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Operation "Freeze": Polizei ermittelt 41 Verdächtige wegen Verbreitung kinderpornografischer Inhalte

Aufgrund eines anonymen Hinweises an die Meldestelle für Kinderpornografie und Kindersextourismus im Bundeskriminalamt Ende 2014 wurde bekannt, dass in einem Filesharing-Netzwerk kinderpornografische Dateien verbreitet werden. Die Polizei konnte bis dato 41 Personen in Österreich ausforschen.

Bei den vom Bundeskriminalamt mittels Spezialsoftware durchgeführten Ermittlungen im Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk namens "eDonkey" konnten in Österreich insgesamt 49 Computer festgestellt werden, von denen Missbrauchsbilder und Videos verbreitet wurden. 41 Personen wurden ermittelt und durch die jeweiligen Landeskriminalämter Hausdurchsuchungen durchgeführt. Weitere acht Tatverdächtige konnten nicht ausgeforscht werden, da die Provider keine Auskunft gaben.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um Männer zwischen 30 und 50 Jahre. Zwölf Personen stammen aus Wien, je acht Personen aus Niederösterreich und der Steiermark, fünf aus Salzburg, drei aus Tirol, je zwei aus Oberösterreich und dem Burgenland und eine Person aus Vorarlberg.

Die Tatverdächtigen haben sich nicht bloß mit dem Besitz der Missbrauchsbilder zufrieden gegeben, sondern haben das Material auch via Filesharing-Netzwerke verbreitet. Unter Filesharing versteht man den Datenaustausch von Anwender zu Anwender ohne dass ein zentraler Server dazwischen steht. In sogenannten Filesharing-Netzwerken – eine Variante der Peer-to-Peer-Netzwerke – tauschen Nutzer Dateien sämtlicher Art untereinander aus. Wer eine Filesharing-Software verwendet, stellt in der Regel Dateien auf dem eigenen Computer für andere Nutzer zum Download bereit - und darf im Gegenzug Daten anderer Nutzer herunterladen.

Bei der Operation "Freeze" handelt es sich um die größte Polizeiaktion in Österreich, die gegen die Verbreitung von Kinderpornografie durchgeführt wurde. Das Bundeskriminalamt setzt bereits seit Jahren verstärkt und im Rahmen internationaler Polizeikooperationen auf Ermittlungen gegen die Verbreitung und Herstellung von Kinderpornografie in diversen Foren und Filesharing-Netzwerken.

Im Jahr 2014 wurden der Meldestelle für Kinderpornografie und Kindersextourismus im Bundeskriminalamt insgesamt 1.716 Hinweise gemeldet. In 987 Fällen wurden weitere kriminalpolizeiliche Schritte durch das Bundeskriminalamt eingeleitet. Bei lediglich drei Fällen stammte der Internetlink aus Österreich, alle anderen Links befanden sich auf ausländischen Servern, Großteils aus den USA, den Niederlanden, Kanada und Russland.


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(BM.I Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 12669 vom Montag, 17. August 2015, 17:00 Uhr.
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