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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 7-8/2000
Zum 24. Mal seit 1977 ehrten die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und die Niederösterreichische Versicherung Menschen, die sich durch besondere Leistung um die Sicherheit des Landes und durch Zivilcourage hervorgetan haben. Es ist beruhigend zu wissen, dass es in Niederösterreich Menschen gibt, die jederzeit bereit sind, zu helfen, wenn ihre Hilfe gebraucht wird", sagte der Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, Herbert Fichta, bei der Verleihung des niederösterreichischen Sicherheitsverdienstpreises 1999 am 5. Juni 2000 im Raiffeisenhaus in Wien. "Sicherheit ist aber kein alleiniges Thema der öffentlichen Hand und der Exekutive. Sicherheit geht uns alle an. Wir alle sind verpflichtet und aufgefordert, unseren Beitrag dazu zu leisten", betonte RLB NÖ-Wien-Direktor Mag. Walter Grün.Den Sicherheitsverdienstpreis 1999 erhielten:
Sechs Tiroler wurden vom Kuratorium Sicheres Österreich für besondere Zivilcourage ausgezeichnet.Sicherheit ist ein wertvolles Gut. Nur mit Unterstützung der Bürger kann die Exekutive den besonders hohen Sicherheitslevel halten und noch weiter verbessern", sagte der Generaldirektor der Tiroler Sparkasse, Dr. Ernst Wunderbaldinger, bei einer Veranstaltung der Landesgruppe Tirol des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ) am 28. April 2000 im Sparkassensaal in Innsbruck, bei der eine Frau und fünf Männer für ihre besondere Umsicht und Courage ausgezeichnet wurden."Wie fein und zerbrechlich das Dienstleistungsgut Sicherheit für die Bevölkerung ist, merkt man erst, wenn es gefährdet ist", sagte Innenminister Ernst Strasser. "Es ist eine sehr sensible Dienstleistung, die wir für die Republik und die Bevölkerung leisten. Wir müssen alle darauf achten, dass wir bei der Sicherheit eine Insel der Seligen bleiben." Dr. Hans Ebenbichler (Sicherheitsdirektion Tirol) betonte, dass es nicht darum gehe, falsches Heldentum mit erhöhtem Risiko für die Betroffenen zu fördern, sondern Menschen zu ehren, die nicht wegschauen. Geehrt wurden folgende sechs Menschen, die sich als Zeugen und Opfer von Straftaten besonnen und couragiert verhalten haben:
Den Eucusa-Award für den "Aufsteiger des Jahres" erhielt heuer die Exekutive verliehen. Besondere Leistungen verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit" – unter diesem Motto stand die diesjährige Verleihung der Eucusa-Trophy an die kundenfreundlichsten Unternehmen und bürgerfreundlichsten Gemeinden. Dieser Preis wurde von der 1997 gegründeten Vereinigung zur Förderung der Kundenzufriedenheit (European Costumer Satisfaction Association) ins Leben gerufen. Er wird an Unternehmen und Gemeinden verliehen, die sich durch besondere Kundenfreundlichkeit und Bürgernähe auszeichnen. Vergeben wurden die Auszeichnung an jene Unternehmen, die bei einer umfassenden Kundenzufriedenheits-Studie nach dem Eucusa-Modell in der jeweiligen, nach Anzahl der Mitarbeiter gestaffelten, Kategorie die besten Werte erzielt haben. Erstmals wurden heuer die erfolgreichsten Unternehmen des Österreichischen Kundenbarometers ausgezeichnet. Hier hat die Exekutive im Vergleich zur im Vorjahr gelaufenen Untersuchung ausgezeichnete Werte erreicht. Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum nahm stellvertretend für die Mitarbeiter der Polizei und Gendarmerie den Preis entgegen und bedankte sich bei den Mitarbeitern: "Für uns ist die Verleihung dieser Auszeichnung ein Ansporn, unsere Arbeit weiter professionell zu leisten, die Regeln des Rechtsstaats einzuhalten, dabei aber nicht auf die Verhältnismäßigkeit unseres Vorgehens zu vergessen und so einen Beitrag für die Lebensqualität der Menschen in Österreich zu leisten: Denn Sicherheit bedeutet Lebensqualität."R. G.
Dienstführende Beamte der Wiener Sicherheitswache haben ihre Position als Führungskräfte neu definiert. Eine Projektgruppe, bestehend aus leitenden und dienstführenden Sicherheitswachebeamten, hat ein Anforderungsprofil für die "Manager der mittleren Ebene" erarbeitet. Schwerpunkte waren: Führung der Mitarbeiter, Verantwortung, Kritikfähigkeit, effiziente Kommunikation, Entscheidungsfähigkeit und -freude, Fachkompetenz, Vorbild, Loyalität. Die derzeitige Wachverhaltung soll überarbeitet werden – unter Berücksichtigung von mehr Eigenverantwortung und der übertragenen Aufgaben (Kommissariat neu). Die "Wachverhaltung" wird durch "Richtlinien für die Dienstversehung der Wiener Sicherheitswache" ersetzt. Die Anordnung gewisser Überstunden sowie bestimmte Genehmigungen sollen auf der E2a-Ebene erfolgen. Karlheinz Dudek
Die elektronische Revolution schreitet voran, immer neue, schnellere Techniken werden eingesetzt, ohne dass Sicherheitsmaßnahmen bzw. Sicherheitsstrukturen geschaffen worden sind. Das birgt vielfältige Gefahren. E-Government ist die öffentliche Verwaltung per Mausklick. Formulare sollen im Internet ausgefüllt und an die Behörden abgeschickt werden können. Die Themen E-Government und Internet-Kriminalität standen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Innenminister Dr. Ernst Strasser und Microsoft-Chef Steve Ballmer am 6. Juni 2000 in Wien. Innenminister Ernst Strasser betonte, dass die "Dienstleistung Sicherheit" über das Datennetz verbessert werde. Den Bürgern werde ein sofortiger Zugang zur Sicherheitsverwaltung ermöglicht. Auch innerhalb der Exekutive soll rasch auf die erforderlichen Daten zugegriffen werden können. Gleichzeitig soll ein hohes Maß an Datensicherheit vorhanden sein. Steve Ballmer bot Unterstützung durch Microsoft bei der Schulung an, etwa bei der Datenauswertung und bei Ermittlungen in Fällen von Internetkriminalität. Das BMI gehört zu den wichtigsten Kunden von Microsoft Österreich.
17 Prozent der Niederösterreicher (19 Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen) sind schon einmal Opfer einer Straftat geworden. Das ergab eine Umfrage des market-Instituts 1999 in Niederösterreich im Auftrag des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes. In 40 Prozent der Fälle waren es Diebstähle, gefolgt von Kfz-Einbruch und Trickdiebstahl (je 13 Prozent), Betrug (10 %), Einbruch (9 %) und Körperverletzung (6 %). 22 Prozent der Befragten gaben an, dass ein enger Bekannter oder Verwandter Opfer eines Kriminaldelikts geworden sei.
Vom 25. Mai bis 23. Juni fand die erste österreichweite Kindersicherheits-Olympiade des Zivilschutzverbandes statt. Volksschüler lernten auf spielerische Weise das richtige Verhalten bei Gefahren. Mit dem Entzünden des "olympischen Feuers" eröffneten am 23. Mai 2000 Innenminister Dr. Ernst Strasser und der Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes (ÖZSV), Anton Gaal im Innenministerium die Safety tour 2000. "Kinder sind die wichtigste Investition in die Zukunft. Sie können den Menschen lebenswichtige Themen oft besser vermitteln als wir Erwachsene", sagte Strasser. "Die Kindersicherheits-Olympiade ist eine Möglichkeit, mit nicht leichten Sicherheitsthemen bereits an Volksschüler und damit auch verstärkt an Erwachsene heranzukommen." Die Sicherheits-Olympiade für Schüler der vierten Volksschulklassen setzte sich aus vier Einzelbewerben zusammen, bei denen die Volksschüler ihr theoretisches Wissen testeten und ihr Verhalten in Notsituationen übten. Die Idee dazu wurde vor drei Jahren in Kärnten geboren, wo der Zivilschutzverband ein Lernkonzept für Volksschüler erstellte, mit dem den Kindern spielend Sicherheitswissen vermittelt wurde. Partner der Safety tour 2000 ist Confetti TiVi des ORF; Hauptsponsor ist die Wiener Städtische Versicherung. Die Kindersicherheitsolympiade, an der mehr als 60.000 Volksschulkinder teilnahmen, wird voraussichtlich im nächsten Jahr wiederholt.
Polizist Theo Kelz, Opfer einer Sprengfalle von Franz Fuchs, hat einen Hilfsfond für Exekutivbeamte gegründet, die im Dienst Opfer eines Vebrechens geworden sind. Kelz-Hilfswerk für Exekutivbeamte, Spendenkonto: Raiffeisenkasse St. Urban, Bankleitzahl: 39505, Kontonummer: 9514.
Eine Ehrentafel mit den Namen aller 187 Kriminalbeamten, die seit 1945 auf dem Bezirkspolizeikommissariat Wien-Innere Stadt Dienst versahen, enthüllten Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl und Bezirksvorsteher Dr. Richard Schmitz am 6. Juni 2000 in der Kriminalbeamtenabteilung am Deutschmeisterplatz. Die Idee stammte von den Kriminalbeamten Herbert Halmer und Albert Maschler. Die Kriminalisten erstellten auch eine Broschüre mit den Namen aller Beamten sowie über die Geschichte der Kriminalbeamtenabteilung im ersten Wiener Gemeindebezirk. Die Broschüre ist in der Kriminalbeamtenabteilung des BPK-Innere Stadt erhältlich.
Vom 20. bis 22. September 2000 findet in Innsbruck der 8. ÖBV-Biathlon für Sondereinsatzgruppen statt. Dieser traditionelle Vergleichskampf innerhalb der Polizei- und Gendarmeriesondereinheiten wird von der Österreichischen Beamtenversicherung (ÖBV) und vom Innenministerium unterstützt. Der Wettbewerb ist auf die hohen Leistungsanforderungen der Sondereinsatzgruppen abgestimmt. Information: Markus Götz, MEK-Innsbruck, Telefon: (0512) 5900-5560, 0664-2501380
Seit 150 Jahren, seit Juli 1850, besteht der Gendarmerieposten in Hermagor; am 19. Mai 2000 wurde das neue Sicherheitszentrum von Innenminister Dr. Ernst Strasser und dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Dr. Erik Buxbaum offiziell eröffnet. Im Sicherheitszentrum sind der Gendarmerieposten, das Bezirksgendarmeriekommando und die Bezirksleitzentrale Hermagor untergebracht.
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