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Kriminalitätsbekämpfung

Bundeskriminalamt identifiziert 62 Mitglieder eines Schleppernetzwerkes

Seit dem Frühjahr 2016 ermittelt die österreichische Polizei länderübergreifend gegen eine irakisch-syrische Schlepperorganisation. Bis dato konnten 62 Mitglieder identifiziert und davon 24 Festnahmen durchgeführt werden. Die Gruppe steht im Verdacht rund 1.000 Personen geschleppt zu haben. Die Ermittlungen laufen.

An den umfassenden Ermittlungen beteiligen sich neben dem Bundeskriminalamt (BK), das Landeskriminalamt (LKA) Wien, die Deutsche Bundespolizei, die slowenische Kriminalpolizei und die Squadra Mobile Bozen. Die kriminelle Organisation hatte Schleppungen von irakischen, syrischen und türkischen Staatsangehörigen nach Österreich und Deutschland organisiert.

Die Ermittlungen gegen die Bande sind aufgrund von Aussagen von geschleppten Fremden eingeleitet worden. Aus den daraus gezogenen Erkenntnissen wurden die ersten Festnahmen in Österreich durch Beamte des BK durchgeführt. Die Auswertungen der dabei sichergestellten Mobiltelefone lieferten Beweise, dass die festgenommenen Mitglieder der Schlepperorganisation Kontakte zu einem weit verzweigten, europaweiten Schleppernetzwerk unterhielten. Dadurch konnten insgesamt 62 Mitglieder im In- und Ausland identifiziert und dem Netzwerk eindeutig zugeordnet werden. Nach Auswertung des umfangreichen Beweismaterials konnten europaweit insgesamt 24 Personen festgenommen werden, davon 17 in Österreich, je drei in Deutschland und Slowenien und eine in Italien.

Vorgehen der Täter
Die Migrantinnen und Migranten sind von ihren Heimatländern über die Türkei auf unterschiedlichen Routen, meist über Serbien und Bulgarien, nach Ungarn oder Kroatien transportiert worden. Die in Österreich ausgeforschten Mitglieder der Schleppergruppe organisierten die Abholung der illegal Einreisenden von Ungarn oder Kroatien und schleusten sie anschließend über Österreich nach Deutschland.

Die Organisation führte mindestens 80 Schleusungen nach Österreich und Deutschland durch. Dabei sind 1.000 Personen aus dem Irak, Syrien und der Türkei transportiert worden. Für die Schleppung einer Person bis Österreich wurde ein Betrag von 4.000 Euro, für die Teiletappe von Ungarn nach Deutschland wurde ein Betrag von circa 1.200 Euro verlangt. Wie viele Mitglieder das Netzwerk hat und wie viele Schleppungen tatsächlich geplant und durchgeführt worden sind und wie viel Geld die Bande dadurch eingenommen hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.


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(.BK Mali Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14477 vom Montag, 06. März 2017, 08:00 Uhr.
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