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Erfolgreiche Kooperationen gegen organisierten Drogen- und Waffenhandel

Um den Drogen- und Waffenhandel grenzüberschreitend und behördenübergreifend nachhaltig zu bekämpfen, bündeln das Bundesministerium für Inneres (BMI) bzw. das Bundeskriminalamt (BK) und die Zolleinheiten des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) im Rahmen eines EU-Projekts ihre Kräfte und verschärfen ihren Druck durch Schwerpunktaktionen an Flughäfen.

Von Mittwoch, 26. bis Freitag, 28. Juli 2017 standen zum dritten Mal elf internationale Flughäfen im Visier der Polizei- und Zollbehörden. An den drei Tagen wurde auch am Flughafen Wien-Schwechat ein so genannter Action Day durchgeführt. 30 Beamte kontrollierten an diesen drei Tagen verstärkt Personen, Fracht und Post auf Suchtmittel und Waffen. Geplant und umgesetzt wurden diese Aktionstage unter der Leitung des Büros zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität im BK im Rahmen eines EU-Projektes.

Über das EU-Projekt

Mit Hilfe des Projektes "Joint investigation to fight trafficking in drugs and firearms with the main focus on international airports within and also into the EU" wird gemeinsam mit den Partnerländern Kosovo sowie der Tschechischen Republik der iIlegale internationale Drogen- und Waffenhandel bzw. -schmuggel unter Fokusierung auf internationalen Flughäfen bekämpft. Die Europäische Kommission (EK) kofinanziert dieses Vorhaben. Neben Sicherstellungen und der Zerschlagung von Tätergruppen sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die eine Lageanalyse der gegenseitigen Einflussnahme von Drogen- und Waffenhandel bzw. -schmuggel ermöglicht. Das Projekt wurde im Dezember 2016 gestartet und dauert zwei Jahre.

Projektziel und Umsetzung

Im Zuge des zweijährigen Projektes (2016-2018) wurden bis dato zwei internationale Schwerpunktaktionen im März und Mai 2017 – so genannte Action Days – umgesetzt. Darüber hinaus werden laufend Kontrollen durch Polizei und Zoll durchgeführt. An den internationalen Schwerpunktaktionen nehmen Polizei- und Zolleinheiten von Tschechien, Kosovo, Portugal, Spanien, Schweiz und Deutschland teil. Auch Europol ist eingebunden. Diese Schwerpunktaktionen werden zeitgleich unter der Leitung der Büros zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität im BK an elf internationalen Flughäfen in den genannten Ländern durchgeführt.

Hauptziel des Projektes ist die nationale sowie internationale Polizei- und Zollkooperation zu verstärken und zu fördern, um einen rascheren Informationsaustausch zu garantieren. Die Kontrollen umfassen vor allem die Bereiche des Passagier-, Fracht- und Postverkehrs. Die intensive Zusammenarbeit von Polizei und Zoll dient der nachhaltigen und generalpräventiven Bekämpfung organisierter Kriminalität, insbesondere im Bereich des internationalen Drogen- und Waffenhandels.

Über die Kontrollen am internationalen Flughafen Wien-Schwechat

Drogenhandel via Personenverkehr
Der internationale Flughafen Wien-Schwechat ist vielfach Ziel für Einfuhrschmuggel von Kokain aus südamerikanischen Ländern: Schmuggler aus südamerikanischen Ländern werden meist beim Eintritt in die EU an internationalen Großflughäfen angehalten. Bei Körperschmugglern aus Afrika war 2016 ein Anstieg an Sicherstellungen zu verzeichnen. Diese so genannten Bodypacker führten durchschnittlich ca. 700 Gramm Kokain im Körper mit und reisten vorwiegend mit Direktflügen aus Madrid/Spanien nach Wien. Im Bereich des Heroinschmuggels bevorzugen die Täter Abflughäfen in Pakistan und den Arabischen Emiraten. Österreich fungiert hier als Transitland, ebenso wie Barcelona/Spanien und Amsterdam/Niederlande. Der Cannabisschmuggel erfolgte vorwiegend aus Delhi/Indien. Auf dieser Flugroute kam es gegenüber den Vorjahren zu einem Rückgang der Sicherstellungen. Ein Rückgang wurde auch beim Schmuggel von Kath-Pflanzen aus Westafrika verzeichnet, der derzeit an den Zielflughäfen in Deutschland und den nordischen Ländern liegt.

Drogenhandel via Post- und Frachtverkehr
Weitere Schwerpunktkontrollen sind neben dem Personenverkehr auch der Suchtmittel- sowie der Waffenhandel mittels Post- und Frachtverkehr. Vor allem in Verbindung mit dem Handel von Suchtmitteln über das Darknet ist der Versand von diesen illegalen Substanzen im Postweg massiv gestiegen.

Waffenhandel

Einen weiteren Aspekt dieses Projektes ist dem Waffenhandel und -schmuggel auf internationalen Routen und somit den internationalen Flughäfen gewidmet. Auch in Verbindung mit dem Projektpartner Kosovo sowie der ganzen Balkanregion wird versucht, durch internationale Zusammenarbeit die bestehenden Verbindungen und Netzwerke von Drogen- und Waffenhandel aufzudecken sowie neue Lösungsansätze für diese Herausforderung zu finden.


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Logo des Projekts


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(BK)

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Sichergestellte Suchtmittel


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(BK)

Artikel Nr: 14964 vom Montag, 31. Juli 2017, 09:50 Uhr.
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