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Niederlassung und Aufenthalt

Das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) regelt die Erteilung, Versagung und Entziehung von Aufenthaltstiteln von Fremden, die sich länger als sechs Monate im Bundesgebiet aufhalten oder aufhalten wollen, sowie die Dokumentation des gemeinschaftsrechtlichen Aufenthaltsrechts. Aufenthalte bis zu sechs Monaten richten sich nach den Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes (FPG).

Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von help.gv.at  Externer Link sowie im Informationsportal der EU zum Thema Zuwanderung  Externer Link.


Aufenthaltstitel:

  • "Aufenthaltsbewilligung" (vorübergehender befristeter Aufenthalt)
  • "Rot-Weiß-Rot – Karte" (befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang)
  • "Rot-Weiß-Rot – Karte plus" (befristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang)
  • "Blaue Karte EU" (befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang)
  • "Niederlassungsbewilligung" (befristete Niederlassung mit beschränktem Arbeitsmarktzugang)
  • "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit" (befristete Niederlassung ohne Arbeitsmarktzugang)
  • "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger" (befristete Niederlassung ohne Arbeitsmarktzugang)
  • Aufenthaltstitel "Familienangehöriger" (befristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang)
  • "Daueraufenthalt – EU" (unbefristete Niederlassung mit unbeschränktem Arbeitsmarktzugang)

Alle Aufenthaltstitel werden in Kartenform ausgestellt.

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Erstantrag

Erstanträge auf Erteilung eines Aufenthaltstitels sind grundsätzlich vor der Einreise nach Österreich vom Ausland aus, persönlich, einzubringen.

Im Antrag ist der Grund des Aufenthaltes bekannt zu geben und genau zu bezeichnen.
Unzulässig sind Anträge aus denen sich verschiedene Aufenthaltszwecke ergeben, das gleichzeitige Stellen mehrerer Anträge und das Stellen weiterer Anträge, solange ein Verfahren anhängig ist.

Das Vorliegen der erforderlichen Berechtigungen ist nachzuweisen.

Gewisse Personengruppen können auch Erstanträge im Inland stellen:

  • Familienangehörige von Österreichern, EWR-Bürgern und Schweizer Bürgern, die in Österreich dauernd wohnhaft sind und nicht ihr unionsrechtliches oder das ihnen auf Grund des Freizügigkeitsabkommens EG-Schweiz zukommende Aufenthaltsrecht von mehr als drei Monaten in Anspruch genommen haben, nach rechtmäßiger Einreise während ihres rechtmäßigen Aufenthalts,
  • Fremde, bis längstens sechs Monate nach Ende ihrer rechtmäßigen Niederlassung, wenn sie für die Niederlassung keine Bewilligung oder Dokumentation nach dem NAG benötigt haben,
  • Fremde bis längstens sechs Monate nach Verlust der österreichischen Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines EWR-Landes oder der Schweiz ,
  • Kinder binnen sechs Monaten ab der Geburt, wenn die Mutter einen gültigen Aufenthaltstitel hat,
  • Fremde, die zur visumfreien Einreise berechtigt sind, während ihres erlaubten visumfreien Aufenthalts,
  • Fremde, die eine Aufenthaltsbewilligung als Forscherin oder Forscher beantragen und deren Familienangehörige,
  • Inhaber eines Visums zum Zweck der Arbeitssuche (§ 24a FPG), die eine "Rot-Weiß-Rot – Karte" gem. § 41 Abs. 1 NAG (d.h. als "Besonders Hochqualifizierter") beantragen und
  • Absolventen eines inländischen Studiums, die eine "Rot-Weiß-Rot - Karte" beantragen, während ihres rechtmäßigen Aufenthalts mit einer Bestätigung nach § 64 Abs. 4 NAG.

Hinweis:
Eine Inlandsantragstellung schafft kein über den erlaubten visumfreien oder visumpflichtigen Aufenthalt hinausgehendes Bleiberecht. Nach Ablauf des erlaubten visumfreien oder visumpflichtigen Aufenthalts ist somit die Ausreise erforderlich und das Verfahren im Ausland abzuwarten.

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Verlängerungsanträge

Verlängerungsanträge sind bei der örtlich zuständigen Behörde im Inland vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des zuletzt erteilten Aufenthaltstitels, frühestens jedoch 3 Monate vor diesem Zeitpunkt, einzubringen. Danach gelten Anträge als Erstanträge (§ 24 Abs. 1 NAG). Über die rechtzeitige Antragstellung kann auf begründeten Antrag eine einmalige Bestätigung im Reisedokument angebracht werden (bis zu drei Monate gültig).
Diese Bestätigung berechtigt zur visumfreien Einreise nach Österreich.
Nach Stellung eines Verlängerungsantrages ist der Antragsteller weiterhin rechtmäßig im Bundesgebiet aufhältig.

Zuständige Behörde: Der Landeshauptmann beziehungsweise die von ihm ermächtigten Behörden (Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate).

Information zur Behördenzuständigkeit Erst- und Verlängerungsantrag (pdf Logo 72 kB)

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Nachweis von Deutschkenntnissen ("Deutsch vor Zuwanderung")

Nach § 21a NAG haben Drittstaatsangehörige mit der erstmaligen Stellung eines Antrages auf Erteilung eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot – Karte plus", "Familienangehöriger", "Niederlassungsbewilligung", "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit" oder "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger" Kenntnisse der deutschen Sprache auf A1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachzuweisen. Bei den erforderlichen Kenntnissen handelt es sich um elementare Deutschkenntnisse auf einfachstem Niveau.

Der Nachweis von Deutschkenntnissen nach § 21a NAG kann erfolgen:

  • durch ein allgemein anerkanntes Sprachdiplom oder Kurszeugnis von folgenden Einrichtungen:
    • Österreichisches Sprachdiplom Deutsch,
    • Goethe-Institut e.V.,
    • Telc GmbH oder
    • Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF).
  • durch ein allgemein anerkanntes Sprachdiplom oder Kurszeugnis einer Einrichtung, welche durch Verordnung des Bundesministers für auswärtige und europäische Angelegenheiten für den örtlichen Wirkungsbereich einer österreichischen Berufsvertretungsbehörde im Ausland bestimmt und durch Anschlag an der Amtstafel der jeweiligen Berufsvertretungsbehörde kundgemacht wurde oder
  • bei Vorliegen der Voraussetzungen zur Erfüllung des Moduls 1 oder 2 der Integrationsvereinbarung (d.h. Kenntnisse der deutschen Sprache auf A2 oder B1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen).

Das Sprachdiplom oder das Kurszeugnis darf zum Zeitpunkt der Vorlage nicht älter als ein Jahr sein.


Der Nachweis gemäß § 21a NAG muss nicht erbracht werden von

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung unmündig sind,
  • Personen, denen auf Grund ihres physischen oder psychischen Gesundheitszustandes die Erbringung des Nachweises nicht zugemutet werden kann; dies hat der Drittstaatsangehörige durch ein amtsärztliches Gutachten oder ein Gutachten eines Vertrauensarztes einer österreichischen Berufsvertretungsbehörde nachzuweisen, oder
  • Familienangehörigen von Inhabern eines Aufenthaltstitels "Rot-Weiß-Rot – Karte" gem. § 41 Abs. 1 NAG (d.h. von "Besonders Hochqualifizierten"), von Inhabern eines Aufenthaltstitels "Blaue Karte EU" oder von Inhabern eines Aufenthaltstitels "Daueraufenthalt - EU". Letztere nur sofern die/der Zusammenführende ursprünglich einen Aufenthaltstitel "Blaue Karte EU" innehatte.

Personen, deren Aufenthaltstitelverfahren bereits am 30. Juni 2011 anhängig waren, müssen vor der Zuwanderung keine Deutschkenntnisse nachweisen.

Die Behörde kann auf begründeten Antrag eines Drittstaatsangehörigen von einem Nachweis nach Abs. 1 absehen:

  • im Fall eines unbegleiteten Minderjährigen (§ 2 Abs. 1 Z 17 NAG) zur Wahrung des    Kindeswohls, oder
  • zur Aufrechterhaltung des Privat- und Familienlebens im Sinne des Art. 8 EMRK  (§ 11 Abs. 3 NAG).

Die Stellung eines solchen Antrages ist nur bis zur Erlassung des Bescheides zulässig.

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Integrationsvereinbarung

Die Integrationsvereinbarung (IV) dient der Integration rechtmäßig im Bundesgebiet niedergelassener Fremder. Sie bezweckt den Erwerb von vertieften Kenntnissen der deutschen Sprache, insbesondere der Fähigkeit des Lesens und Schreibens, um den Drittstaatsangehörigen zur Teilnahme am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in Österreich zu befähigen.

Die Integrationsvereinbarung setzt sich aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen zusammen. Verpflichtend zu erfüllen ist mit der Erteilung bestimmter Aufenthaltstitel nur das Modul 1.

Modul 2 ist nicht verpflichtend zu erfüllen, jedoch Voraussetzung für den Erhalt eines Daueraufenthaltsrechts ("Daueraufenthalt – EU") sowie der Staatsbürgerschaft.

Modul 1:

Modul 1 dient dem Erwerb von Kenntnissen der deutschen Sprache zur vertieften elementaren Sprachverwendung (d.h. Deutschkenntnisse auf A2-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen).

Drittstaatsangehörige sind mit erstmaliger Erteilung einer der folgenden Aufenthaltstitel zur Erfüllung von Modul 1 verpflichtet:

  • "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"
  • "Niederlassungsbewilligung"
  • "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit"
  • "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger"
  • "Familienangehöriger"

Die Erfüllungspflicht beginnt mit der erstmaligen Erteilung des Aufenthaltstitels und beträgt zwei Jahre.

Folgende Personengruppen sind von der Pflicht zur Erfüllung des Moduls 1 der Integrationsvereinbarung ausgenommen:

  1. Drittstaatsangehörige, die zum Zeitpunkt der Erfüllungspflicht unmündig sind:
    Davon sind Minderjährige bis zum 14. Lebensjahr betroffen, die nach zwei Jahren, nachdem der Aufenthaltstitel erteilt wurde, noch unmündig sein werden.
  2. Drittstaatsangehörige in schlechtem Gesundheitszustand:
    Bei Berufung auf den schlechten psychischen oder physischen Gesundheitszustand ist ein amtsärztliches Gutachten vorzulegen.
  3. Drittstaatsangehörige, die schriftlich erklären, dass sie sich nicht länger als 12 Monate innerhalb von 24 Monaten in Österreich aufhalten werden:
    Diese Erklärung beinhaltet gleichzeitig den Verzicht auf Stellung eines Verlängerungsantrags.

Auf Antrag kann den Betreffenden unter Bedachtnahme auf ihre persönlichen Lebensumstände zur Erfüllung des Moduls 1 der IV ein Aufschub für jeweils zwölf Monate gewährt werden.

Das Modul 1 ist unter folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  • Besuch eines Deutsch–Integrationskurses und Nachweis des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) über erfolgreichen Abschluss (erfolgt auf A2–Niveau bei einem vom ÖIF zertifizierten Institut  Externer Link,
  • allgemein anerkannter Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse;
    insbesondere von folgenden Einrichtungen:
    • Österreichisches Sprachdiplom Deutsch,
    • Goethe-Institut e.V. oder
    • Telc GmbH.

Als Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse zur Erfüllung des Moduls 1 der IV gelten auch Zeugnisse des ÖIF nach erfolgreichem Abschluss einer Prüfung auf A2-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen;

  • Schulabschluss, der der allgemeinen Universitätsreife im Sinne des § 64 Abs. 1 Universitätsgesetz 2002, BGBl. I. Nr. 120 oder einem Abschluss in einer berufsbildenden mittleren Schule entspricht,
  • Erfüllung des Moduls 2.

Bei bestimmten Familienangehörigen ersetzt der Bund 50 % der Kosten eines Deutsch-Integrationskurses bis zum Höchstsatz von € 750, sofern dieser innerhalb von 18 Monaten ab Beginn der Erfüllungspflicht erfolgreich abgeschlossen wurde.

Modul 2:

Modul 2 dient dem Erwerb von Kenntnissen der deutschen Sprache zur vertieften selbständigen Sprachverwendung (d.h. Deutschkenntnisse auf B1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen).

Drittstaatsangehörige, die einen Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt – EU" anstreben, müssen mit der Stellung des Antrages Modul 2 der IV erfüllt haben.

Es besteht somit keine generelle Pflicht zur Erfüllung von Modul 2 für Inhaber von Aufenthaltstiteln und auch keine Sanktionen im Falle der Nichterfüllung, ein Daueraufenthaltsrecht und die Staatsbürgerschaft können allerdings nur bei Erfüllung von Modul 2 erworben werden.

Folgende Personengruppen sind von der Pflicht zur Erfüllung des Moduls 2 der Integrationsvereinbarung ausgenommen:

  1. Minderjährige Drittstaatsangehörige, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch nicht der allgemeinen Schulpflicht unterliegen:
    Gemäß § 2 Schulpflichtgesetz beginnt die allgemeine Schulpflicht mit dem auf die Vollendung des sechsten Lebensjahres folgenden 1. September,
  2. Drittstaatsangehörige in dauerhaft schlechtem Gesundheitszustand:
    Bei Berufung auf den dauerhaft schlechten psychischen oder physischen Gesundheitszustand ist ein amtsärztliches Gutachten vorzulegen.

Die Modul 2 ist unter folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  1. Nachweis des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) über ausreichende Deutschkenntnisse,
  2. allgemein anerkannter Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse; insbesondere von folgenden Einrichtungen:
    • Österreichisches Sprachdiplom Deutsch,
    • Goethe-Institut e.V. oder
    • Telc GmbH.

      Als Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse zur Erfüllung des Moduls 2 der IV gelten auch Zeugnisse des ÖIF nach erfolgreichem Abschluss einer Prüfung auf B1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
  3. Minderjährigkeit und Besuch einer Primarschule im Rahmen der Schulpflicht,
  4. Minderjährigkeit und Besuch einer Sekundarschule mit positivem Abschluss des Unterrichtsfachs "Deutsch" im zuletzt ausgestellten Jahreszeugnis oder der zuletzt ausgestellten Schulnachricht;
  5. Nachweis eines mindestens fünfjährigen Besuchs einer Pflichtschule in Österreich mit positivem Abschluss des Unterrichtsfachs "Deutsch" oder positiver Abschluss des Unterrichtsfachs "Deutsch" auf dem Niveau der 9. Schulstufe,
  6. Nachweis eines positiven Abschlusses des Unterrichtsfachs "Deutsch" an einer ausländischen Schule, in der "Deutsch" als Unterrichtsfach zumindest auf dem Niveau der 9. Schulstufe einer österreichischen Pflichtschule gelehrt wird oder
  7. Lehrabschlussprüfung gemäß dem Berufsausbildungsgesetz.

Hinweis: Wenn die Anforderungen des Moduls 2 erfüllt sind, ist auch Modul 1 erfüllt.

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Aufenthaltsbewilligungen

Zwecke:

  • Rotationsarbeitskraft
  • Betriebsentsandter
  • Selbständiger
  • Künstler
  • Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit
  • Schüler
  • Studierender
  • Sozialdienstleistender
  • Forscher
  • Familiengemeinschaft

Mitzubringende Dokumente:

Eine Auflistung der vorzulegenden Dokumente finden Sie in der NAG-DV.

Gebühren:

  • Erteilungsgebühr: 100 Euro (80 Euro bei Antrag, weitere 20 Euro bei Erteilung)

zusätzlich:

  • Personalisierungskosten (Abnahme Foto und Unterschrift): 20 Euro

Für die Erteilung zuständige Behörde: Der Landeshauptmann beziehungsweise die von ihm ermächtigten Behörden (Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate)

Aufenthaltszwecke (pdf Logo 61 kB)

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Aufenthaltstitel, die zu einer befristeten Niederlassung berechtigen

Zwecke:

  • "Rot-Weiß-Rot – Karte"
  • "Rot-Weiß-Rot – Karte plus"
  • "Blaue Karte EU"
  • "Niederlassungsbewilligung"
  • "Niederlassungsbewilligung – ausgenommen Erwerbstätigkeit"
  • "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger"
  • "Familienangehöriger"

Mitzubringende Dokumente: Eine Auflistung der vorzulegenden Dokumente finden Sie in der NAG-DV.

Gebühren:

  • Erteilungsgebühr: 100 Euro (80 Euro bei Antrag, weitere 20 Euro bei Erteilung)

zusätzlich:

  • Personalisierungskosten (Abnahme Foto und Unterschrift): 20 Euro

Für die Erteilung zuständige Behörde: Der Landeshauptmann beziehungsweise die von ihm ermächtigten Behörden (Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate).

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Verfahren zur Erteilung der "Rot-Weiß-Rot – Karte"

Allgemein:

Die "Rot-Weiß-Rot – Karte" wird erteilt an:

  • Besonders Hochqualifizierte
  • Fachkräfte in Mangelberufen
  • Sonstige Schlüsselkräfte
  • Studienabsolventinnen und -absolventen
  • Selbständige Schlüsselkräfte
  • Personen, die über einen Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EU" eines anderen Mitgliedstaates verfügen

Die Erteilung dieses Aufenthaltstitels an Personen, die über einen Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EU" eines anderen  Mitgliedstaates verfügen, unterliegt der Quotenpflicht. Im Übrigen unterliegt dieser Aufenthaltstitel jedoch nicht der Quotenpflicht.

Modul 1 der Integrationsvereinbarung gilt gemäß § 14a Abs. 4 Z 4 NAG mit Erteilung der "Rot-Weiß-Rot - Karte" als erfüllt.

Der Antrag ist vom Arbeitgeber bei der zuständigen Inlandsbehörde, oder vom Antragsteller persönlich bei der zuständigen Botschaft oder nach erlaubter visumfreier Einreise direkt bei der Inlandsbehörde einzubringen. Bei "Besonders Hochqualifizierten" gem. § 41 Abs. 1 NAG, die früher den Antrag ausschließlich im Inland stellen konnten, ist nunmehr auch die Auslandsantragstellung zulässig.

Anträge von unselbständigen Schlüsselkräften werden von der zuständigen Niederlassungsbehörde im Inland an die nach dem Betriebssitz des Arbeitgebers bzw. bei "Besonders Hochqualifizierten" an die nach dem (beabsichtigten) Wohnsitz des Antragstellers zuständige regionale Geschäftsstelle des AMS übermittelt. Das AMS prüft die besonderen Zulassungsvoraussetzungen und teilt das Ergebnis seiner Prüfung der zuständigen Niederlassungsbehörde mit. Erfüllt der Antragsteller die vorgesehenen Kriterien und entspricht die beabsichtigte Arbeit der Qualifikation des Antragstellers, prüft die Niederlassungsbehörde die sonstigen niederlassungsrechtlichen Voraussetzungen (allgemeine Erteilungsvoraussetzungen) und erteilt bei deren Vorliegen die "Rot-Weiß-Rot – Karte".

Anträge von selbständigen Schlüsselkräften werden von der zuständigen Niederlassungsbehörde im Inland an die nach der beabsichtigten Niederlassung der selbständigen Schlüsselkraft zuständigen Landesgeschäftsstelle des AMS übermittelt, welche ein Gutachten über den gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Erwerbstätigkeit der Schlüsselkraft erstellt. Bei Vorliegen der besonderen Kriterien als selbständige Schlüsselkraft prüft die Niederlassungsbehörde nach Übermittlung des positiven Gutachtens die sonstigen niederlassungsrechtlichen Voraussetzungen (allgemeine Erteilungsvoraussetzungen) und erteilt bei deren Vorliegen die "Rot-Weiß-Rot – Karte".

Die zuständige Niederlassungsbehörde muss innerhalb von acht Wochen über die Erteilung der "Rot-Weiß-Rot - Karte" entscheiden.

Die Schlüsselkraft muss den Aufenthaltstitel persönlich bei der Niederlassungsbehörde abholen.

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Aufenthaltstitel Familienangehöriger

Drittstaatszugehörige, Familienangehörige (Ehegatten und eingetragene Partner, die zum Zeitpunkt der Antragstellung das 21. Lebensjahr vollendet haben oder minderjährige ledige Kinder, einschließlich Adoptiv- oder Stiefkind) von im Bundesgebiet dauernd wohnhaften Österreichern, EWR-Bürgern oder SChweizer Bürgern, die ihr unionsrechtkiches Aufenthaltsrecht oder das ihnen aufgrund des Freizügigkeitsabkommens EG-Schweiz zukommene Aufenthaltsrecht von mehr als drei Tagen nicht in Anspruch genommen haben, erhalten bei Vorliegen der allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen den Aufenthaltstitel "Familienangehöriger".

Anderen Angehörigen (Verwandten, auch des Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader Linie, sofern ihnen von diesen tatsächlich Unterhalt geleistet wird; Lebenspartnern, die das Bestehen einer dauerhaften Beziehung im Herkunftsstaat nachweisen und ihnen tatsächlich Unterhalt geleistet wird oder sonstigen Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen) kann bei Vorliegen der allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen eine quotenfreie "Niederlassungsbewilligung – Angehöriger" erteilt werden. Der Zusammenführende muss hier eine Haftungserklärung abgeben.

Aufenthaltszwecke (pdf Logo 61 kB)
Familienzusammenführung (pdf Logo 86 kB)

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Aufenthaltstitel, die zu einer unbefristeten Niederlassung berechtigen

Zwecke:

  • "Daueraufenthalt – EU"
    Drittstaatsangehörige, die in den letzten fünf Jahren ununterbrochen zur Niederlassung berechtigt waren und das Modul 2 der Integrationsvereinbarung erfüllt haben, können den Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt – EU" beantragen.
     
    Der Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt – EU" ermöglicht einen unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt in Österreich.
     
    Das Recht selbst ist unbefristet, die Karte, die das Recht dokumentiert muss aber alle fünf Jahre erneuert werden.

In bestimmten Fällen kann sich die fünfjährige Frist verkürzen.

Mitzubringende Dokumente:

Eine Auflistung der vorzulegenden Dokumente finden Sie in der NAG-DV.

Gebühren:

  • Antrags/Erteilungsgebühr: 150 Euro (80 Euro bei Antrag, weitere 70 Euro bei Erteilung; Minderjährige: 50 Euro bei Antrag, 100 Euro bei Erteilung)

zusätzlich:

  • Personalisierungskosten (Abnahme Foto und Unterschrift): 20 Euro

Für die Erteilung zuständige Behörde:

Der Landeshauptmann beziehungsweise die von ihm ermächtigten Bezirksverwaltungsbehörden (Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate).

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Unionsrechtliches Niederlassungsrecht

1. EWR-Bürger sind aufgrund der Freizügigkeitsrichtlinie zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie

  • in Österreich Arbeitnehmer oder Selbständige sind oder
  • für sich und ihre Familienangehörigen über eine ausreichende Krankenversicherung und über ausreichende Existenzmittel verfügen oder eine Ausbildung bei einer Schule oder Bildungseinrichtung absolvieren und für sich und ihre Familienangehörigen über eine ausreichende Krankenversicherung und über ausreichende Existenzmittel verfügen.

EWR-Bürger, denen das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht zukommt, haben, wenn sie länger als drei Monate im Bundesgebiet aufhältig sind, dies binnen vier Monaten ab Einreise der Behörde anzuzeigen.
Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist von der Behörde eine Anmeldebescheinigung auszustellen.
EWR-Bürger, denen das unionsrechtliche Aufenthaltsrecht zukommt, erwerben nach fünf Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenem Aufenthalt im Bundesgebiet das Recht auf Daueraufenthalt. Ihnen ist auf Antrag eine "Bescheinigung des Daueraufenthalts" auszustellen.

2. Angehörige von unionsrechtliche aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern, die selbst EWR-Bürger sind, sind auf Grund der Freizügigkeitsrichtlinie zum Aufenthalt für mehr als drei Monate berechtigt, wenn sie

  • Ehegatte oder eingetragener Partner sind;
  • Verwandter des EWR-Bürgers oder seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader absteigender Linie bis zur Vollendung des 21.
    Lebensjahres und darüber hinaus sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;
  • Verwandter des EWR-Bürgers oder seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader aufsteigender Linie sind, sofern ihnen von diesen
    Unterhalt tatsächlich gewährt wird;
  • Lebenspartner sind, der das Bestehen einer dauerhaften Beziehung nachweist oder
  • sonstige Angehörige des Zusammenführenden (EWR-Bürgers) sind, die vom Zusammenführenden bereits im Herkunftsstaat Unterhalt bezogen haben, die mit dem Zusammenführenden bereits im Herkunftsstaat in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben  oder bei denen schwerwiegende gesundheitliche Gründe die persönliche Pflege zwingend erforderlich machen.

3. Für Familienangehörige von unionsrechtliche aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern, die Drittstaatsangehörige sind, wird auf Antrag eine Aufenthaltskarte bei Vorliegen der Voraussetzungen ausgestellt, wenn sie

  • Ehegatte oder eingetragener Partner sind
  • Verwandter des EWR-Bürgers oder seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader absteigender Linie bis zur Vollendung des 21.
    Lebensjahres und darüber hinaus sind, sofern ihnen von diesen Unterhalt tatsächlich gewährt wird;
  • Verwandter des EWR-Bürgers oder seines Ehegatten oder eingetragenen Partners in gerader aufsteigender Linie sind, sofern ihnen von diesen
    Unterhalt tatsächlich gewährt wird.

Der Antrag ist innerhalb von vier Monaten ab Einreise zu stellen.

Diese Personen erwerben das Recht auf Daueraufenthalt, wenn sie sich fünf Jahre ununterbrochen und rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben.

Hinweis: Vor Ablauf der Fünfjahresfrist erwerben diese Angehörigen das Daueraufenthaltsrecht in den in § 53a Abs. 4 und 5 NAG genannten Fällen.

Fälle, in denen die Fünfjahresfrist nicht als unterbrochen gilt, sind in § 53a Abs. 2 NAG angeführt.

Zum Daueraufenthalt berechtigten Angehörigen ist auf Antrag eine "Daueraufenthaltskarte" für die Dauer von zehn Jahren auszustellen. Der Antrag ist vor Ablauf der Gültigkeitsdauer der Aufenthaltskarte zu stellen.

4. Für folgende Angehörige von unionsrechtliche aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgern gilt, dass diesen Personen quotenfreie "Niederlassungsbewilligungen - Angehöriger" ausgestellt werden können, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Lebenspartner, die das Bestehen einer dauerhaften Beziehung nachweisen und
  • sonstige Angehörige, die bereits im Herkunftsstaat Unterhalt bezogen oder bereits in Herkunftsstaat in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben oder bei denen schwerwiegende gesundheitliche Gründe die persönliche Pflege zwingend erforderlich machen.

Die Abgabe einer Haftungserklärung durch den EWR-Bürger ist erforderlich.
In Frage kommt auch noch die Erteilung einer "Rot-Weiß-Rot - Karte plus", wenn eine schriftliche Mitteilung nach dem AuslBG vorliegt und ein Quotenplatz vorhanden ist.

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Dokumentationen für bestehende Aufenthaltsrechte

  • Anmeldebescheinigung: für EWR-Bürger bei Aufenthalt von mehr als drei Monaten (15 Euro Gebühr)
  • Bescheinigung des Daueraufenthalts: für EWR-Bürger, die das Daueraufenthaltsrecht erworben haben (15 Euro Gebühr)
  • Aufenthaltskarte: für Angehörige eines EWR-Bürgers; für Drittstaatsangehörige, die Angehörige eines unionsrechtliche aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgers sind (56 Euro Gebühr)
  • Daueraufenthaltskarte: für Drittstaatsangehörige, die Angehörige eines unionsrechtliche aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgers sind und das
    Daueraufenthaltsrecht erworben haben (56 Euro Gebühr)

Zuständige Behörden: Der Landeshauptmann beziehungsweise die von ihm ermächtigten Behörden (Bezirkshauptmannschaften bzw. Magistrate).

Informationsblatt für EWR-Bürger und Schweizer, sowie deren Angehörige (pdf Logo 26 kB)

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BM.I Bundesministerium für Inneres, Postfach 100, A-1014 Wien,Telefon: +43-(0)1-53126 |  Kontakt

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