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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 11-12/2001

AUSTRO-SICHERHEIT 2001

Höherer Sicherheitsbedarf

Die Austro Sicherheit 2001, die größte Sicherheits-Fachmesse Österreichs, stand unter dem Eindruck des Terroranschlags in den USA.

Der Terroranschlag des 11. September habe das Sicherheitsbedürfnis der Menschen in Österreich gesteigert, sagte Mag. Michael Sika, Präsident des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ), bei der Eröffnung der Austro Sicherheit 2001 am 10. Oktober im Wiener Konferenzzentrum. 

"Die Menschen wollen Sicherheit vor dem aus dem Nichts kommenden Terror." Sika wies darauf hin, dass es neuer Strategien gegen Terror bedürfe. Die Sicherheitsexekutive in Österreich habe die Befugnisse, die sie im Kampf gegen den Terrorismus benötige. Es werde zwar einige Korrekturen im Strafgesetzbuch und im Bankwesengesetz geben, vor allem im Zusammenhang mit Geldflüssen, das würden aber die Österreicher nicht spüren. Der ehemalige Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit warnte vor grundloser Panik: "Ich möchte nicht so weit gehen, zu sagen, dass Österreich kein Terrorziel ist, aber wir sind sicher nicht an erster Stelle." 

Der Terroranschlag habe gezeigt, dass man "bei der Sicherheit nicht sparen kann und darf", betonte Sika: "Ich hoffe, dass man bewährte Strukturen belässt." 

Der private Sicherheitsmarkt biete eine gute Qualität, Verbesserungen seien aber erforderlich bei der Sicherheit bei Großveranstaltungen, erläuterte der KSÖ-Präsident: "In den großen Fußballstadien funktioniert das, nicht aber bei großen Open-Air-Veranstaltungen. Hier ist der Ordnerdienst oft überfordert." 

Der hohe Sicherheitsstandard in Österreich sei nicht nur durch den funktionierenden Sicherheitsapparat gewährleistet, sondern es spiele auch das Engagement des privaten Sicherheitsgewerbes eine Rolle. Sika: "Die staatliche Sicherheit konzentriert sich immer mehr auf die Kernbereiche. Es ist notwendig, Randaufgaben abzugeben." Qualität sei wichtig, sie setze sich zusammen aus Rekrutierung, Ausbildung Bezahlung und Ausrüstung. Man dürfe sich aber nicht nur auf die Ausrüstung verlassen. Nur die Kombination menschliche Intelligenz und Technik gewährleiste hohe Qualität im Sicherheitsbereich. 

Der Begriff "Sicherheit" habe nach dem Terroranschlag vom 11. September eine neue Bedeutung bekommen, sagte Johann Jungreithmair, Direktor der Reed Messen Salzburg: "Völlig neuartige Bedrohungen müssen mit neuartigen Mitteln innovativ bewältigt werden". Die Folgen seien auch in Österreich zu spüren. Der Bedarf an Information und Sicherheitstechnik habe "schlagartig zugenommen", betonte Jungreithmair. 

Rund 150 Unternehmen präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Austro-Sicherheit 2001, der internationalen Fachmesse für Sicherheitseinrichtungen, -ausrüstungen, Arbeitsschutz, Dienstleistungen und Technik, vom 10. bis 12. Oktober 2001 im Austria Center in Wien. Mit 4.650 Fachbesuchern gab es ein deutliches Besucher-Plus gegenüber den Messen in den Vorjahren. Jeder Siebente kam aus dem Ausland. 

84 % der Besucher waren laut einer Umfrage mit der Messe grundsätzlich sehr zufrieden bzw. zufrieden; 87 % bewerteten das Programm der Fachveranstaltungen als sehr gut bzw. gut. Im Vordergrund des Interesses standen die Bereiche Brand- und Rauchwarnsysteme (40 %), Alarmeinrichtungen (36 %), Videoüberwachung (33 %), Zutrittskontrolle (32 %) sowie mechanische Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz (jeweils 25 %).

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