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Ziel des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) ist die sprachliche, berufliche und gesellschaftliche Integration von Asylberechtigten und Migrant/innen auf Basis ihrer Pflichten und Rechte in Österreich. Grundlegend für erfolgreiche Integration sind der Respekt vor der persönlichen Identität, Toleranz und die Bereitschaft, aus Unterschieden Chancen zu machen.
Die Integrationszentren des ÖIFDie vier Integrationszentren des ÖIF in Tirol, Oberösterreich, der Obersteiermark und Wien sind Informations- und Beratungszentren für die Betreuung von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten und Stützpunkt für die mobile Betreuung im jeweiligen Bundesland.
Finanzielle Integrationsförderung
Als Starthilfe bietet der ÖIF Asylberechtigten finanzielle Unterstützungen zur Förderung der sprachlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration an. Dazu zählen u.a. die Finanzierung von Deutschkursen, die Unterstützung bei der Berufsaus- und Weiterbildung sowie die Förderung im Rahmen von schulischen Aktivitäten (Lernbetreuung, Schulschikurse, Sprachferien, etc.).
Das Liese Prokop StipendiumDer ÖIF vergibt zweimal jährlich das Liese Prokop-Stipendium an Asylberechtigte im außerordentlichen Studium, die an österreichischen Universitäten oder Fachhochschulen studieren. Eine Vergabekommission, bestehend aus einem Vertreter des BM.I, einer/m Vertreter/in der Geschäftsführung des ÖIF sowie zwei ehemaligen Stipendiat/innen, entscheidet, wer ein Stipendium erhält.
StartwohnungenDer ÖIF berät bei der Wohnungssuche. Die Wohnungszuweisung erfolgt primär an anerkannte Flüchtlinge mit einer auf Dauer ausgerichteten Erwerbstätigkeit. Die Mietverträge sind auf fünf Jahre befristet.
Die Integrationswohnhäuser bieten individuell auf seine Bewohner/innen abgestimmte Deutschkurse an. Die Bandbreite reicht von Deutsch-Intensivkursen mit Arbeitssuchetrainings über Alphabetisierungskurse bis hin zu Mutter-Kind-Kursen. Auch die Integrationszentren halten nach Bedarf Deutschkurse ab. Der ÖIF entwickelt Lern- und Lehrmaterialien speziell für Alphabetisierungskurse und die Sprachniveaus A1 bis A2.
Ziel der Integrationsbetreuung ist es, die psychosoziale, finanzielle und gesundheitliche Situation von Asylberechtigten zu stabilisieren, sie auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen und gemeinsam Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. Die Integrationsbetreuer/innen beraten und unterstützen Asylberechtigte während der Dauer von drei Jahren nach Anerkennung des Flüchtlingsstatus bei Fragen zu Gesundheit, Familie, Bildung, finanziellen Angelegenheiten, Wohnen und Beruf. Die Integrationsbetreuung wird sowohl in den Integrationswohnhäusern als auch mobil von den Integrationszentren in der Steiermark, in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und in Tirol angeboten.
In den ÖIF-Jobcentern in Wien, Oberösterreich und der Steiermark unterstützt der ÖIF die Integration von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in den österreichischen Arbeitsmarkt. Das Angebot umfasst die Erstellung von Bewerbungsunterlagen sowie die Begleitung im Arbeitssuche- und im Bewerbungsprozess. Weiters bieten die ÖIF-Jobcenter Bewerbungstrainings und aktive Unterstützung in Aus- und Weiterbildungsfragen und deren Finanzierungsmöglichkeiten an. Die ÖIF-Jobcoaches kooperieren mit Bildungseinrichtungen, Interessensvertretungen, dem AMS und anderen Partnerorganisationen.
"Mentoring für MigrantInnen" ist eine gemeinsame Initiative des Österreichischen Integrationsfonds, der Wirtschaftskammer Österreich und des Arbeitsmarktservice. Ziel ist es, erfahrene Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens - Mentoren - und Personen mit Migrationshintergrund - Mentees - zusammenzubringen und sie bei der Integration am österreichischen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Das Programm wird derzeit im Großraum Wien und in Oberösterreich angeboten.
Die Integrationsvereinbarung (IV) dient der sprachlichen Integration von Migrant/innen, die sich dauerhaft in Österreich niederlassen wollen. Sie betrifft in der aktuellen Form Migrant/innen, die seit 1. Jänner 2006 ins Land gekommen sind. Mit der Unterzeichnung der Integrationsvereinbarung verpflichten sich Migrant/innen, innerhalb von fünf Jahren ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache zu erwerben. Der ÖIF ist für die Umsetzung der Integrationsvereinbarung mitverantwortlich. Diese fordert den Erwerb von Kenntnissen der deutschen Sprache auf A2-Niveau, um am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in Österreich teilnehmen zu können. Der ÖIF zertifiziert und evaluiert Kursträger und refundiert einen Teil der Kurskosten bei positiv bestandener Prüfung auf A2-Niveau. Mit dem ÖIF-Test hat der ÖIF eine Abschlussprüfung für Deutsch-Integrationskurse auf A2-Niveau entwickelt.
Der ÖIF unterstützt das Bundesministerium für Inneres in der Abwicklung des Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) und des Europäischen Integrationsfonds (EIF).
Darüber hinaus fördert der ÖIF die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen der Migration und Integration von Flüchtlingen und Migrant/innen. So gab er 2009 das Statistische Jahrbuch „Migration & Integration Zahlen.Daten.Fakten“ gemeinsam mit der Statistik Austria heraus.
Österreichischer IntegrationsfondsMag. Ursula SchallaböckLeiterin Team KommunikationSchlachthausgasse 30 1030 WienTel.: +43(0)1-710 12 03 - 134Fax: +43(0)1-710 12 03 - 534E-Mail: pr@integrationsfonds.at Web: http://www.integrationsfonds.at/
Fußzeile BM.I Bundesministerium für Inneres, Postfach 100, A-1014 Wien,Telefon: +43-(0)1-53126 | Kontakt