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Kriminalprävention - Senioren

Betrug

„Keine Angst vor faulen Tricks, wir liefern Ihnen die besten Tipps“

Trickdiebe/-betrüger
sind Menschen, die durch Einfallsreichtum, Kontaktfreudigkeit und vertrauenswürdiges gutes Auftreten gezielt Senioren als Opfer aussuchen, um deren Hilfsbereitschaft, Gutmütigkeit und eventuelle Einsamkeit auszunutzen, um sie zu bestehlen oder zu betrügen. Durch die Kenntnis der Tricks und bestimmte Verhaltensempfehlungen kann man sich schützen.

Gängige Tricks, um in Ihre Wohnung zu gelangen:
„Mir ist so schlecht, könnten Sie mir ein Glas Wasser geben“, oder „könnten Sie mir Zettel und Bleistift borgen, damit ich Ihren Nachbarn eine Nachricht hinterlassen kann“ oder es werden Ihnen großflächige Teppiche oder Tischtücher „günstig“ zum Kauf angeboten. Sie werden um eine Spende für eine Hilfsorganisation gebeten. Die Täter geben sich als Handwerker, Kriminalbeamte, Strom-, Gas- und Wasserableser, Bankbeamte, Angestellte von Pensionsversicherungen usw. aus.

Tipps:

  • Seien Sie gegenüber Fremden vorsichtig.
  • Lassen Sie fremde Personen niemals in Ihre Wohnung. Bevor Sie die Wohnungstür öffnen schauen Sie durch den Türspion und legen Sie den Sperrbügel vor.
  • Lassen Sie sich von „Amtspersonen“, auch uniformierten, den Dienstausweis zeigen. Diese Forderung schreckt oft potenzielle Täter ab.
  • Achten Sie, wenn Sie alleine leben, dass Nachbarn, Verwandte oder Bekannte bei geplanten Terminen anwesend sind. Beamte der Pensionsversicherungsanstalt und anderer Behörden kommen nie überraschend, sondern melden den Besuch schriftlich an.
  • Ein entschiedenes NEIN, ein energisches Wegweisen eines ungebetenen Besuchers oder ein lauter Hilfeschrei können ebenfalls eine Straftat verhindern.

 

Enkel – Neffen-Trick:
Der Anrufer meldet sich ohne Namensnennung und erkundigt sich z.B. nach dem Wohlbefinden des Betroffenen. Einsame Menschen sind in der Regel über die nette, persönliche Ansprache sehr erfreut und gehen davon aus, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Verwandten oder guten Bekannten handelt. Fragt der oder die Angerufene nach, wer am anderen Ende der Leitung sei, wird vorwurfsvoll die Gegenfrage gestellt, ob man ihn denn nicht erkenne. Die Opfer zählen dann Namen nahestehender Personen (meist Enkel oder Neffen) auf, aus denen der Betrüger einen auswählt und bestätigt, dass er diese Person sei. Im weiteren Verlauf des Gesprächs schildert der Anrufer eine finanzielle Notsituation und bittet um Bargeld. Erhält der Betrüger die Zusage, sagt er, dass er wegen einer Terminkollision das Geld nicht selbst abholen könne, er aber einen Bekannten vorbeischicken werde, der das Geld abholen werde.
Die Geldübergabe findet meist in der Wohnung des Opfers statt. Der angekündigte Bekannte nimmt das Geld in Empfang.
Es kommt nicht selten vor, dass bei derartigen Taten die betroffenen Personen ihre gesamten Ersparnisse verlieren.

Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Sie diese nicht erkennen.
  • Geben Sie niemals Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit Geldforderungen sofort Rücksprache mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
  • Lassen Sie sich niemals zu Geldabhebungen drängen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen sofort die Polizei.

 

Gewinnbenachrichtigungen – „Hurra gewonnen“
Haben auch Sie schon einmal eine Gewinnbenachrichtigung erhalten und konnten sich nicht erinnern, überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben? Oder haben Sie vielleicht schon einen Anruf von einer Lotteriegesellschaft erhalten, bei dem Ihnen eine freundliche Dame zum Gewinn gratulierte? Solche Gewinnzusagen sind ein beliebter Trick, um an Ihre persönlichen Daten, Ihre Kontonummer, Ihre Unterschrift oder Ihr Geld zu kommen. Um zu Ihrem „Gewinn“ zu kommen, müssen Sie an einer Veranstaltung teilnehmen, eine Telefonnummer anrufen, eine SMS schicken oder Ihre persönlichen Kontodaten bekanntgeben, damit Ihnen Ihr Gewinn überwiesen werden kann. Bei den Veranstaltungen handelt es sich meist um Verkaufsveranstaltungen, bei denen Sie von speziell geschulten Verkäufern unter Druck gesetzt werden, etwas zu kaufen, die Telefonnummern entpuppen sich als Mehrwertnummern, bei denen Sie einen weit überhöhten Tarif bezahlen müssen und Ihre Kontodaten werden nicht für die Gewinnüberweisung verwendet, sondern es wird von Ihrem Konto Geld abgebucht.

Tipps:

  • Seien Sie vorsichtig und misstrauisch bei Gewinnbenachrichtigungen, insbesondere wenn Sie sich nicht erinnern, an einem Gewinnspiel teilgenommen zu haben.
  • Informieren Sie sich – z.B beim Verein für Konsumenteninformation.
  • Geben Sie nie Ihr Sparbuch aus der Hand, auch wenn Ihnen die Einzahlung eines Geldbetrages versprochen wird. Sagen Sie auf keinen Fall einer fremden Person das Losungswort Ihres Sparbuches.
  • Geben Sie niemals Ihre persönlichen Kontodaten bekannt, auch wenn die Gewinnversprechen noch so verlockend klingen.
  • Wenn Sie keinen Bedarf an Mehrwertdienst-Telefonnummern (kostenpflichtige Rufnummern) haben, dann lassen Sie diese bei Ihrem Telekommunikationsanbieter sperren.
  • SMS von unbekannten Absendern einfach löschen.

 

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen gerne mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung.
Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich an Ihr Landeskriminalamt / Assistenzbereich Kriminalprävention.

BM.I Bundesministerium für Inneres - Bundeskriminalamt, 1090 Wien, Josef-Holaubek Platz 1, Tel.: +43-1-24836 Dw. 985025-985027 

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