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Fahrräder in Österreich oft nur unzureichend gesichert!

Fahrräder sind in Österreich ein begehrtes Diebesgut. Dennoch sichern viele Fahrradbesitzer ihre Fahrräder nicht richtig bzw. nur sehr unzureichend, wie eine aktuelle Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes VVO zeigt.

Rund 77 Fahrräder pro Tag wurden im Jahr 2014 gestohlen – damit stieg die Zahl mit 28.274 der angezeigten Fälle um 6,1 Prozent zum Vorjahr an. Laut einer aktuellen Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes VVO sichern mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten ihr Fahrrad nur mit einfachen bzw. billigen Schlössern. "Einfache Nummern-, oder Spiralschlösser sind sehr simple Sicherungen, die innerhalb weniger Sekunden geknackt werden können. Sie stellen für Diebe in der Regel kein Hindernis dar", erklärt Mag. Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes (.BK).

Hochwertige Sicherung - größerer Schutz

Nur rund 5 Prozent der Befragten halten es für sehr wahrscheinlich, dass das eigene Fahrrad gestohlen wird. "Ich sichere mein Fahrrad nur, wenn ich länger abwesend bin" oder "Mein Fahrrad ist schon älter, das stiehlt mir keiner mehr" werden oft als Gründe angeführt sein Fahrrad nicht zu sichern. "Fahrräder, die nicht an festen Gegenständen gesichert sind, können schnell abtransportiert werden, Sicherungen werden dann in Ruhe an einem anderen Ort entfernt. Gerade beim Fahrraddiebstahl macht "Gelegenheit Diebe". Je einfacher die Möglichkeit, die sich ergibt, desto geringer ist die Hemmschwelle beim Diebstahl", so der VVO.

Unzureichende Information macht Ermittlungen schwer bis unmöglich

"Ein großes Problem bei der Aufklärung von Fahrraddiebstählen ist, dass viele Bestohlene die Seriennummer nicht wissen. Wir können ohne diese individuelle Nummer nicht nach dem Diebsgut fahnden. Und wenn wir Diebe fassen können wir die Räder nicht zuordnen", erklärt Lenz. Das bestätigt auch die aktuelle Erhebung: Zwar würden knapp 80 Prozent der Befragten sofort bei der Polizei Anzeige erstatten, aber gerade einmal ein Drittel (33 Prozent) der vom VVO befragten Fahrradbesitzer können Fragen nach Rahmen– oder Seriennummer beantworten (Farbe: 95 Prozent; Marke: 78 Prozent). "Der Fahrradpass der Polizei, in dem die wichtigsten Daten – vor allem Seriennummer, Marke und Farbe ihres Fahrrades eingetragen werden, ist hier sehr praktisch! Im Falle eines Diebstahls haben Sie so die Informationen gleich zur Hand!", so Lenz.

Darüber hinaus können einfache Maßnahmen das Risiko eines Diebstahls deutlich reduzieren: Stellen Sie das Fahrrad nach Möglichkeit immer in einem versperrbaren Raum (Fahrradraum) ab. Und benutzen Sie qualitativ hochwertige Fahrradabstellanlagen – vor allem wenn Sie Ihr Fahrrad länger abstellen! Sperren Sie Ihr Fahrrad immer an einen fix verankerten Gegenstand und verwenden Sie dabei immer Qualitätsschlösser. Darüber hinaus sollten teure oder moderne Fahrräder nicht immer am selben Platz abgestellt werden. Fahrradabstellanlagen, in denen bereits viele beschädigte oder demontierte Fahrräder stehen, sollten gemieden werden, sie geben potenziellen Dieben das Gefühl, dass sich dieser Ort gut für einen Diebstahl eignet.

Weiterführende Dokumente:


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Fahrraddiebstahl


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Artikel Nr: 12261 vom Freitag, 17. April 2015, 10:06 Uhr.
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