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Stalking: Wenn der Urlaubsflirt zur Bedrohung wird

Dass aus einem Urlaubsflirt die große Liebe wird, ist nicht immer der Fall. Meistens verblasst die große Sehnsucht schon nach einiger Zeit und weicht einer Erinnerung. Doch manche Urlaubsflirts sind schwerer loszuwerden als ein Sonnenbrand und plötzlich steht Ihr Verehrer oder Ihre Verehrerin, mit dem Sie nicht im Traum an eine Beziehung denken, zu Hause vor Ihrer Tür.

Seit 1. Juli.2006 ist Stalking - die beharrliche Verfolgung - ein gerichtlicher Tatbestand und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr strafbar. Als "Stalker" macht sich strafbar, wer eine Person beharrlich in einer Weise, die geeignet ist, sie in ihrer Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen, eine längere Zeit hindurch fortgesetzt verfolgt indem sie

1. ihre räumliche Nähe aufsucht oder ihnen auflauert,
2. im Wege einer Telekommunikation oder unter Verwendung eines sonstigen Kommunikationsmittels oder über Dritte Kontakt zu ihr herstellt. Dies kann zum Beispiel per SMS oder E-Mail geschehen.
3. unter Verwendung ihrer personenbezogenen Daten Waren oder Dienstleistungen für sie bestellt - zum Beispiel bei Versandhäusern - oder
4. unter Verwendung ihrer personenbezogenen Daten Dritte veranlasst, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

Tipps der Kriminalprävention:
• Machen Sie dem Stalker, wenn möglich in Anwesenheit eines Zeugen, unmissverständlich und nur einmal klar, dass Sie keinen weiteren Kontakt mehr zu ihm wollen. Ignorieren Sie die Person dann konsequent!
• Dokumentieren Sie alles was der Stalker unternimmt. Jede Kontaktaufnahme, Mitteilung und sichern Sie Beweise wie Briefe, SMS, E-Mail etc. Diese sind bei rechtlichen Schritten wichtig.
• Informieren Sie ihr privates und berufliches Umfeld, dass Sie "gestalkt" werden, damit eine Kontaktaufnahme des Stalkers über Ihren Bekanntenkreis nicht zum Erfolg führt. Legen Sie sich eine neue Telefonnummer oder gar Adresse zu.
• Nehmen Sie keine Pakete oder Geschenke des Täters oder mit unbekanntem Absender entgegen.
• Werden Sie mit dem Auto verfolgt, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeidienststelle.
• Alarmieren Sie in konkreten Bedrohungssituationen unbedingt die Polizei über den Notruf 133.

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen gerne mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung Tel. 059 133.


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(BK Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 15075 vom Donnerstag, 07. September 2017, 09:37 Uhr.
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