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Kriminalitätsbekämpfung

12 Opfer von Menschenhandel bei europaweiter Aktion in Österreich befreit

Im Rahmen einer von Europol koordinierten Aktion wurden in der Woche von 26. bis 30. Juni europaweit Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung des Menschenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung durchgeführt. Dabei wurden in Österreich fünf Festnahmen durchgeführt und 12 Opfer befreit.

An der europaweiten Schwerpunktaktion haben insgesamt 22 Mitgliedstaaten der European Multidisciplinary Platform Against Criminal Threats (EMPACT) teilgenommen. In Österreich wurden die nationalen Maßnahmen von Ermittlern des Joint Operational Office (JOO) des Bundeskriminalamtes (BK) koordiniert und in den Bundesländern durch die neun Landeskriminalämter umgesetzt. Zusätzlich wurden die Maßnahmen in Kärnten von zwei Kolleginnen aus Rumänien unterstützt. In Wien waren zwei ungarische Kollegen des Nationalen Ermittlungsbüros in Budapest an den Ermittlungen beteiligt. In Tirol und Vorarlberg nahmen auch Beamte des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) an den Kontrollen Teil.

Erfolge
Bundesweit waren insgesamt 123 Beamte im Einsatz. Es wurden an 172 Örtlichkeiten insgesamt 597 Prostituierte und 171 Milieupersonen kontrolliert. Im Zuge der Aktion wurden 12 Opfer von Menschenhandel aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Nigeria befreit, insgesamt 74 Personen angezeigt und fünf Festnahmen durchgeführt.

Europaweit wurden 126.927 Personen, 6.363 Fahrzeuge und 4.245 Örtlichkeiten kontrolliert. Insgesamt wurden 107 Tatverdächtige festgenommen und 25 neue Ermittlungsverfahren aufgrund der gewonnen Informationen eingeleitet.

Allgemeines
Task Force Menschenhandel
Im November 2004 wurde die Task Force Menschenhandel unter Leitung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) eingerichtet. Das Bundesministerium für Inneres (BMI) und im Speziellen das Büro "Menschenhandel und Schlepperei" des Bundeskriminalamtes (BK) sind Partner der Task Force.

Abgrenzung zur Schlepperei
Anders als bei der Schlepperei, also der Organisation beziehungsweise Durchführung rechtswidriger Einreise von Fremden nach Österreich, steht beim Menschenhandel die Ausbeutung im Vordergrund. Dabei ist nicht nur die sexuelle Ausbeutung, die Ausbeutung der Arbeitskraft und Organentnahme, sondern auch die Ausbeutung zur Bettelei und zur Begehung von Straftaten umfasst.

Menschenhandel ist eine besonders schwerwiegende Verletzung der Menschenwürde. Laut Schätzungen internationaler Organisationen gibt es weltweit an die 30 Millionen versklavte Menschen. Opfer dieser schweren Verbrechen sind meist die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaften - und unter diesen vor allem Frauen und Kinder.

Die Anwerbung der potenziellen Opfer geschieht auf sehr unterschiedliche Weise. Situationen wie Armut oder Arbeitslosigkeit werden von den Tätern ausgenutzt. Sie versprechen eine gut bezahlte Arbeit im Ausland und machen falsche Angaben über die Arbeitsbedingungen.

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(Foto KI Halm BK Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 14952 vom Montag, 24. Juli 2017, 10:00 Uhr.
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