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Öffentliche Sicherheit

Das Magazin des Innenministeriums, Nr. 5/2000
 

Rubriken

GENDARMERIE - Direkter Draht

Chefinspektor L., Kommandant eines Gendarmeriepostens in Kärnten, hat ein Problem. Deshalb wollte er als einer der ersten Gendarmen die Möglichkeit nutzen, über die neu eingerichtete Hotline mit Gendarmeriegeneral Oskar Strohmeyer zu sprechen. Am 4. April rief er kurz nach 16 Uhr die Wiener Nummer 53721-90 1111 an – und konnte nicht nur mit dem Chef der österreichischen Bundesgendarmerie telefonieren sondern auch mit Innenminister Dr. Ernst Strasser. Denn der Ressortchef kam an diesem Tag zur Freischaltung der Hotline ins Gendarmeriezentralkommando. Mehr als vierzig Kolleginnen und Kollegen konnten in den ersten drei Stunden ihre Wünsche und Anliegen dem Gendarmeriegeneral mitteilen – großteils persönliche Anliegen wie Versetzungswünsche. Viele machten Verbesserungsvorschläge oder riefen an, um zur Hotline-Möglichkeit zu gratulieren. Oskar Strohmeyer löste die Anliegen entweder sofort oder sicherte zu, sie zu überprüfen und in den folgenden Tagen zurückzurufen. Die von einigen Beamten geäußerte Angst, die Hotline könnte zum "Querulanten-Forum" werden, bewahrheitete sich nicht. Vielmehr riefen vor allem Kollegen an, für die der Beruf nicht nur Job, sondern wesentlicher Lebensinhalt ist.
G.H.

Hotline zu Gendarmeriegeneral Oskar Strohmeyer: Telefon (01) 53721-90 1111 (jeden ersten Dienstag im Monat von 16 bis 19 Uhr)

 

POLIZEIWELTSPIELE - Drei Goldene für H. Schiestl

Hermann Schiestl (Gendarmerieeinsatzkommando) war der erfolgreichste Schifahrer bei den diesjährigen Polizeiweltspielen in den USA. Er gewann in der Rennklasse A den Riesentorlauf, den Super-G und den Slalom. Zwei weitere Angehörige des GEK-Schiteams fuhren ebenfalls an die Spitze: Johann Stocker gewann in der Rennklasse B eine Goldmedaille im Riesenslalom, Silber im Super-G und zwei Bronzemedaillen (Slalom und Parallelslalom). Jörg Hirschberger errang in der Klasse Master A Gold im Riesentorlauf und in der Rennklasse A Bronze im Super-G. Insgesamt fuhr das GEK-Team mit neun Medaillen nach Hause, fünfmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. Die Bewerbe wurden vom 28. Februar bis 2. März in den kalifornischen Schiorten Squaw Valley (Qualifikationsrennen) und Northstar (Riesentorlauf und Super-G) sowie in Mount Rose, Nevada (Slalom und Parallel-Slalom) ausgetragen. An den 15. Polizeiweltspielen nahmen 550 Sportler teil, darunter 18 Exekutivbeamte aus Österreich, und zwar vom Gendarmerieeinsatzkommando, von den LGK Kärnten, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sowie von der Bundespolizeidirektion Klagenfurt und der Sicherheitsdirektion Kärnten.
J.H.

 

SPECIAL OLYMPICS - Sport als Therapie

Das internationale Sportprogramm Special Olympics bietet Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten an für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Erwachsene. Das Ziel ist es auch, die Öffentlichkeit verstärkt für die Probleme geistig behinderter Menschen zu sensibilisieren. Polizisten und Gendarmen unterstützen Special Olympics Österreich (SOÖ) seit 1993. Mit Veranstaltungen und dem Verkauf von T-Shirts brachten die Exekutivbeamten bisher vier Millionen Schilling für den Behindertensport auf. Mitarbeiter von "Exekutive für Special Olympics Österreich" besuchten am 28. März 2000 Innenminister Dr. Ernst Strasser.

 

BUNDESGENDARMERIE - Tätigkeitsbericht 1999

Erfolgreiche Arbeit der Bundesgendarmerie: Im vergangenen Jahr bearbeiteten die Beamten 237.203 Vergehen und 20.662 Verbrechen. Das ist etwas mehr als die Hälfte aller bekannt gewordenen Straftaten in Österreich. Knapp die Hälfte der Verbrechen und zwei Drittel der Vergehen wurden geklärt. 121.971 Personen wurden den Gerichten und Staatsanwaltschaften angezeigt, 10.626 davon wegen Verbrechen und 111.345 wegen Vergehen. Die Gendarmen versahen 9,9 Millionen Stunden Streifendienst mit den Dienstwagen und 844.000 Stunden zu Fuß. 32.740 Tätigkeiten erfolgten im Rahmen der ersten allgemeinen Hilfeleistungspflicht nach dem SPG; es gab 15.637 Streitschlichtungen und 2.146 Wegweisungen im Sinne des § 38 SPG nach Gewaltfällen in der Familie. Bei Amtshandlungen mit aggressiven Menschen mussten die Gendarmen in 751 Fällen Zwangsbefugnisse nach dem Waffengesetz ausüben. 125-mal wurden Pfefferspray oder andere reizauslösende Mittel verwendet. In fünf Fällen musste die Schusswaffe eingesetzt werden; dabei wurde niemand getötet.

 

SOZIALES - Beamte helfen

Innenminister Dr. Ernst Strasser verabschiedete Anfang April auf dem Ballhausplatz in Wien einen Transport mit Hilfsgütern nach Novisad. Es war der 282. vom KSÖ-Sozialbeauftragten Walter Hamböck und seiner Initiative "Beamte helfen" organisierte Transport. Die Ladung besteht aus medizinischen Geräten und anderen Hilfsgütern für Spitäler, Kinderheimen und Behindertenbetreuungsstätten. Walter Hamböck organisiert Hilfsaktionen seit der Ungarnkrise 1956.

 

BGK KLOSTERNEUBURG - Bilder einer Ausstellung

Vier Innenminister kamen am 5. April 2000 zur Eröffnung einer Fotoausstellung am Bezirksgendarmeriekommando Wien-Umgebung in Klosterneuburg (Niederösterreich). Franz Olah, der vor kurzem seinen 90. Geburtstag feierte, Dr. h. c. Karl Blecha, Dr. Franz Löschnak und Dr. Ernst Strasser besichtigten Bilder des Pressefotografen Peter Schaffer ("Kurier"). Schaffer hatte anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Gendarmeriepostens Klosterneuburg die Arbeit der Beamtinnen und Beamten mit der Kamera begleitet.

 

EXEKUTIVSPORT - 50 Jahre GSV Vorarlberg

Der Gendarmeriesportverein Vorarlberg feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einem Riesentorlauf, einem Parallelslalom und einem spektakulären "Hornerschlitten"-Rennen im Kleinwalsertal. Helmut Lau wurde Gesamtsieger bei den alpinen Bewerben; die "Walser Devils 1" gewannen das Schlittenrennen, an dem 20 Teams teilnahmen. Unter den Ehrengästen befand sich Innenminister Dr. Ernst Strasser.
M.A.

 

VORARLBERG - Ohne Grenzen

Über Initiative des Bezirksgendarmeriekommandos Bregenz besuchten kürzlich elf Beamte der Polizeiinspektion Lindau das Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg. Die deutschen Verkehrspolizisten informierten sich über die Organisation der Gendarmerie, die Verkehrsbestimmungen in Österreich und über die Ausbildung in der Gendarmerieschule in Gisingen. Auf dem Programm des informellen Treffens stand der Besuch des modernsten Exekutivschießstandes Österreichs in Koblach.
M.A.

 

BURG WERFEN - Gendarmerieausstellung

"Zwischen Gefahr und Berufung" lautet das Motto der Gendarmerieausstellung auf der Burg Werfen in Salzburg. Diesjähriger Schwerpunkt ist der Terror durch die Brief- und Rohbomben in Österreich. Die Ausstellung ist bis November geöffnet. Information: Tourismusverband 5450 Werfen, Telefon 06468-5388, Fax 06468-7562, Internet: www.salzburg.com/tourismus/werfen

BM.I Bundesministerium für Inneres, Postfach 100, A-1014 Wien,Telefon: +43-(0)1-53126-2307 |  Kontakt

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