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Operation Cicona Alba führte zu 18 Festnahmen und 84 Anzeigen in Österreich

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Juni 2016 ging die Operation Ciconia Alba im Kampf gegen organisierte Kriminalität unter der Koordination von Europol im Oktober in die nächste Runde. Europaweit wurden mehrere parallel laufende Aktionen durchgeführt. Das Bundeskriminalamt (BK) informiert über die Erfolge.

Die Operation Ciconia Alba ist der Nachfolger der erfolgreichen Operationen Archimedes 2014 und Blue Amber 2015. Strafverfolgungsbehörden aus 52 Ländern und vier internationale Organisationen beteiligten sich im Oktober 2016 an der gemeinsamen Aktion gegen organisierte Kriminalität. Bei der Operation Ciconia Alba – auf Deutsch Weißstorch – wurden kriminalpolizeiliche Schwerpunkte im Bereich Menschenhandel und Schlepperei, Drogen- und Waffenhandel sowie Betrug gelegt.

Der Informationsaustausch zwischen den nationalen Strafverfolgungsbehörden wurde durch die Verbindungsbeamtinnen und -beamte der mitarbeitenden EU-Mitgliedsstaaten, den internationalen Partnerländern und Interpol koordiniert. Dabei wurden sie von 16 Expertinnen und Experten von Europol unterstützt.

Erfolge in Österreich
In Österreich wurden unter der Führung der Joint Operation Office (JOO), einem Büro des BK mit Sitz in Wien, das sich auf Menschenhandel und Schlepperei spezialisiert hat, 18 Verdächtige festgenommen, eine Hausdurchsuchung durchgeführt und 827 Personen kontrolliert. Es wurden insgesamt 103 Örtlichkeiten kontrolliert, zwei Aufenthaltsermittlungen für das Gericht durchgeführt und 82 Anzeigen zu unterschiedlichen Vergehen nach dem Fremdenpolizeigesetz und dem Strafrecht gelegt. Zusätzlich wurden sechzehn tatsächliche und dreizehn potentielle Opfer von Menschenhandel ermittelt. Es wurden 23 Mobiltelefone und Tablets sichergestellt. Im Zuge der Kontrollen von illegalen Bordellen stellten die Fahnder in Kärnten eine Cannabisplantage sicher, der Betreiber wurde festgenommen.

Eine Aktion gegen Kreditkartenbetrug am Flughafen Schwechat, bei der Buchungen von Flügen mit gestohlenen Kreditkarten vorgenommen worden sind, ergab zwei Anzeigen wegen Betruges. Da ein internationaler Bezug angenommen wird, werden hier vom BK gemeinsam mit Europol weitere Ermittlungen durchgeführt werden.

Internationale Ergebnisse
Weltweit wurden 314 Verdächtige festgenommen, 529 Opfer von Menschenhandel ausgeforscht, 425.555 Personen und 115.868 Fahrzeuge an dutzenden Schlüsselstellen wie Flughäfen und Grenzübergängen kontrolliert. Weiters gelang es 2,38 Tonnen Kokain und 181.550 Euro an Bargeld sicherzustellen. In 449 Fällen laufen derzeit noch weitere Ermittlungen.

Ziel der Operation Ciconia Alba war es gezielt in ganz Europa kriminalpolizeiliche Ermittlungen zu fokussieren und gezielt Hotspots zu kontrollieren. Innenminister Mag. Wolfang Sobotka gratulierte zu den Erfolgen: "Diese Operation zeigt klar, dass nur in enger Polizeizusammenarbeit gegen die Netzwerke der organisierten Kriminalität vorgegangen werden kann. Die Etablierung des JOO als zentrale Ermittlungsdrehscheibe in Wien war ein wichtiger Schritt."

Eine gesonderte Infografik mit zusätzlichen Informationen ist auf der BK-Homepage unter www.bundeskriminalamt.at zum Download verfügbar.

Weiterführende Dokumente:

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(BK Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14097 vom Mittwoch, 19. Oktober 2016, 11:14 Uhr.
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