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Das Innenministerium am "E-Day 2016"

Das Innenministerium war am 3. März 2016 am "E-Day 2016" vertreten. Unter dem Motto "Unternehmen Sicherheit – Im Spannungsfeld von Mensch und Technik" setzte man sich in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien mit digitalen Sicherheitsanforderungen und Trends auseinander.

Der "E-Day 2016" in der Wirtschaftskammer Österreich ist eines der größten E-Business-Events im Land. Vorträge und Diskussionen sowie eine Fachausstellung informierten am 3. März über Entwicklungen in den Bereichen IT-Sicherheit, E-Business und Kommunikationslösungen für kleine und mittlere Unternehmen. Auch das Innenministerium war am "E-Day 2016" vertreten.

In der Eröffnungsdiskussion mit namhaften Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung wies der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler, vor allem auf die Zunahme von Delikten im Bereich Cyber-Betrug und auf die hohe Relevanz des Faktors Mensch im Zusammenhang mit Cyber-Sicherheit hin. Als aktuelle Bedrohung nannte er den sogenannten "CEO-Betrug", bei dem ein angeblicher Geschäftsführer einen Buchhaltungs-Mitarbeiter per E-Mail zur dringenden Überweisung eines hohen Geldbetrages und deren Geheimhaltung auffordert. Die Informationen, die die Betrüger dafür benötigen, wurden zuvor meist durch unverfängliche persönliche oder telefonische Kontakte mit Mitarbeitern des Empfangs oder Sekretariats – mittels sogenanntem "Social engineering" – ausgeforscht. "Es sollte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deshalb ganz klare Regeln geben, welche Informationen sie weitergeben dürfen und wer zu welchen Unternehmensinformationen Zugang hat", führte Konrad Kogler dazu aus.

Von Wirtschafts- und Industriespionage seien in Österreich rund 8.400 Unternehmen betroffen, so Kogler. Das besagt eine aktuelle Studie, die das BMI (BVT) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich, der Industriellenvereinigung und dem FH Campus Wien durchgeführt hat. Über 70 Prozent solcher Fälle sind auf menschliche Faktoren zurückzuführen. Der Gesamtschaden von Wirtschafts- und Industriespionage wird auf eine Milliarde Euro jährlich geschätzt.

Am "E-Day 2016" waren deshalb das Bundeskriminalamt und das BVT mit einem eigenen Informationsstand vertreten, um die Unternehmer – insbesondere Klein- und Mittelbetriebe – über die Gefahren im Bereich Cyber-Sicherheit hinzuweisen und ihnen vor allem konkrete Tipps, insbesondere im Bereich Prävention, zu geben. Neben der Webseite der Kriminalprävention (www.bmi.gv.at – Prävention) präsentierten die Vertreter des Bundeskriminalamts unter anderem die Sicherheits-App, die seit 2013 in den App-Stores über 150.000-mal kostenlos heruntergeladen wurde und Nachrichten, Präventionstipps und Fahndungsausschreibungen anbietet. Auch die Arbeit mit Facebook wurde vorgestellt. Das Bundeskriminalamt setzt Facebook als zusätzliches Instrument zur Verbrechensvorbeugung und Kriminalitätsbekämpfung ein.

Mag. Gerd Seidl, Referatsleiter im Cybercrime-Competence-Center im Bundeskriminalamt, klärte beim E-Day in einem Fachvortrag über das Vorgehen bei der Bekämpfung von Cybercrime auf. Er fasste aktuelle Phänomene und Entwicklungen zusammen und hob – so wie Generaldirektor Konrad Kogler davor in der Podiumsdiskussion – die große Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hervor. Seidl schilderte auch einen größeren österreichischen Erfolg gegen diese Kriminalitätsform. Unter Federführung des Cybercrime-Competence-Centers sind am 15. und 16. Dezember 2015 sieben Verdächtige festgenommen worden, die seit dem Frühjahr 2015 für erpresserische E-Mails und DDos-Attacken verantwortlich waren. Unter DDos-Attacken (Denial of Service) versteht man den Angriff auf ein IT-System, mit dem Ziel, dieses zu blockieren.

Das Cybercrime-Bewusstsein ist in Österreich höher als im EU-Durchschnitt, dennoch muss bei Unternehmen das Problembewusstsein weiter geschärft werden.


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Generaldirektor Konrad Kogler mit Mitarbeitern des Bundeskriminalamts beim "E-Day 2016".


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(Paul Landl)

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GD Kogler wies auf die Zunahme von Delikten im Bereich Cyber-Betrug und auf die hohe Relevanz des Faktors Mensch im Zusammenhang mit Cyber-Sicherheit hin.


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(Paul Landl)

Artikel Nr: 13425 vom Freitag, 04. März 2016, 12:07 Uhr.
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