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Kriminalitätsbekämpfung

Schlag gegen internationalen Waffenhändlerring

Gemeinsam mit den bosnischen Ermittlungsbehörden des Distrikts Brcko konnte das Büro für Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt eine international agierende kriminelle Organisation zerschlagen, die illegale Waffen nach Europa schmuggelte. In Bosnien und Herzegowina wurden elf Personen verhaftet sowie Waffen, Sprengstoff und Kriegsmaterial sichergestellt.

Die bosnischen Polizeibehörden des Distrikts Brcko wandten sich im September 2016 an das Büro für Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt und ersuchten um Unterstützung. Es lagen Informationen über eine bosnische Tätergruppe vor, die unter Verdacht steht, illegal Waffen und Munition in den EU-Raum zu schmuggeln.

Die internationalen Ermittlungen wurden daraufhin in der Plattform zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels koordiniert. Am 24. und 25. Oktober 2016 fand ein operatives Treffen der Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina und bosnischen Ermittler in Wien statt, bei der die weitere Vorgehensweise akkordiert wurde.

Am 29. und 30. November 2016 wurden die Hausdurchsuchungen in dem Distrikt Brcko (Bosnien und Herzegowina) mit Beteiligung österreichischer Beamten durchgeführt und insgesamt elf Tatverdächtige festgenommen, darunter die Köpfe der Organisation. Es konnte 16 Maschinengewehre, eine Pistole, eine Gaspistole, 83 Handgranaten, 11,5 kg Sprengstoff, 7.340 Stück Munition sowie PC, Handys, Sim-Karten usw. sichergestellt werden. Weitere Erhebungen sind derzeit noch im Laufen.

Über die Plattform zur Bekämpfung des illegalen Waffenhandels

Die Einrichtung der Plattform geht auf den Aktionsplan "Sicheres Österreich" zurück. "Im Rahmen dieses Aktionsplanes konnten zahlreiche Maßnahmen, darunter auch die Installierung dieser Austauschplattform ausgearbeitet werden", so Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka. "Ich gratuliere der Mannschaft zu diesem Ermittlungserfolg und freue mich, dass dieser neue Ermittlungsansatz bereits Früchte trägt."

Die Plattform wurde mit dem Ziel eingerichtet, einen regelmäßigen Informationsaustausch im Bereich des illegalen Waffenhandels und einen umfassenden Bekämpfungsansatz sicherzustellen, der unter anderem auch das Darknet miteinschließt. Dabei werden bestehende nationale- und internationale Netzwerke der Strafverfolgungsbehörden zur Koordinierung und Durchführung der internationalen Ermittlungen genutzt. So sollen frühzeitig Trends bezüglich Schmuggel- und Verkaufswege, Waffenarten etc. erkannt werden.


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Artikel Nr: 14219 vom Mittwoch, 30. November 2016, 17:05 Uhr.
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