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Öffentliche Sicherheit

Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 11-12/2000
 

RUBRIKEN

BÜCHER

Tatort Favoriten

Tatort Favoriten

Nach drei Jahrzehnten als Polizeijurist im einwohnerstärksten Wiener Gemeindebezirk zieht Stadthauptmann Dr. Ludwig Berghammer Bilanz – eine überwiegend positive.
Berghammer, einer der erfahrensten Kriminalisten Wiens, schildert 128 Kriminalfälle und andere polizeilich bedeutsame Ereignisse von 1971 bis 2000. Vom Betrug über Raub bis zum Mord erzählt der erfolgreiche Stadthauptmann die spektakulärsten Fälle der Favoritener Kriminalgeschichte. In die Geschichten sind Anekdoten verpackt und es werden Schicksale geschildert. Das Buch gibt Aufschluss über die Polizeiarbeit und das nicht immer ungetrübte Verhältnis zur Justiz.

Ludwig Berghammer: Tatort Wien-Favoriten – dreißig Jahre Kriminalgeschichte und Kriminalgeschichten aus Wien-Favoriten; Verlag Fun Toy, Wien 2000.

 

Englisch für die Polizei

That is the height! You are unhomely fast drove with your nail-new car. So can that not wider going. We are yes not in the clock-wood! Luckywise is nothing passed! Not out-to-think what passing had can, man knows not …
Wer sich als Polizist in dieser Weise mit einem "Outlander" unterhält, "have it not for worthy befound", sich das Lehrbuch "Englisch für die Polizei" anzuschaffen. Die fünfte, neu bearbeitete Auflage vermittelt Polizeibeamten Beispiele der englischen Sprache für alle beruflichen Situationen. Das Lehrbuch ist praxisorientiert; jedes Kapitel besteht aus Dialogen für die praktische Polizeiarbeit.

Norbert Brauner, Dieter Hamblock, Eva Heinrich, Brunhilde Kißig, Michael Popp, Friedric Schwindt: It`s all part of the job. Englisch für die Polizei, Verlag deutsche Polizeiliteratur, Hilden 2000.

Finanzbetrug

Finanzbetrug

Eine kriminelle Elite schädigt Banken, Kapitalanleger und andere Opfer jährlich um Milliarden Schilling. Dieser Bereich der Betrugskriminalität gegen Banken und im Zusammenhang mit Finanzdienstleistungen spielt sich hauptsächlich im Verborgenen ab; Strafanzeigen werden selten erstattet.
Hofrat i. R. Dr. Manfred Glinig, ehemaliger Leiter der Kriminalpolizeilichen Abteilung der Salzburger Polizei, beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Prävention und Bekämpfung des Finanzbetrugs. 1996 erschien sein in Expertenkreisen vielbeachtetes Werk "Der internationale Finanzbetrug". Die dritte Auflage enthält aktuelle Fälle von Finanzbetrug und neuere Vorgehensweisen der internationalen Betrüger.
Manfred Glinig rechnet mit einem starken Anstieg der Betrugskriminalität in den nächsten Jahren. Deshalb müssten seiner Ansicht nach europaweit die Betrugsbekämpfungsabteilungen der Sicherheitsbehörden ausgebaut werden.

Manfred Glinig, Gerti Glinig (Text): Der internationale Finanzbetrug. 3., erweiterte Auflage. Verband österreichischer Banken & Bankiers, Wien 2000.

 

Paragrafen-Blüten

Paragrafen-Blüten

"Verstorbene können vor dem Verwaltungsgerichtshof nicht mehr als Partei auftreten", befand der Verwaltungsgerichtshof; ebenso entschied das Höchstgericht, dass "Aufwendungen zur Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen … steuerlich nicht abzugsfähig" seien. Diese und viele andere Kuriositäten aus der Welt des Rechts hat Univ.-Prof. Dr. Rudolf Welser, Ordinarius für bürgerliches Recht an der Universität Wien, gesammelt.
"Quatsch wird nicht protokolliert" ist die sechste Sammlung von Stilblüten aus Gerichten und Behörden nach den Bänden "Käsegeruch ist erfahrungsgemäß unangenehm", "Eier können nicht gefangen werden", "Um 10 Schilling Hafer für den Amtsschimmel", "Hunde riechen nicht ums Eck" und "Grammophon ist kein Vorname".
Der Titel der Kuriositätensammlung stammt aus einer Entscheidung des Handelsgerichts Wien. Eine Beklagtenvertreterin hatte den Richter wegen Befangenheit abgelehnt, weil dieser die Formulierung "Quatsch" verwendet hatte. In der Stellungnahme des Gerichts hieß es unter anderem: "Der Richter ist zwar zur Besonnenheit verpflichtet. Er ist aber Mensch und darf menschlich agieren."
Der Band beinhaltet echte Gesetzesstellen und Urteile, über die man schmunzelt wie über das folgende Urteil des Oberlandesgerichts Linz: "Das Trinken von Wein zählt nicht zur Befriedigung lebensnotwendiger Bedürfnisse, weshalb die dabei entstandenen Verletzungen nicht unter Unfallversicherungsschutz stehen."
Auch die Polizei liefert dem Autor immer wieder Stoff: So heißt es in einer Gegenschrift der Bundespolizeidirektion Wien an den UVS Wien aus dem Jahr 1994: "Das Tragen eines Stirnbandes kann nach der Lebenserfahrung nicht dazu führen, einen Menschen mit europiden Gesichtszügen und heller Hautfarbe für einen amerikanischen Ureinwohner zu halten."
Die Illustrationen im Buch stammen von "Ironimus" Gustav Peichl.

Rudolf Welser: "Quatsch wird nicht protokolliert". Erlesenes aus der Welt der Federfuchser und Paragraphenreiter. Orac Verlag, Wien 2000.

 

Kriminalfälle

Kriminalfälle

"I hob sieben Menschen umbrocht, jetzt bringt’s ihr mi um!". Das sollen die letzten Worte des Serienmörders Franz Löcker gewesen sein, der 1949 hingerichtet wurde. Der Gelegenheitsarbeiter aus einem kleinen Ort bei Graz war wegen "meuchlerischen Raubmordes in sechs Fällen, wegen zweifachen Mordversuchs sowie versuchten und vollbrachten Raubes zum Tode durch den Strang" verurteilt worden. Seine Hinrichtung war die letzte in der Steiermark.
Der Journalist und langjährige Kriminalreporter bei der Kleinen Zeitung, Hans Breitegger, schildert 25 große Kriminalfälle in der Steiermark. Beginnend mit einem Massenmord kurz nach Kriegsende, der bis heute nicht geklärt werden konnte, beschreibt Breitegger spektakuläre Morde aus Habgier, Rache, Eifersucht, sexuellen oder anderen Motiven; darunter die auch international Aufsehen erregenden Kriminalfälle Jack Unterweger und Franz Fuchs, die beide in Graz verhandelt wurden.

Hans Breitegger: Die großen Kriminalfälle der Steiermark. Verlag Styria, Graz Wien, Köln 2000.

 

Fremdengesetz

Fremdengesetz

Dr. Wolf Szymanski und Dr. Andrea Jelinek, Rechtsexperten im Innenministerium, haben eine aktualisierte Fassung ihres Werks über das Fremden-, Asyl- und Bosniergesetz herausgegeben. Berücksichtigt sind die Novellen zum Fremdengesetz, die Novelle zum Asylgesetz sowie je zwei Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs zum Asylgesetz und zum Fremdengesetz berücksichtigt.
Die Autoren wollen dem Rechtsanwender mit diesem Buch die Möglichkeit zur raschen Information über den gesamten Rechtsbereich geben.

Andrea Jelinek, Wolf Szymanski: Fremdengesetz 1997, Asylgesetz 1997, Bosniergesetz, 2. Auflage, Verlag Manz, Wien 2000.

 

Sicherheitsjahrbuch

Sicherheitsjahrbuch

Das "Sicherheitsjahrbuch" gilt als Standardwerk der Sicherheitsbranche. Im Oktober ist die neu überarbeitete Ausgabe 2001/2002 erschienen. Auf 800 Seiten findet sich das Wichtigste und Wesentliche aus der Sicherheitsbranche.
Im Basislexikon wurden 156 Stichworte überarbeitet bzw. neu aufgenommen. Die im Basislexikon enthaltenen Begriffe sind im Internet abrufbar und werden dort laufend aktualisiert. Der Käufer erhält ein Passwort, das den freien Zugriff zu diesen Informationen ermöglicht.
Dem Sicherheitsjahrbuch liegt eine CD-ROM bei mit dem Basislexikon, wichtigen Adressen, einer Übersetzungstabelle u.a.m.
Information: www.secumedia.de/sija/muster.htm

Sicherheitsjahrbuch 2001/2002. Secumedia. Ingelheim 2000.

 

Kartellrecht

Der erste Abschnitt des Werks enthält die Änderungen des Kartellrechts durch die Novelle 1999 und liefert eine Einführung in das europäische Kartellrecht. Der zweite Abschnitt enthält Kommentare zum österreichischen Kartellrecht. Im dritten Abschnitt werden zentrale Bestimmungen des europäischen Kartellrechts in aktueller Fassung wiedergegeben. Ein Entscheidungsregister mit über 600 Gerichtsentscheidungen und ein Sachregister erleichtern das Auffinden von Gesetzesstellen und Judikatur.
Ziel des Buchs ist, dem Benützer einen raschen Überblick über die novellierten Vorschriften zu verschaffen. Durch die Wiedergabe der gesamten Gesetzesmaterialien seit 1988 und Berücksichtigung der österreichischen Judikatur soll ein profunder Zugang zum Kartellrecht ermöglicht werden.

Johannes Reich-Rohrwig, Jörg Zehetner: Kartellrecht, Band I, Linde Verlag, 2000 Wien.

 

Gewaltschutzgesetz

Übersichtlich und informativ wird ein sensibles Thema sachlich beleuchtet. Das Thema Gewalt wird anhand von Fallbeispielen, Tabellen, Analysen und Kommentaren beleuchtet – unter besonderer Berücksichtigung der Funktion der Sicherheitsexekutive.
Die Autoren: Dr. Albin Dearing leitet die Rechtsabteilung im Innenministerium und ist der Menschenrechtsbeauftragte des Ministeriums; Dr. Birgitt Haller arbeitet im Institut für Konfliktforschung.
W.P.

Albin Dearing, Birgitt Haller: Das österreichische Gewaltschutzgesetz, Verlag Österreich, Wien 2000.

BM.I Bundesministerium für Inneres, Postfach 100, A-1014 Wien,Telefon: +43-(0)1-53126-2307 |  Kontakt

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