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Internationale Drogenstrategie fixiert

Von 11. bis 12. Oktober 2017 treffen sich auf Einladung des Bundeskriminalamtes (BK) 60 internationale Experten in Flachau, Salzburg. Dort werden die vergangenen gemeinsamen Operationen ausgewertet und neue Strategien zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels erstellt.

Die letzten Jahre haben klar gezeigt, dass eine intensive Kooperation im Bereich der Strafverfolgung unabdingbar ist, um international agierende Tätergruppen effizient zu bekämpfen. Bei der Konferenz unter dem Namen "Drug Policing – Schwerpunkt Westbalkan und DarkNet" sind sowohl Führungskräfte als auch Ermittler anwesend. Insgesamt nehmen 60 internationale Experten aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien, Russland, Ungarn, der Drug Enforcement Administration (DEA), der Vereinten Nationen (UNODC) und Europol an den Besprechungen teil.

Das Auftakttreffen dient nicht nur der Bilanzierung der bereits geleisteten Arbeit, sondern auch der Diskussion und Strategiefindung für die zukünftige Bekämpfung der Drogenkriminalität in Europa. Die Schwerpunkte werden der Drogenhandel über die Balkanroute und der Suchtmittelhandel über das Darknet darstellen. Zudem werden die damit verbundenen Themen wie die Clankriege in den Balkanländern und der Kokainschmuggel aus südamerikanischen Produktionsländern aufgrund ihrer starken Auswirkungen auf den europäischen Drogenmarkt thematisiert und analysiert.

Erfolgreiche Serie
Die "Drug Policing Balkan"-Projektserie fand bei einer High-level Konferenz während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 ihren Anfang. 2009 bis 2012 folgte das zweite Projekt "Drug Policing Balkan Advanced 2009-2012" und die Maßnahmen wurden weiter intensiviert. Neue Ziele waren neben dem Aufbau eines Kontaktnetzwerkes entlang der Balkanroute auch gemeinsame Schwerpunktaktionen und Ermittlungen sowie die Gründung von sogenannten Joint Investigation Teams. In diesen drei Jahren wurden mehr als 750 Personen verhaftet und Verurteilungen von insgesamt mehr als 350 Jahren ausgesprochen. Weiters konnten in gemeinsamen Ermittlungsverfahren insgesamt 105 Kilogramm Kokain, 400 Kilogramm Heroin, 52 Kilogramm Cannabis, zwei Kilogramm Amphetamin und über 452.000 Euro Bargeld sichergestellt werden. Diese Sicherstellungen hatten einen Schwarzmarktwert von rund 37 Millionen Euro.

Mit dem von Österreich geführten und von der Europäischen Union geförderten Projekt "Drug Policing Balkan Advanced 2013-2014”, das zum Ziel hatte, den Drogenhandel in Europa mithilfe von gemeinsamen Ermittlungen entlang der Balkanroute mit dem Fokus auf dem Schmuggel von Ausgangsstoffen und der Beschlagnahme von aus Drogenhandel gewonnenem Geld zu bekämpfen, kam eine sehr erfolgreiche Projektserie zu ihrem Ende.

Während des neuen zweijährigen Projekts sollen die durch frühere Projekte gewonnenen Erkenntnisse und geschaffene Netzwerke als nachhaltiger Nutzen zur Anwendung gelangen und weiter ausgebaut werden. Herausragend zeigt sich der nach wie vor operative Charakter dieses Projektes, welcher das Ziel verfolgt, illegale Suchtmittel sicherzustellen und Straftäter festzunehmen.


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Teilnehmer der Konferenz


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(BK)

Artikel Nr: 15214 vom Donnerstag, 12. Oktober 2017, 11:07 Uhr.
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