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Das Bundeskriminalamt (.BK) warnt vor Phising E-Mails im Zuge der SEPA-Umstellung

Online-Betrüger nutzen die europaweite Umstellung auf SEPA ("Single Euro Payments Area") für kriminelle Handlungen

In der europäischen Union werden ab Anfang August alle bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen abgeschafft und durch neue internationale Kontonummern, die sogenannten IBANs (International Bank Account Numbers) ersetzt. Dadurch soll der Zahlungsverkehr innerhalb der EU vereinheitlicht und vereinfacht werden.

Diesen Umstand nutzen internationale Betrüger. Durch Phishing E-Mails werden Kundinnen und Kunden auf die SEPA-Umstellung aufmerksam gemacht. Sie werden in diesen E-Mails aufgefordert einem Link zu folgen. Auf diesen gefakten Homepages sollen dann persönliche Daten wie Kontonummer und Passwörter eingegeben bzw. geändert werden. Mit diesen Angaben kann dann das Konto widerrechtlich benutzt werden bzw. werden die Informationen auch für andere kriminelle Delikte genutzt und auch weiterverkauft.


Allgemeine Tipps des Bundeskriminalamtes:

• Kein seriöses Unternehmen oder Bankinstitut fordert per E-Mail oder Telefon zur Angabe
von persönlichen Daten wie Passwörtern usw. auf!

• Um sichere Websites wie e-Banking, Abrechnungsportale, oder Shops anzusurfen, sollte
die Web-Adresse immer eigenhändig in die Adresszeile des Browsers eingegeben werden.
Dabei sollte immer eine sichere Verbindung gewählt werden, indem der Adresse https://
anstelle von http:// vorangestellt wird (das s in https steht für secure, also sicher).

• Überprüfen Sie immer die Adresszeile des Webbrowsers. Oft reicht ein Blick, um zu
erkennen, dass es sich gar nicht um die echte Website handelt.

• Fallen Ihnen ungewöhnliche Dinge wie ein neues Aussehen, Rechtschreib- und
Grammatikfehler, oder einfach qualitativ schlechte Grafiken im Vergleich zum bisherigen
Aussehen einer Website auf, geben Sie keine Benutzerdaten und Passworte an, sondern
verlassen Sie diese vermeintlich betrügerische Site umgehend - Schließen Sie den
Webbrowser!

• Verwenden Sie aktuelle vertrauenswürdige Virenschutz- und Security Lösungen auf Ihrem
Computer und halten Sie diese aktuell.

• Wichtig ist der Schutz durch Passwörter: Soweit möglich, verwenden Sie nicht das gleiche
Passwort für mehrere Dienste - etwa E-Mail-Konto, Online-Shops und Communitys. Je
länger ein Passwort, desto schwerer ist es zu knacken. Es sollte mindestens acht Zeichen
lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen
und Sonderzeichen bestehen. Ein solches könnte leicht erstellt werden, indem sich der
Benutzer einen Satz überlegt und von jedem Wort den ersten Buchstaben sowie alle
Zahlen und Sonderzeichen verwendet (zum Beispiel der Satz: "Ich bin am 1. Jänner 1970
geboren." ergäbe das Passwort: Iba1.J1970g.) Sind Sie sich unsicher, ob Sie ein Passwort
versehentlich Kriminellen bekannt gegeben haben, dann ändern Sie als erstes das
Passwort und melden Sie diesen Vorgang an die Betreiber der Homepage bzw. dem
Unternehmen


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(©Amy Walters – Fotolia.com)

Artikel Nr: 10950 vom Donnerstag, 06. Februar 2014, 12:25 Uhr.
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