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Kriminalitätsbekämpfung

Erfolgreiche Operation DANUBE gegen die organisierte Suchtmittelkriminalität

Das Bundeskriminalamt (BK) und das Landeskriminalamt Vorarlberg ermittelten seit zehn Monaten gemeinsam mit Polizeieinheiten aus Kroatien, Serbien, Deutschland und den Niederlanden gegen eine organisierte Suchtmittelgruppierung. Insgesamt konnten im Rahmen der Operation 13 Personen festgenommen werden, die unter Verdacht stehen, Kokain von Südamerika nach Europa geschmuggelt zu haben.

Die Ermittlungen liefen bereits seit April 2015 und wurden in Österreich im Rahmen des Projekts "Fight against Western Balkans Organised Crime – WBOC 2013 - 2015" vom Bundeskriminalamt und dem Landeskriminalamt Vorarlberg geführt. Unter dem Operationsnamen DANUBE liefen die Ermittlungen der Kriminalpolizei in Kroatien, Serbien, Deutschland, der Niederlande und Österreich mit Unterstützung des europäischen Polizeiamtes Europol.

Die kriminelle Gruppe steht unter Verdacht, große Mengen an Kokain und Marihuana aus Südamerika in die Niederlande importiert zu haben. Von dort wurden die Substanzen dann an Abnehmer in Österreich, Kroatien und Bosnien und Herzegowina weiterverkauft.

Insgesamt konnten durch die Ermittlungen 13 Verdächtige dieser Gruppe festgenommen werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um sechs kroatische, zwei serbische und fünf österreichische Staatsangehörige. Der Tätergruppierung kann derzeit zumindest der Schmuggel bzw. die Verteilung von 34 kg Kokain bzw. 74 Kilogramm Marihuana in ganz Europa nachgewiesen werden. Das sichergestellte Kokain wies jeweils einen Reinheitsgehalt von 90 Prozent auf. In Österreich wurden insgesamt vier Tatverdächtige in Bregenz und eine Person in Salzburg festgenommen. Weiters fanden sechs Hausdurchsuchungen in Bregenz und zwei in Wien statt, bei denen neben Suchmitteln auch Bargeld sichergestellt wurde. Einer der Hintermänner konnte in den Niederlanden festgenommen werden.

Über das Projekt "Fight against Western Balkans Organised Crime 2013 bis 2015" (WBOC)

Das Projekt "Gemeinsame Ermittlungen mit den Ländern am Westbalkan zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und deren Auswirkungen auf die EU" wurde unter der Leitung des Büros für Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt im Jahr 2013 initiiert. Ziel war es, die kriminellen Strukturen am Westbalkan nachhaltig zu bekämpfen und so deren Auswirkungen auf Europa einzudämmen. Im Laufe der beiden Projektjahre wurden insgesamt 200 Festnahmen und 230 Hausdurchsuchungen in ganz Europa durchgeführt. Es konnten 40 Raubüberfälle (davon 11 in Österreich) und zehn Einbruchsdiebstähle in Österreich geklärt werden. Weiters wurden 1,1 Tonnen Heroin, 1 Tonne Marihuana, 165 Kilo Kokain, 16 Tonnen Essigsäureanhydrid (dient der Herstellung von Heroin), 80.000 Zigaretten sowie 30 Maschinenpistolen und Faustfeuerwaffen sichergestellt. Überdies konnten Vermögenswerte in der Höhe von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt werden. An dem Projekt beteiligten sich die Länder Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Niederlande, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, Ungarn und die USA.

Weiterführende Links:


Foto BK Abdruck honorarfrei

Sichergestelltes Suchtmittel


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(BK Abdruck honorarfrei)

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Artikel Nr: 13413 vom Dienstag, 01. März 2016, 14:25 Uhr.
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