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In einer Bildungseinrichtung wie der Sicherheitsakademie ist Qualitätssicherung ein Muss. Um die Qualität der Ausbildung in der Polizei in allen Ebenen zu steigern, ist es nötig, ständig an den Lehrinhalten zu feilen und zu arbeiten.
Gesellschaftspolitisch wird eine Professionalisierung der Lehrer/innentätigkeit von immer größer werdender Bedeutung, gerade auch im Bereich der Polizeiausbildung. Dieser Umstand ist der Sicherheitsakademie bewusst und es werden daher neue, wissenschaftlich anerkannte Grundlagen sowie politische Zielrichtungen im Sinne der Bologna-Reform und der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Polizeilehrer/innenausbildung als unabdingbar angesehen.
Seit 2010 geschieht dies mit einem jährlichen Konzept:
Jedes Jahr wird vom Zentrum für Grundausbildung eine Programmkonferenz organisiert. Ziel dieser Konferenz ist die Formulierung von Inhalten, die aufgrund von etwaigen Änderungen (Rechtslage, Organisationserfordernisse, neueste Erkenntnisse etc.), jedoch unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Grundlagen (Verordnungen), zu adaptieren bzw. aufzunehmen sind.
Um die Lehrinhalte im Detail ständig zu evaluieren und anzupassen, wurden neben der ab 2010 jährlich stattfindenden Programmkonferenzen als zweite Qualitätssicherungsmaßnahme dreizehn „Fachzirkel“ eingeführt. Sie sind themenspezifisch aufgeteilt. Für jeden Fachzirkel ist mindestens ein hauptamtlicher Lehrer eines Bildungszentrums als Koordinator verantwortlich. Jeder hauptamtliche Polizeilehrer in Österreich ist als Teilnehmer einem Fachzirkel zugeordnet.
Die Fachzirkelkoordinatoren haben die Aufgabe, einmal jährlich ein Fachzirkeltreffen (Fachzirkel-Workshop) zu organisieren. In diesen Fachzirkeltreffen werden neben Inhalten der Programmkonferenz auch die für den Unterricht erforderlichen Lehrunterlagen auf Aktualität geprüft und adaptiert, Lehrunterlagen vereinheitlicht oder neue Lehrunterlagen geschaffen. Neben diesen Aufgaben soll es auch zu einem Informationsaustausch zwischen den Vortragenden selbst kommen.
Die Ergebnisse der Fachzirkeltreffen werden in der .SIAK auf die mögliche Umsetzung geprüft und fließen auf direktem Wege in die jeweiligen Grundausbildungslehrgänge (PGA, E 2a, E 1, AVD) ein. Die Aktualisierungen der entsprechenden Lehrpläne bilden zudem die Basis für die nächste Programmkonferenz. Somit ist jederzeit ein für die Praxis aktueller Wissenstransfer garantiert.
Die dritte Qualitätssicherungsmaßnahme ist die Verpflichtung für hauptamtliche Lehrerinnen und Lehrer, jährlich zwischen zwei und vier Wochen Dienst auf einer Polizeiinspektion zu versehen. Damit sollen die Unterrichtenden den Bezug zur Praxis erhalten. Sie sollen erleben, wie die Lehrinhalte, die sie in der Theorie vermitteln, in die Praxis umgesetzt werden können und sie sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Theorie und Praxis herausfiltern und in ihre Vorträge und Seminare einfließen lassen.
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