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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 1-2/2001
Im Jahr 1910 gab es bei der Wiener Polizei die ersten Dienstkraftfahrzeuge.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden 13 weitere Kraftfahrzeuge gekauft: 3 Pkw, 5 Mannschaftswagen und 5 Lkw; alles ehemalige Armeefahrzeuge. Acht Kraftwagen hatten einen Kastenaufbau, mit ihnen wurden auch Arrestanten transportiert. Der Arrestantentransport erfolgte vorher mit Pferdefuhrwerken, im Volksmund "Grüner Heinrich" genannt. Der Fuhrpark befand sich in der Marokkanerkaserne, in umgebauten Stallungen der ehemaligen Schwarzenbergkaserne. 1926 erhielt die Wiener Polizei fünf 30-sitzige Saurer-Mannschaftswagen und vier 10-sitzige Mannschaftswagen der Marke Gräf & Stift. Ein Jahr später schenkte der New Yorker Polizeipräsident seinem Wiener Amstkollegen Dr. Johann Schober vier Beiwagen-Krafträder für die Verkehrsüberwachung. Das war der Anfang der motorisierten Verkehrsüberwachung. 1928 kaufte die Polizei 13 Beiwagenmaschinen: zwölf BMW R 47 und eine Puch 500. Anfang der 30er Jahre verwendete man die ersten "verdeckten" Autos zur Überwachung und Begleitung: fünf gebrauchte sowie vier beschlagnahmte Pkw. Der Fuhrpark wurde nach und nach erweitert; 1937 versahen bereits 33 Polizisten als Kraftfahrer Dienst.
Siegbert Lattacher
Quellen: Sechzig Jahre Wr. Sicherheitswache; Chronik der Kraftfahrabteilung
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