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Bundeskriminalamt warnt vor Partnervermittlungsbetrug (Love-Scam)

Derzeit geben sich vermehrt Täter auf Online-Dating-Plattformen als junge, beziehungswillige Frauen aus und verleiten ihre Opfer zu Geldüberweisungen.

Männer jeden Alters werden derzeit auf Internet-Dating-Seiten von vermeintlich attraktiven Frauen, meist aus Russland, kontaktiert. Nach dem ersten Kennenlernen wird der weitere Kontakt über E-Mail Verkehr fortgeführt. Im Laufe der immer wiederkehrenden und regelmäßigen Kontaktaufnahme wird es schnell intim. Bilder werden geschickt und es erfolgen häufige Telefonanrufe und SMS. Rasch empfindet das Opfer diese Kontakte als "richtige Beziehung".

Anschließend wird durch den Kontakt ein Österreichbesuch vorgeschlagen. Die Reisekosten (Visum, Reisepass etc.) werden den Männern wie beiläufig mitgeteilt. Erst später wird darauf hingewiesen, dass diese Kosten für die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Frau zu hoch seien. Ein Besuch, so wird vorgegeben, kann nicht stattfinden, wenn nicht eine finanzielle Unterstützung geleistet wird.

Zuerst werden relativ kleine Beträge zwischen 100 und 500 Euro herausgelockt. Zeigen sich die Opfer zahlungswillig, werden die geforderten Beträge schnell höher und können dann mehrere tausend Euro betragen. Mit immer neuen Problemen und Ausreden gepaart mit Geldforderungen wird der Österreichbesuch nicht möglich und jedes Mal verschoben.

Geldübermittlungen erfolgen meist über sogenannte Geld-Transfer-Dienstleister. Zuletzt wurde festgestellt, dass auch Banküberweisungen auf zumeist russische Bankkonten gefordert werden.

In Österreich hat die Tätergruppe bis dato einen 90.000 Euro übersteigenden Schaden verursacht.


Das Bundeskriminalamt gibt daher folgende Tipps:

• Eine generelle Opfertypisierung kann NICHT erfolgen. In den derzeit vorliegenden Fällen handelt es sich immer um männliche Opfer, die auf Dating Seiten nach weiblichen Kontakten suchen und ein eigenes Profil erstellt hatten.

• Nicht nur Männer können Opfer werden. In der Vergangenheit wurden ebenfalls zahlreiche Frauen Opfer.

• Achten Sie auf Ihre Daten, geben sie nicht leichtfertig sofort alle Daten von sich bekannt.

• Sie haben die Möglichkeit Daten und Bilder ihres neuen Kontaktes im Netz zu suchen. Sehr oft finden sich die Namen und Bilder des vermeintlichen Liebesglücks schon auf diversen Warnseiten.

• Versuchen sie ein Webcam Telefonat zu arrangieren. So können sie sicher sein, dass das Bild, das sie zugesandt bekommen haben, auch mit der Anruferin übereinstimmt. Sollte ihr Kontakt so einem Webcam Telefonat aus dem Weg gehen wollen, könnte dies das erste Anzeichen für einen Betrug sein.

• Seien sie generell kritisch und glauben sie nicht alles, was ihnen von Kontakten im Internet versprochen wird.

• Überweisen sie keinesfalls Geld im Voraus damit es zu einem persönlichen Kontakt kommen kann.

• Achten Sie darauf, die Täter versuchen auch durch Anrufe aus vermeintlichen offiziellen Stellen eine Geldleistung zu erwirken.

• Falls sie bereits Geld überwiesen haben – erstatten sie Anzeige bei der Polizei. Scheuen Sie sich nicht Anzeige zu erstatten. Jeder Fall wird vertraulich behandelt.

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Artikel Nr: 13262 vom Freitag, 08. Jänner 2016, 10:36 Uhr.
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