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Kriminalitätsbekämpfung

Österreichischer Serienmordfall wird zum weltweit drittwichtigsten DNA-Klärungsfall gewählt

Vom 16. bis 17. Mai 2017 fand mit der "HIDS Vienna 2017 - Human Identification Solutions" eine der weltweit größten wissenschaftlich-forensischen DNA-Konferenzen der Welt in Österreich statt. Bei dieser Konferenz mit über 350 teilnehmenden Fachexperten nahmen führende DNA-Wissenschaftler und DNA-Datenbankexperten aus allen Kontinenten teil. Darunter Experten aller vier österreichischen forensischen DNA-Labors.

Schwerpunkt der Konferenz war die Erläuterung neuester wissenschaftlicher DNA-Analysemethoden und DNA-Datenbanktechnologien, aber auch Diskussionen zur Verbesserung rechtlicher Rahmenbedingungen, die dem gemeinsamen Ziel eines verbesserten Opferschutzes durch DNA ermöglichen können.

Im Vorfeld der Veranstaltung erging an alle Staaten die Einladung, Kriminalfälle, die mithilfe von DNA-Datenbanken geklärt wurden, zu nominieren. Es wurden weltweit von 25 Staaten 50 Fälle eingereicht, die von einem internationalen Expertenteam beurteilt wurden.

Für Österreich wurde der nach Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien und in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BK) geklärte Serienmordfall an einem älteren Ehepaar in Wien Donaustadt im Mai 2015 von der internationalen Fachjury als drittwichtigster Fall der Welt gewählt. Dieser Fall hat durch intensive Nutzung des internationalen Prümer DNA und der Automatischen Fingerabdruck Identifikations-System (AFIS) Onlinedatenbank mit DNA-Treffern in den Niederlanden, Deutschland und Fingerabdrucktreffern in Polen und Deutschland die Identifizierung eines polnischen Serienmörders ermöglicht. Bei den Ermittlungen und internationaler Kooperation konnte auch noch ein weiterer von diesem Täter wenige Wochen zuvor verübter Mord in Schweden und ein versuchter Mord in Salzburg geklärt werden. Bereits zwei Wochen nach den Wiener Morden und möglicher Identifizierung des Täters durch dieses neue internationale Datenverbundsystem konnte der flüchtige Täter in Düsseldorf von Zielfahndern des BK festgenommen werden.

"In polizeilicher Hinsicht öffnen DNA-Analysen viele Türen und Möglichkeiten. Daher bin ich stolz darauf, dass das österreichische Innenministerium in der Entwicklung und weltweiten Vernetzung von DNA und Fingerabdruckdatenbanken eine Führungsrolle übernommen hat. Ich gratuliere dem Team zum dritten Platz.", so Bundesminister Mag. Wolfgang Sobotka.

Der Täter wurde zwischenzeitlich vom Landesgericht Wien zu lebenslanger Haft verurteilt und eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verfügt, womit weitere Morde verhindert werden konnten. Dieser Fall wurde damit von der Fachjury auch als die wichtigste Fallklärung durch Entwicklung neuer Datenbanktechnologien in der internationalen Polizeikooperation gewählt.

Auf Platz eins wurde ein spektakulärer Mordfall an einem 13-jährigen Mädchen 2010 in Italien gewählt. Der zweite Platz betraf einen chinesischen Serienmörder, welcher zwischen 1988 und 2002 in China insgesamt elf junge Mädchen ermordete und von seinen Opfern innere Organe entnahm.


Foto BMI/Tuma, Abdruck honorarfrei

v.l.n.r.: BI Christoph Palaschke, Innenminister Wolfang Sobotka, Oberst Michael Mimra, Mag. Gerhard Ranftl


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(Quelle: BMI/Tuma, Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14817 vom Dienstag, 13. Juni 2017, 08:48 Uhr.
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