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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 3-4/2001

GEDENKSTÄTTE MAUTHAUSEN

Europäisches Denkmal

Die Gedenkstätte Mauthausen wird aus dem Innenministerium ausgegliedert und zu einer Bundesanstalt öffentlichen Rechts.

Gestaltungselement"Wir wollen eine zeitgemäße Form des Gedenkens für nachfolgende Generationen schaffen", sagte Innenminister Dr. Ernst Strasser bei der Vorstellung des Reformprojekts am 2. März in Wien. "Wir wollen damit eine Art Schutzimpfung gegen Rechtsradikalismus, Menschenhatz und jede Form der Wiederbetätigung finden und Mauthausen als Zentrum der Wiederbetätigungprävention sichern." Das Innenministerium werde mit verdienten Institutionen, Vereinen und Personen die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen aufarbeiten, die Erinnerung wach halten und das Gedenken in Österreich fortführen, betonte der Minister. "Das ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe der Republik."

Im Sommer 2000 hatte Strasser eine Reforminitiative ins Leben gerufen; engagierte Menschen erstellten in drei Arbeitsgruppen Vorschläge für die Zukunft der Gedenkstätte. Die Reform beinhaltet die Änderung der Organisationsstruktur der Gedenkstätte, Sofortmaßnahmen zur Sicherung und Erhaltung der Bausubstanz sowie ein Zeitzeugenprojekt. Die Gedenkstätte wird zu einer Bundesanstalt öffentlichen Rechts in der Zuständigkeit des Innenministeriums. Der Entwurf eines Bundesgesetzes werde noch vor dem Sommer dem Parlament zugeleitet; das Gesetz könnte mit 1. Jänner 2002 in Kraft treten, sagte Sektionschef Dr. Wolf Szymanski.
Durch die Organisationsänderung soll die Gedenkstätte wirtschaftlich dauerhaft gesichert werden, gleichzeitig aber größtmöglich autonom arbeiten können. Mauthausen ist die einzige Gedenkstätte in Europa, die in weiten Bereichen noch eine authentische Bausubstanz aufweist. "Die Erhaltung dieser Bausubstanz ist daher ein unaufschiebbares Vorhaben und eine ganz wichtige Sicherungsarbeit für die zukünftigen Generationen", sagte Strasser.
Im Rahmen des Zeitzeugenprojekts sollen möglichst rasch und umfassend die noch lebenden ehemaligen KZ-Insassen befragt und ihr Wissen dokumentiert werden. Geplant sind weitere Projekte wie die pädagogische und didaktische Weiterbildung von Mitarbeitern und Interessierten, Forschungsprojekte und eine verstärkte Kundenorientierung. Für die Finanzierung des Reformprojekts Mauthausen sind bis zum Jahr 2003 60 Millionen Schilling vorgesehen; die Hälfte der Summe ist für die erste Etappe in diesem Jahr gesichert.

Das Konzentrationslager Mauthausen entstand wenige Monate nach der Machtübernahme durch die Nazis. Im August 1938 kamen die ersten Häftlinge nach Mauthausen. Im KZ und in seinen Nebenlagern waren mehr als 190.000 Menschen aus mehreren europäischen Ländern inhaftiert. Systematischer Terror, gezielte Tötung, Arbeitsausbeutung, mangelnde Ernährung und fehlende medizinische Versorgung führten zum Tod von etwa 100.000 Gefangenen.

BM.I Bundesministerium für Inneres, 1010 Wien,Telefon: +43-1-53126-2307 |  Kontakt

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