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Europaweiter Suchtmittelschmuggel aufgedeckt

Österreichischen Ermittlern ist es gelungen eine international agierende Tätergruppe auszuforschen, die mittels umgebauter Schmuggelfahrzeuge regen Drogenhandel in Holland, Deutschland, der Schweiz und Frankreich betrieb. Insgesamt wurden 82 Kilogramm Suchtmittel, ca. 875.000 Euro Bargeld, Faustfeuerwaffen und Fahrzeuge sichergestellt sowie vierzehn Festnahmen durchgeführt.

Die Suchtmittelgruppe des Landeskriminalamtes (LKA) Niederösterreich konnte in Zusammenarbeit mit Ermittlern des Bundeskriminalamtes (BK) eine fünfköpfige türkisch-kurdische Tätergruppe aufgrund des Verdachts des gewebsmäßigen Suchtmittelhandels festnehmen. Die Gruppe steht im Verdacht im Zeitraum von Mai bis Dezember 2016 eine Gesamtmenge von 17 Kilogramm Heroin und große Mengen an Streckmittel von Belgien nach Österreich eingeführt zu haben. Für die Schmuggelfahrten wurde ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen verwendet, das professionell umgebaut wurde, indem ein mittels Fernbedienung zu öffnendes Versteck im Bereich des Armaturenbrettes verbaut worden ist.

Im Zuge einer im November 2016 durchgeführten Hausdurchsuchung konnten in einer Wohnung in Wien ein Kilogramm Heroin, Streckmittel sowie rund 75.000 Euro sichergestellt werden. Zudem wurden zwei österreichische Abnehmer der Tätergruppe festgenommen. Ihnen kann der Weiterverkauf von 7,8 Kilo Heroin nachgewiesen werden. Bis dato wurden in Österreich vier Personen rechtskräftig zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 21,5 Jahren verurteilt. Nach einem weiteren Beschuldigten wird via europäischem Haftbefehl gefahndet.

Für das nach Österreich geschmuggelte Heroin bezahlten die im Bundesgebiet lebenden Dealer einen Kilopreis von 20.000 Euro. Das Heroin wies eine überdurchschnittlich hohe Qualität von circa 50 Prozent Reinheitsgehalt auf. Anschließend wurde es für den Straßenverkauf gestreckt und zu einem Grammpreis von etwa 20 Euro weiterverkauft. Daraus ergibt sich ein Straßenverkaufswert von circa. 1,3 Millionen Euro.

Weitere Erfolge in Belgien
Aufgrund konkreter Hinweise eines türkisch-stämmigen, in Belgien lebenden und in Österreich festgenommenen Schmugglers, wurde in Zusammenarbeit mit dem deutschen Bundeskriminalamt, der Kontakt zu den belgischen Polizeibehörden in der Provinz Limburg hergestellt. Durch die gesammelten Erkenntnisse konnte der Haupttäter und Organisator der Bande identifiziert werden. Es ergab sich, dass die Person bereits wegen eines weiteren europäischen Festnahmeauftrages gesucht worden ist.

"Die Spezialisten des Bundeskriminalamtes haben das Problem des internationalen Suchtgiftschmuggels schnell erkannt. Hier gilt es sich international zu organisieren und schlagkräftige Teams zusammenzustellen. Das ist uns hier gut gelungen und ich wünsche den Ermittlern auch in Zukunft viel Erfolg bei der Aufdeckung von Täterstrukturen", so Bundesminister Mag. Wolfgang Sobotka zu den Ergebnissen der Operation.

Der Tätergruppe wurden Drogenfahrten nach Holland, Deutschland, Schweiz und Frankreich nachgewiesen. Insgesamt waren drei türkisch-stämmige Beschuldigte als Schmuggelfahrer für diese Tätergruppe tätig. Wöchentlich wurden mehrere Kilo Heroin aus Rotterdam (Holland) und Kokain aus Antwerpen (Belgien) übernommen, dann in die belgische Stadt Hasselt zur Wohnung des Haupttäters gebracht, gestreckt, verpackt und in die jeweiligen Bestimmungsländer geschmuggelt.

Anfang Mai 2017 wurde durch die Polizei Limburg eine weitere Suchtmittelübergabe der Tätergruppe observiert. Nach erfolgtem Zugriff wurden circa 27 Kilogramm Kokain und 750.000 Euro Bargeld sichergestellt. Die belgischen Behörden konnten nach zahlreichen zusätzlichen Hausdurchsuchungen 30 Kilogramm Kokain, je zwölf Kilogramm Heroin und Ecstasy-Tabletten, zehn Faustfeuerwaffen und insgesamt 800.000 Euro Bargeld sicherstellen sowie zehn Tatverdächtige festnehmen. Weiters wurden vom belgischen Gericht zehn Schmugglerfahrzeuge sichergestellt, die alle professionell verbaute Schmuggelverstecke aufwiesen.


Foto LKA NÖ Abdruck honorarfei

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Artikel Nr: 15032 vom Mittwoch, 30. August 2017, 10:17 Uhr.
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