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Bundesweite Aktion gegen Schlepperei abgeschlossen

Im Rahmen einer von Europol koordinierten Aktion wurden in der Woche von 2. bis 9. Oktober 2017 bundesweit Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung der Schlepperei und illegalen Migration durchgeführt. Dabei konnten in Österreich sechs Schlepper festgenommen sowie 147 geschleppte und 235 illegal eingereiste Personen aufgegriffen werden.

Zu der Schwerpunktaktion haben neun Mitgliedstaaten der European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats (EMPACT) sowie Interpol und die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) Vertreter nach Wien entsandt, um einen raschen Informationsaustausch bei den Ermittlungen sicherzustellen. In Österreich wurden die nationalen Maßnahmen von Ermittlern des Joint Operational Office (JOO) des Bundeskriminalamtes (BK) koordiniert und in den Bundesländern durch die neun Landeskriminalämter umgesetzt. Die Ermittler wurden zudem von Beamten des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) und des Zolls unterstützt.

Internationale Ermittlungen
Am 4. Oktober erfolgte im Rahmen eines international geführten Ermittlungsverfahrens in Wien und Oberösterreich sowie in Den Haag/Niederlande ein koordinierter Zugriff gegen eine organisierte Schleppergruppierung. In Österreich wurden bei drei Hausdurchsuchungen vier Verhaftungen durchgeführt, zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone sowie 750 Gramm Marihuana sichergestellt. In den Niederlanden wurde bei einer Hausdurchsuchung ein Tatverdächtiger festgenommen.

"Internationale Zusammenarbeit ist eine der tragenden Säulen zeitgemäßer und effizienter Polizeiarbeit. Schlepper sind Teil einer menschenverachtenden organisierten Kriminalität. Wir müssen den Schleppern das Handwerk legen um die illegale Migration auf Null zu bringen. Die Fortsetzung der Kontrollen an den Grenzen ist in Anbetracht der gegenwärtigen Situation ohne Alternative", so Bundesminister Mag. Wolfgang Sobotka zu den Ergebnissen der Operation.

Erfolge an Grenzübergängen
In Nickelsdorf wurde am 2. Oktober ein Schlepper, der insgesamt 18 Personen, davon 15 irakische und drei palästinensische Staatsangehörige, in einem Lastkraftwagen versteckt hatte, festgenommen. Der Schlepper wurde durch den bulgarischen Ermittler einvernommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Im Bereich des Grenzüberganges Arnoldstein wurden am 4. Oktober insgesamt zwei pakistanische und sechs palästinensische Staatsangehörige angehalten. Ein Pakistani wurde aufgrund des Verdachtes der Schlepperei festgenommen, bei dem zweiten wurden gefälschte Dokumente sichergestellt. Zudem lag ein Einreiseverbot gegen ihn vor.

Am 6. Oktober wurden in einem Reisebus, der sich in Arnoldstein auf der Ausreise nach Italien befand, circa 300 Stangen Zigaretten und acht Zwergpudelwelpen im Alter von sechs bis zehn Monaten aufgefunden. Die drei rumänischen Schmuggler wurden wegen Vergehens gegen das Finanzstrafgesetzt und des Verdachts der Tierquälerei angezeigt.

Wien
Im Zuge der in Wien durchgeführten Kotrolltätigkeit konnten zwei aufgrund von gewerbsmäßigen Diebstählen mit Haftbefehl gesuchte Beschuldigte festgenommen werden.

Zusammenarbeit mit BMF
An vorab festgelegten und definierten Kontrollpunkten kamen in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten drei Röntgenfahrzeugen des BMF zum Einsatz, um Schmuggelverstecke für Zigaretten, Suchtmittel und Waffen zu lokalisieren. Dabei wurden 40 Züge und fünf Reisebusse kontrolliert.

Österreichweit wurden insgesamt 2.066 Personen, 1.357 Personen- und 126 Lastkraftwägen sowie 38 Kleintransporter kontrolliert. Sechs Tatverdächtige konnten festgenommen werden. 147 Geschleppte, 137 illegal aufhältige und 98 illegal eingereiste Personen wurden identifiziert. Durch die Schwerpunktaktion konnten Informationen erlangt werden, denen nun in weiteren Ermittlungen im Bereich der Schlepperei nachgegangen wird.


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Artikel Nr: 15217 vom Freitag, 13. Oktober 2017, 09:38 Uhr.
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