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Faktencheck

Anlässlich eines Berichts der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" mit falschen Behauptungen zur Unterbringung und medizinischen sowie psychologischen Versorgung der Flüchtlinge in der Betreuungsstelle Ost in Traiskirchen, sieht sich das Innenministerium gezwungen, öffentlich zu korrigieren.

Am 24. August 2015 traf der Bericht der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" im Innenministerium ein, woraufhin er mit der zuständigen Gesundheitsbehörde erörtert wurde. Es verwundert, dass noch während des Gesprächs zwischen Vertretern des Innenministeriums und der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert wurden, ohne die Ergebnisse des Gesprächs in der Aussendung zu berücksichtigen. "Ärzte ohne Grenzen" behauptet, Traiskirchen sei gesundheitsschädigend. Fakt ist, dass der Bericht falsche Behauptungen beinhaltet, weshalb sich das Innenministerium gezwungen sieht, öffentlich zu korrigieren. Das Innenministerium weist seit Wochen immer wieder auf die prekäre Lage in Traiskirchen hin. Faktenwidrige Darstellungen tragen zu keiner Lösung der schwierigen Situation bei.

Medizinische Versorgung

"Ärzte ohne Grenzen" behauptet, die medizinische Versorgung sei völlig unzureichend. Fakt ist, dass in Traiskirchen alle Asylwerberinnen und –werber in der Betreuungsstelle Ost krankenversichert sind und Anspruch auf dieselben Leistungen haben, die auch österreichische Staatsbürger haben. Eine Arztstation mit einem Ärzteteam steht wochentags von 7 bis 17 Uhr, im Anlassfall auch länger, bzw. auch an Wochenenden zur Verfügung. Die ärztliche Versorgung wurde durch ein mobiles Ärzteteam, bestehend aus Arzt und Sanitäter, von 14 bis 22 Uhr erweitert, die zusätzlich von einer diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester unterstützt werden. Im Bedarfsfall werden Überweisungen zu Fachärzten oder ein Transport in ein Krankenhaus organisiert. In der Nacht wird die Betreuungsstelle Ost vom Ärztenotruf mitabgedeckt. In der Betreuungsstelle Ost stehen für 4.000 Menschen mehr als 200 Arztstunden zur Verfügung. In der Gemeinde Breitenfurt stehen für 5.800 Menschen 40 Arztstunden zur Verfügung.

Betreuung von schwangeren Frauen und minderjährigen Kindern

"Ärzte ohne Grenzen" behauptet, Schwangere sind teilweise unter inakzeptablen Bedingungen in Zelten untergebracht und werden nicht ausreichend informiert. Fakt ist, dass bei der Erstuntersuchung der Flüchtlinge die üblichen Untersuchungen gemacht werden. Schwangere Frauen werden sofort an die ortsansässige Gynäkologin überwiesen. Werden bei der Untersuchung Auffälligkeiten bekannt, kommt es zu einer sofortigen Überweisung an die gynäkologische Abteilung des Krankenhauses Mödling. Auf Knopfdruck kann abgefragt werden, wie viele schwangere Frauen sich in der Betreuungsstelle Ost aufhalten.

Schwangere Frauen und Frauen mit Kleinkindern und Babys werden im Haus 8 und am Gelände der Sicherheitsakademie ebenfalls in einer festen Unterkunft untergebracht. Reisen Schwangere im Familienverband an, weigern sich viele schwangere Frauen, eine feste Unterkunft zu beziehen, weil diese nicht sofort von allen Menschen der Familie bezogen werden kann.

"Ärzte ohne Grenzen" behauptet, es habe mehrere Geburten im Freien und auch Totgeburten gegeben. Fakt ist, dass dieses Gerücht falsch ist. Es gab lediglich eine Geburt in einem Krankenwagen unter medizinischer Versorgung.


Minderjährige Kinder werden von sogenannten Remuneranten-Müttern unterstützt. Dies erfolgt nur in Absprache mit der zuständigen Jugendwohlfahrt, die für die Fürsorge des betroffenen Kindes zuständig ist.

Psychologische Betreuung

"Ärzte ohne Grenzen" behauptet, die psychologische Versorgung sei völlig unzureichend. Fakt ist, dass neben den angestellten klinischen Psychologen in der Betreuungsstelle Ost auch eine psychologische Krisenintervention in Notfallsituationen rund um die Uhr eingerichtet ist.

Belegung und Unterbringung

Das Innenministerium setzt alles daran, Obdachlosigkeit von hilfs- und schutzbedürftigen Menschen zu vermeiden. Die Unterbringung in Katastrophenzelten des "Österreichischen Roten Kreuzes" stellt nur eine vorübergehende Maßnahme dar, bis die Länder genügend Kapazitäten schaffen. Die Zelte sind mit Strom ausgestattet und können beheizt werden. Alle feuerpolizeilichen und brandschutztechnischen Vorschriften werden eingehalten. Für Schlechtwetterperioden stehen Busse als Notunterstand zur Verfügung.

"Ärzte ohne Grenzen" behauptet, die Duschen haben keine Vorhänge oder Türen und seien vollkommen frei einsehbar. Bei keiner Dusche bestehe die Möglichkeit Handtücher oder Wäsche aufzuhängen. Fakt ist, dass in den Zeltstädten Toiletten und Duschen mit Raumtrenner versehen sind. Es sind Duschvorhänge und Kleiderhaken in ausreichender Zahl vorhanden.

Ärzte ohne Grenzen behauptet, es gäbe zu wenige Toiletten. Fakt ist, dass die Anzahl der mobilen Toiletten ständig erweitert wird. Die Toiletten werden neun Mal am Tag gereinigt. Darüber hinaus wurden mobile Handwaschbecken installiert. Bewohner der Zeltstadt können die Duschen am SIAK Campus von 7 bis 21 Uhr mitbenützen. Die Duschen sind nach Geschlechtern räumlich getrennt und werden von zwei Sicherheitsbediensteten (männlich und weiblich) kontrolliert. Auch diese Duschen werden täglich gereinigt.

Weiterführende Dokumente:


Ärzte ohne Grenzen behauptet, Traiskirchen sei gesundheitsschädigend. Fakt ist, dass der Bericht falsche Behauptungen beinhaltet.

Ärzte ohne Grenzen behauptet, Traiskirchen sei gesundheitsschädigend. Fakt ist, dass der Bericht falsche Behauptungen beinhaltet.


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(BMI, Bernhard Pucher)

Artikel Nr: 12695 vom Mittwoch, 26. August 2015, 10:14 Uhr.
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