiliste vom/von der Wähler(in) bezeichnet wurde,
     
  • wenn mindestens ein Stimmzettel gültig ausgefüllt ist und sich aus der Bezeichnung der übrigen Stimmzettel kein Zweifel über die gewählte Parteiliste ergibt.

Befinden sich in einem Wahlkuvert neben einem amtlichen Stimmzettel, der gültig ausgefüllt ist, noch "nicht-amtliche" Stimmzettel (z. B. Stimmzettel einer früheren Wahl oder gefälschte Stimmzettel), so beeinträchtigen diese die Gültigkeit des amtlichen Stimmzettels nicht, auch wenn sie auf eine andere Parteiliste lauten sollten.

BM.I Bundesministerium für Inneres, Abteilung III/6, 1010 Wien, Telefon: +43-1-53126-2464 |  Kontakt

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