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Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 06/2000
"Wer keine Erinnerung hat, hat auch keine Zukunft." Unter diesem Motto stand die Befreiungsfeier am 7. Mai 2000 im ehemaligen NS-Konzentrationslager Mauthausen. Die Wiener Philharmoniker, dirigiert von Sir Simon Rattle, und der Wiener Singverein führten im Steinbruch Beethovens neunte Symphonie auf. Im Konzentrationslager Mauthausen und in seinen fast 50 Nebenlagern wurden zwischen 1938 und 1945 mehr als 195.000 Frauen und Männer gefangen gehalten. 105.000 wurden ermordet oder starben an den Qualen des Lagerlebens. Anfang Mai 1945 wurden die Überlebenden von US-Truppen befreit. Seit 1948 wird im öffentlichen Denkmal und Museum Mauthausen jedes Jahr mit einer Veranstaltung dieser Befreiung gedacht.
Bei einer telefonischen Befragung von 500 Personen Anfang April durch das market-Institut beurteilten 54 Prozent die Eindämmung der Kriminalität als sehr wichtige Aufgabe für die Bundesregierung. Wichtiger als die Verbrechensbekämpfung hielten die Befragten nur die Sicherung der Pensionen (66 %) und die Wahrung der Neutralität (57 %); erst an fünfter Stelle lag der Wunsch nach Abbau von Privilegien in Politik und Verwaltung (53 %), gefolgt vom Abbau des Budgetdefizits (52 %) und der Bürokratie in der Verwaltung (46 %) sowie der Reform des Gesundheitssystems (37 %). Die Regierungsarbeit wurde als befriedigend beurteilt, mit der Durchschnittsnote 3,3 auf einer Skala von 1 bis 5. Innenminister Dr. Ernst Strasser erhielt nach Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner die beste Note (2,28).
Wiens Polizeipräsident Dr. Peter Stiedl und Generalinspektor Franz Schnabl bedankten sich am 12. April 2000 bei einer Feier in der Wiener Polizeidirektion bei allen Sponsoren und Personen, die an der Aufstellung des Mahn- und Gedenkbildes in der Polizeidirektion mitgewirkt haben. Finanzielle Unterstützung kam von der Casino Austria AG, der Oesterreichischen Nationalbank und von den Österreichischen Lotterien.
Die Probleme bei der verspäteten Auszahlung der Vergütung für Mehrdienstleistungen bei der Gendarmerie sind behoben. Anfang des Jahres war es zu Verzögerungen bei der Überweisung von Zulagen und Nebengebühren gekommen. Nach einem Gespräch zwischen dem Gendarmeriezentralkommandanten Oskar Strohmeyer und Innenminister Dr. Ernst Strasser Anfang Mai und darauf folgenden Urgenzen im Finanzministerium konnte eine zusätzliche Dotation für Mehrleistungsvergütungen erreicht werden. Die Gründe für die verspätete Auszahlung lagen an der strikten Vorgabe des Budgetprovisoriums, an umfangreichen Jahresabschlussarbeiten der Buchhaltung und an technischen Problemen.
"Zwischen Gefahr und Berufung" lautet das Motto der Gendarmerieausstellung auf der Burg Werfen in Salzburg. Schwerpunkt ist der Bombenterror in Österreich. Die Ausstellung ist bis November geöffnet. Information: Telefon 06468-5388, Internet: www.salzburg.com/tourismus/werfen
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