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Endlich am Urlaubsort angekommen: Tipps der Kriminalprävention für den Aufenthalt

Am Urlaubsort müssen Sie im Hotel, im Restaurant, in Läden und überall dort, wo Gedränge herrscht, mit Taschendieben rechnen. Oftmals entreißen Handtaschenräuber Ihre Beute vom fahrenden Moped oder Motorrad aus, was zu gefährlichen Stürzen führen kann. Gehen Sie daher am Gehsteig nicht zu knapp an der Fahrbahn und tragen Sie Ihre Handtasche an der straßenabgewandten Seite eingeklemmt unter dem Arm.

Allgemeine Tipps

• Deponieren Sie Ihre Wertgegenstände am Urlaubsort am besten im Hotelsafe.
• Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie sie unbedingt benötigen.
• Tragen Sie Geld, Kreditkarten und Papiere immer möglichst dicht am Körper und benutzen Sie speziell im Urlaub Brustbeutel oder Geldgürtel.
• Behandeln Sie Bankomatkarten wie Bargeld und bewahren sie den Code separat auf.
• Vermeiden Sie nach Möglichkeit das Hantieren mit größeren Geldmengen - Taschendiebe beobachten ihre ausgesuchten Opfer.
• Gehen Sie Drängeleien soweit als möglich aus dem Weg. Diese Orte sind bevorzugen die Diebe.

Sicherer Umgang mit Kreditkarten

• Geben Sie den Code immer verdeckt (durch Vorhalten der zweiten Hand) ein.
• Geben Sie bei Bezahlung in Lokalen oder Geschäften die Karte möglichst nicht aus der Hand und behalten Sie sie immer im Auge. Vorsicht, wenn jemand mit der Kreditkarte in einem Hinterzimmer verschwinden möchte.
• Überprüfen Sie Ihre Abbuchungen regelmäßig, um reagieren zu können, falls die Karte missbräuchlich verwendet wurde.
• Bewahren Sie sämtliche Belege auf und vergleichen Sie diese mit den tatsächlichen Abbuchungen vom Konto.

Bei Verlust oder Diebstahl von Dokumenten, Geld und Gepäck

• Erstatten Sie bei der örtlichen Polizei Ihres Urlaubsortes eine Diebstahls- bzw. Verlustanzeige.
Reisepass
• Wenden Sie sich mit der Anzeige an die österreichische Vertretungsbehörde in Ihrem Urlaubsland (Botschaft oder Konsulat). Dort stellt man einen Notpass für Sie aus. Gibt es keine österreichische Vertretungsbehörde, so können Sie sich auch an die Vertretungsbehörde eines jeden anderen EU-Mitgliedsstaates wenden.
• Zurück in Österreich müssen Sie im Falle eines Diebstahls mit Ihrer ausländischen Diebstahlsanzeige eine neuerliche Anzeige in Österreich beantragen. Damit können Sie dann einen neuen Reisepass ausstellen lassen. Im Falle eines Verlustes genügt die mündliche Bekanntgabe gegenüber der Passbehörde.

Führerschein

Im Ausland gibt es unterschiedliche Bestimmungen zum Verlust bzw. dem Diebstahl des Führerscheins. Einige Länder stellen eigene, zeitlich begrenzte Touristenführerscheine aus, andere erlauben die Weiterfahrt mit einer ebenfalls zeitlich begrenzten Verlust- bzw. Diebstahlsanzeige. Informieren Sie sich daher bei der örtlichen Polizei in Ihrem Urlaubsland über die jeweiligen Bestimmungen und erstatten Sie in jedem Fall eine Diebstahls- bzw. Verlustanzeige.

Geld oder Kreditkarte

• Lassen Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten bei Verlust oder Diebstahl sofort sperren. Notieren Sie sich die notwendigen Telefonnummern schon vor der Abreise.
• Befinden Sie sich im Ausland in einer finanziellen Notlage, kann ein Angehöriger eine Überweisung über ein Geldtransferinstitut tätigen. Mit einem Code können Sie das Geld in der Landeswährung vor Ort beheben. Auch die Vertretungsbehörden können Ihnen bei unverschuldeter Notlage weiter helfen. Das Service gilt aber nur für Notsituationen und nicht für eine Urlaubsverlängerung, Weiterreise, Einkäufe etc.
• Die Vertretungsbehörde kann beim Geldtransfer vom eigenen Konto bzw. durch Angehörige behilflich sein. Sofern das nicht möglich ist, kann sie gegen die Verpflichtung zu späterer Rückzahlung auch ein Darlehen für die Heimreise gewähren.

Reisegepäck

• Wenn Sie und Ihr Reisegepäck nicht zur gleichen Zeit am Urlaubsort angekommen sind, ersetzt die Fluglinie grundsätzlich die Kosten für die Anschaffung der notwendigsten Gegenstände wie Kleidung und Toiletteartikel zur Überbrückung. Erstatten Sie bei der Fluglinie so bald wie möglich Anzeige.

Geldwechsel

Wer außerhalb Europas oder in einem Nicht-Euro-Land Urlaub macht, muss immer noch Geld umwechseln. Meist sind die Wechselkurse am Urlaubsort günstiger als in heimischen Banken. Wer jedoch erst im Ausland wechseln möchte, sollte unbedingt in eine offizielle Wechselstube gehen und die Quittung gut aufbewahren. Auf keinen Fall sollten Sie Geld in einer Bank am Bahnhof oder am Flughafen wechseln. Hierbei zahlen sie die höchsten Provisionen und Spesen.

In Notfällen ist das Außenministerium 24 Stunden für Sie unter der Nummer +43 / 501150 – 4411 erreichbar.

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen gerne mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an ihr Landeskriminalamt/Assistenzbereich Kriminalprävention unter der Nummer 059 133.


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Artikel Nr: 11425 vom Donnerstag, 24. Juli 2014, 08:37 Uhr.
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