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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 3-4/2001

SHOT SHOW 2001

Weltgrößte Waffenmesse 

1.450 Aussteller präsentierten auf der weltgrößten Messe für den Waffenhandel, der Shot-Show 2001 in New Orleans, Produkte und Dienstleistungen.

Die Shot-Show 2001Die Shot-Show 2001 vom 11. bis 14. Jänner in New Orleans, Louisiana, USA, war die 23. derartige Ausstellung seit 1979. Ein Großteil der Aussteller waren Hersteller von Schusswaffen und Munition, darunter die namhaften österreichischen Firmen Steyr-Mannlicher, Glock und DNW. Stark vertreten waren auch Hersteller von Zubehör für die Jagd (Bekleidung, Outdoor).
Eigene Stände hatten das FBI, das für Waffenangelegenheiten zuständige Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms (BATF) sowie die für möglichst freien Waffenbesitz eintretenden Organisationen National Rifle Association (NRA) und National Shooting Sports Foundation.

Sicherheitssysteme. Reichhaltig war das Angebot an Produkten zur Sicherung der Waffen gegen unbefugte Verwendung und Wegnahme – von einem Stahlkabel, das durch den Lauf gezogen und an der Wand befestigt wird, bis zu Luxus-Waffentresoren. Dem Widerspruch, dass insbesondere eine Faustfeuerwaffe zwar sicher verwahrt, aber im Bedarfsfall rasch bei der Hand sein soll, begegnen manche Hersteller mit der Annahme, dass der neben dem Bett in Reichweite befindliche Tresor über Nacht ohnehin offen gelassen werden kann.
Bei den meisten Waffen-Safes wird die Tür durch Eingabe von Ziffernkombinationen über eine Tastatur geöffnet (Home Safety Defense, http://www.hsdh.com/; Mossberg, http://www.mossberg.com/; The Gunlocker, http://www.gunlocker/. com), wobei eine mehrmalige Fehleingabe Alarm auslösen kann.
Mit einem Schlüssel versperrbar ist Qwikcase (http://www.qwikcase/. com); bei GunVault müssen die Finger in entsprechende Mulden gelegt und in programmierbarer Reihenfolge betätigt werden. Eine Reihe von Produkten wurde auch vorgestellt, die lediglich den Abzug blockieren, versperrbar mit Schlüssel oder Nummernschloss.
Neben Steyr mit der M- und S-Serie gehen andere Erzeuger von Faustfeuerwaffen dazu über, diese Waffen versperrbar zu gestalten.
Um zu verhindern, dass ein nicht rechtmäßiger Besitzer einer Faustfeuerwaffe damit einen Schuss abgibt, hat ein Erzeuger ein System vorgestellt, das durch einen in einem Ring eingebauten Magneten (kein Responder) mechanisch auf die Abzugseinrichtung einwirkt. Nur der Träger des Ringes kann den Abzug betätigen (Smart Lock Technology; http://www.smartlock.com/).
Pistolen- und Gewehrscheinwerfer waren ebenso im Angebot wie Laser-Zieleinrichtungen. Auf einem Laser-Schießstand konnte die Jagd auf Wildenten realitätsnah simuliert werden (Lasershot, http://www.smartlock.com/).
Einige Aussteller haben Schusswaffen im Kaliber .50 Browning angeboten, auch in zerlegbarer Form. Schusswaffen dieses Kalibers gelten in Österreich als Kriegsmaterial ("Panzerbüchsen").
Ein Aussteller stellte ein Feldmesser mit eingebautem, fünfschüssigem Revolver vor. Im Griff des Messers befinden sich Lauf und Trommel, Kaliber .22 lr. In Texas ist eine solche Waffe frei erhältlich – in Österreich gilt sie als verbotene Waffe.

Datenbank für Schusswaffen.

Datenbank für Schusswaffen. Forensic Technology
(http://www.fti-ibis.com/) betreibt eine Datenbank für Schuss- waffen. Schusswaffen, Munition und Hülsen sind in dieser Datenbank nach den verschiedensten Gesichtspunkten (Hersteller, Marke, Modell, Kaliber) oder nach den Herstellungscodes erfasst und können über diese Suchkriterien oder Fragmente davon abgefragt werden. Gespeichert sind auch Konstruktionszeichnungen, so dass auch ermittelt werden kann, ob Teile einer Schusswaffe ausgetauscht wurden.
Die Speicherung erfolgt nach kriminaltechnischen Merkmalen, wie etwa Lage und Stärke des Einschlags des Schlagbolzens auf das Zündhütchen der Patrone. Die Sammlung wird laufend erweitert und kann für Nachforschungen herangezogen werden.

Kurt Hickisch

BM.I Bundesministerium für Inneres, Postfach 100, A-1014 Wien,Telefon: +43-(0)1-53126-2307 |  Kontakt

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