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Mikl-Leitner zum Tag der Kriminalitätsopfer

Anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer am 22. Februar veranstaltete das Innenministerium mit der Verbrechensopferhilfsorganisation WEISSER RING auch heuer wieder einen Schwerpunkttag. Im Zentrum zahlreicher Diskussionen und Vorträge standen ältere Menschen.

"Es gibt viele Kriminalitätsformen, die speziell auf ältere Menschen zugeschnitten sind. Ich denke hier beispielsweise an den Enkel-Neffen-Trick, bei dem die Täter eine familiäre Nähe zum Opfer vortäuschen mit dem Ziel, eine Finanzspritze zu erbeuten", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.

"Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass ältere Menschen immer öfter Opfer von Straftaten werden. Die Zahl der Anzeigen wegen Körperverletzungen an Menschen über 65 Jahre sind von 663 Anzeigen im Jahr 2008 auf 970 Anzeigen im Jahr 2012 angestiegen", sagte der Direktor des Bundeskriminalamtes General Franz Lang. "Ältere Menschen leiden auch stärker unter den seelischen Folgen erlittener Straftaten wie Raub, Diebstahl oder Trickbetrug. Dementsprechend hilft der WEISSE RING kostenlos durch psychologische und juristische Unterstützung, durch Hausbesuche und die Begleitung bei Behördenwegen, aber auch durch finanzielle Hilfe im Notfall", sagte der Präsident des WEISSEN RINGES, Hon.Prof. Dr. Udo Jesionek.

Das Innenministerium hat mit dem WEISSEN RING eine Veranstaltungsreihe für Seniorinnen und Senioren ins Leben gerufen. Ab April sollen ältere Menschen in ganz Österreich über zielgruppenspezifische Themen wie beispielsweise Trickbetrug oder Gewalt in der Pflege informiert werden. Außerdem bekommen die älteren Menschen Präventionstipps und konkrete Unterstützungsangebote. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen den Landespolizeidirektionen und den Landesleitungen des WEISSEN RINGES. Einbezogen werden regionale Partner wie beispielsweise Gewaltschutzzentren, Sozial- und Seniorenreferenten der Landesregierungen, Senioren- Interessensvertretungen und Ombudsstellen. Als Begleitmaßnahme werden Info-Folder verteilt.
Mit der jüngsten Novellierung des Verbrechensopfergesetzes (VOG) wurden wesentliche Forderungen des WEISSEN RINGES umgesetzt. "Dazu zählen zum Beispiel die Kostenübernahme bei Krisenintervention, die Verankerung von Schock- und Traumaschäden entsprechend der im zivilrechtlichen Schadenersatzrecht entwickelten Judikatur, die Vereinheitlichung der Antragsfristen, die sehr essenzielle Erhöhung der Pauschalentschädigung für Schmerzensgeld und des Ersatzes von Bestattungskosten", betonte Jesionek

"Wir fassen in unserer täglichen Arbeit im Bereich Opferschutz nicht nur Seniorinnen und Senioren in den Fokus, wir sorgen uns um den Schutz und die Sicherheit aller Österreicherinnen und Österreicher", sagte Mikl-Leitner und verwies auf das Projekt Nachbetreuung von Einbruchsopfern, das seit Juni 2012 in ganz Österreich läuft. "Jeder Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen ein Schock und kann bis hin zur Traumatisierung führen. Daher findet zeitnah nach einem Einbruch, jedenfalls aber innerhalb von 20 Tagen, die Nachbetreuung der Opfer durch die Polizei statt", erläuterte die Innenministerin. Bei der Nachbetreuung werden die Geschädigten über den Stand der Ermittlungen informiert, sofern dies aus kriminaltaktischen Gründen möglich ist. Weiters holt die Polizei von den Opfern Informationen ein, die sich in der Zwischenzeit ergeben haben. Die Geschädigten werden auch über externe Unterstützungsmöglichkeiten wie den Opfernotruf 0800 112 112 informiert, ebenso über Möglichkeiten der Prävention.


Foto: Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leiter, BK Direktor General Franz Lang, Dr. Udo Jesionek

Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leiter gemeinsam mit BK Direktor General Franz Lang und dem Präsidenten des Weißen Rings, Dr. Udo Jesionek


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Artikel Nr: 9484 vom Freitag, 22. Februar 2013, 10:29 Uhr.
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