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Österreichisches Lagebild "Organisierte Schlepperkriminalität 2013" zeigt weiterhin Anstieg

Der aktuelle Schlepperbericht 2013 zeigt einen Anstieg der aufgegriffenen Personen von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2012 (2012: 24.375 Personen, 2013: 27.486 Personen). Die Zahl der rechtswidrig eingereisten bzw. aufhältigen Personen stieg von 11.714 im Jahr 2012 auf 14.811 im Jahr 2013. Die Zahl der Schlepper stieg von 235 im Jahr 2012 auf 352 im Jahr 2013. Einen leichten Rückgang gab es bei der Zahl der geschleppten Personen von 12.426 auf 12.323.

Illegale Migration und Schlepperkriminalität sind oftmals die Auswirkungen von Krisensituationen sowie instabiler, sicherheitspolitischer Zustände und daher auch internationale Phänomene. So war im Jahr 2013 im Lichte des innerstaatlichen Konflikts in Syrien ein Migrationsstrom Richtung Europa feststellbar. Weiters hat der "Arabische Frühling" in Teilen Nordafrikas neben einer sicherheitspolitischen Destabilisierung auch wirtschaftliche Folgen, der zu einem starken Anstieg der Flüchtlinge aus Nordafrika geführt hat. Für das Jahr 2014 ist weiterhin ein anhaltender Zustrom aus diesen Ländern zu erwarten.

Zahlen, Daten und Fakten im Detail

Die meisten festgestellten Grenzübertritte nach Österreich erfolgten aus Italien (44 Prozent) gefolgt von Ungarn mit 33 Prozent.

Die meisten Schlepper waren ungarische Staatsangehörige (71), gefolgt von Staatsangehörigen aus der Türkei (31), Österreich (29), Deutschland (23) und Serbien (17).

Die meisten geschleppten Personen kamen aus Syrien (2012: 729, 2013: 1.951), der Russischen Föderation (2012: 1.813, 2013: 1.661) und Afghanistan (2012: 3.035, 2013: 1.632). Aus Algerien stammten im Jahr 2013 796 Geschleppte (2012: 464) und aus Pakistan 793 (2012: 1,705).

Bei den rechtswidrig eingereisten bzw. aufhältigen Personen führen Staatsangehörige aus Indien (1.790), Pakistan (1.506), Nigeria (1.181) und Syrien (992).

Maßnahmen des Bundeskriminalamtes: SOKOs und FIMATHU

Mit 1.Jänner 2013 wurden unter der Leitung des Bundeskriminalamts die Sonderkommission (SOKO) Schlepperei Nord in der Landespolizeidirektion Niederösterreich (Sitz in Traiskirchen) und die SOKO Schlepperei Süd in der Landespolizeidirektion Burgenland (Sitz in Eisenstadt) eingerichtet. Ihrem Ziel, internationale Ermittlungsverfahren zu steuern und so Schleppernetzwerke nachhaltig auszuschalten, wurde Rechnung getragen: bereits im ersten Jahr ihres Bestehens konnten durch die Ermittler der beiden Sonderkommissionen insgesamt 148 Schlepper identifiziert und 58 davon verhaftet werden.

Ein wichtiges Instrument bei der nachhaltigen Bekämpfung der organisierten Schlepperkriminalität ist das Europol-Project FIMATHU (Facilitated illegal migration effected Austria Hungary), das im abgelaufenen Jahr weiter ausgebaut wurde. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die hilft, Daten abzugleichen und Informationen auszutauschen, um schneller und effektiver gegen Schlepper vorzugehen. Teilnehmende Länder am Projekt FIMATHU sind Ungarn und Österreich, sowie Deutschland, Slowakei, Polen, Bulgarien, Tschechien, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina und die Schweiz. Das Projekt wurde im Jahr 2011in Zusammenarbeit mit Europol und dem Nachbarland Ungarn von Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner initiiert und durch das Bundeskriminalamt umgesetzt.

2013 beteiligte sich Österreich zudem am internationalen "Action-Day" am 29. Jänner und unter anderem an der Europol-Operation "Fake".

Der gesamte Jahresbericht 2013 ist unter Berichte und Statistiken auf der Homepage des Bundeskriminalamts auf www.bundeskriminalamt.at abrufbar.

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Artikel Nr: 11166 vom Freitag, 25. April 2014, 11:39 Uhr.
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