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2.742 Hinweise an die Meldestelle für Kinderpornografie im Jahr 2015

Die seit 1998 eingerichtete Meldestelle für Kinderpornografie und Kindersextourismus im Bundeskriminalamt (BK) verzeichnete 2015 einen Anstieg der eingegangenen Hinweise. Die Meldungen mit konkretem Österreichbezug waren rückläufig.

Konkret sind im Jahr 2015 exakt 2.742 Hinweise dem Bundeskriminalamt gemeldet worden (2014: 2.106). 310 davon hatten einen Bezug zu Österreich (2014: 374). Die Mitteilungen können per Brief, E-Mail oder telefonisch und selbstverständlich auch anonym übermittelt werden. Eine Straftat kann aber selbstverständlich auch in jeder Polizeidienststelle angezeigt werden.

Die Experten der Meldestelle im Bundeskriminalamt nehmen nicht nur Hinweise entgegen und ermitteln in angezeigten Fällen, sie ermitteln auch pro aktiv. So konnte im März 2015 aufgrund der Nachforschungen durch die Spezialisten des BK ein Missbrauchstäter in Ecuador festgenommen werden. Im sogenannten Tor-Netzwerk waren die Ermittler auf ein Pädophilen-Forum mit kinderpornografischen Inhalten gestoßen. Dabei wurden auch Missbrauchsfotos eines minderjährigen Mädchens sichergestellt, das vermutlich aus Lateinamerika stammt. Die weiteren Erhebungen bestätigten diese Annahme und es konnte die Schule des Mädchens in Ecuador eruiert werden. Diese Hinweise und Erkenntnisse wurden via Interpol den ecuadorianischen Behörden übermittelt und so gelang es den Hausmeister der Schule, die das Mädchen besuchte, auszuforschen.

Internationale Zusammenarbeit ist bei dieser Kriminalitätsform enorm wichtig. So tauchten zum Beispiel anlässlich der internationalen Europol-Operation "Pacifier" gegen die Verbreitung Pornografischer Darstellungen Minderjähriger im Internet 50 inkriminierte österreichische IP-Adressen auf. Diese IP-Adressen wurden durch die Meldestelle im Bundeskriminalamt ausgewertet und in Zusammenarbeit mit mehreren Landeskriminalämtern an die Staatsanwaltschaft angezeigt. Bei zahlreichen Hausdurchsuchungen konnten österreichweit viele kinderpornografische Dateien sichergestellt werden. Die Ermittlungen sind noch immer im Gange.

Auch der Fall eines Deutschen (35) mit Wohnsitz in Österreich ist beispielhaft: Dem Hinweis an die Meldestelle, dass über Facebook abscheuliche kinderpornografische Fotos eines Kleinkindes hochgeladen wurden, gingen die Ermittler mit Akribie nach. In Zusammenarbeit mit US-Behörden konnte nach umfangreichen Ermittlungen der Beschuldigte ausgeforscht werden. Nach der Hausdurchsuchung und Auswertung der sichergestellten Datenträger konnte festgestellt werden, dass der Verdächtige Kontakt zu einem Mittäter auf den Philippinen hatte. Dieser überwies Geld über einen Finanzdienstleister um einen Missbrauch an zwei 12-jährigen Kindern live zu beobachten und Anweisungen zu geben.

Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner bedankt sich bei den Ermittlern im BK für ihr Engagement und ihre tägliche Arbeit und gratuliert zu den Ermittlungserfolgen im Jahr 2015: "Ihre Arbeit ist enorm wichtig, denn wir wollen den Tätern klar zeigen, dass sie sich auch im vermeintlich anonymen Internet niemals sicher fühlen können!"

E-Mail der Meldestelle im BK: meldestelle@interpol.at. Alle relevanten Hinweise ohne Österreichbezug werden an die zuständigen ausländischen Stellen für weitere Ermittlungen übermittelt.

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Artikel Nr: 13494 vom Dienstag, 29. März 2016, 08:55 Uhr.
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