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Erfolg gegen die internationale Einbruchskriminalität: Festnahme von sechs Profieinbrechern

Die internationale Zusammenarbeit der rumänischen Polizei mit dem Bundeskriminalamt (.BK) und den Landeskriminalämtern Wien, Niederösterreich und Oberösterreich führte zur Festnahme einer "Rammbockbande" in Rumänien

Bereits seit Mai 2011 ermittelte die Arbeitsgruppe "Kent" unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gegen eine rumänische Tätergruppe wegen schwerer gewerbsmäßiger Einbruchsdiebstähle in große Elektrogeschäfte in Österreich.

Die internationale Arbeitsgruppe "Kent", bestehend aus Bediensteten des .BK, der Landeskriminalämter Wien (Außenstelle Nord), Niederösterreich und Oberösterreich, Ermittlern der Organisierten Kriminalität in Rumänien, der Interpol Bukarest, sowie der zuständigen Staatsanwaltschaft in Rumänien und der österreichischen Verbindungsbeamtin in Rumänien, hat am 11. Februar 2014 einen großen Erfolg erzielt: In den frühen Morgenstunden wurden in Drobeta Turnu Severin in Rumänien in einer gemeinsamen Aktion der österreichischen und rumänischen Ermittler gleichzeitig an allen bekannten Aufenthaltsorten der Täter eingeschritten. So konnten fünf der sechs bekannten Haupttäter von der rumänischen Polizei festgenommen werden. Ebenso wurden zwölf Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei wurden neben Diebesgut auch Schlagstöcke sichergestellt.

Die zehn bis zwölf Mitglieder der Gruppierung sind verdächtig, in jeweils aus drei bis fünf Personen bestehenden Teams und in zumindest zehn Fällen in große Elektrogeschäfte eingebrochen zu haben. Die Einbrüche erfolgten mit der "Rammbockmethode", das heißt durch das Einfahren einer Eingangstüre mit einem gestohlenen Auto oder auch durch das Einschlagen der Auslagescheiben mit Vorschlaghämmern. Dabei stahlen sie ausschließlich hochwertige Elektronikartikel und richteten hohe Schäden an. Die Taten erfolgten zwischen Mai 2011 und Dezember 2013 immer zwischen ca. 02.00 und 04.00 Uhr. Die Tatorte befanden sich viermal in Wien, fünfmal in Niederösterreich und einmal in Oberösterreich.

Durch umfangreiche nationale und internationale Ermittlungen führte die Spur nach Rumänien wo in Folge sechs Haupttäter ausgeforscht werden konnten, die alle aus dem Raum Drobeta Turnu Severin stammen.
Anfangs Februar 2014 wurden von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gegen die Haupttäter Europäische bzw. Internationale Haftbefehle und Hausdurchsuchungsbefehle und gegen drei vermutliche weitere Mittäter Hausdurchsuchungsbefehle erlassen.

Laut den rumänischen Ermittlern handelt es sich bei dem festgenommenen Gheorghe C. (44) um den Kopf der organisierten Kriminalität im dortigen Gebiet.

Nach der Verhängung der Auslieferungshaft durch die rumänische Justiz erfolgte die Überstellung der Beschuldigten nach Österreich.

Einer der Haupttäter, der mutmaßliche Hehler des Diebsgutes Constantin T. (43), konnte flüchten, stellte sich aber aufgrund des Fahndungsdruckes am 25. Februar 2014 bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Das Diebesgut wurde unter anderem durch Second- Hand-Shops, die der Tätergruppierungen gehören, verkauft.

Die sechs Beschuldigten befinden sich in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen bezüglich weiterer Straftaten durch die Gruppierung und Mittäter sind im Gange.

Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner gratuliert allen ermittelnden Beamtinnen und Beamten herzlich zum Erfolg. "Dieser aktuelle Fall zeigt, dass man nur mit professioneller und moderner Ermittlungsarbeit sowie einer engen Zusammenarbeit mit der Justiz und ausländischen Behörden den internationalen Tätern Herr werden kann. Kriminalität kennt keine Grenzen - die Polizei in der Kriminalitätsbekämpfung auch nicht!", so die Ministerin.

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Artikel Nr: 11003 vom Donnerstag, 27. Februar 2014, 13:59 Uhr.
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