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125 Jahre Daktyloskopie – eine Erfolgsgeschichte

Am 01. September 2016 jährt sich die Einführung der Daktyloskopie in der Kriminalitätsbekämpfung zum 125. Mal. Meist sind sie unscheinbar, bei der Aufklärung von Verbrechen kommen sie aber oft ins Spiel: Die Beweiskraft von Fingerabdrücken beschäftigt die Polizei täglich.

Im Jahr 1888 entdeckte der Tierarzt Wilhelm Eber in einem Berliner Schlachthof, dass die ständig blutverschmierten Hände der Mitarbeiter in den Geschäftsbüchern höchst individuelle Abdrücke hinterließen. Ab dem 1. September 1891 wendete der gebürtige Kroate Juan Vucetich im argentinischen La Plata Fingerabdrücke in der polizeilichen Arbeit an. Ein Jahr später gelang es ihm, damit eine Frau als Mörderin ihrer beiden Kinder zu überführen.

In Österreich begann die polizeiliche Geschichte der Daktyloskopie im Jahr 1902 in der Polizeidirektion Wien. Das Wort Daktyloskopie kommt aus dem Griechischen und bedeutet zu Deutsch "Fingerschau". Die zentrale Bearbeitung findet heutzutage im Bundeskriminalamt (BK) statt. Die Finger- und Handflächenabdrücke von Personen werden entweder mittels Papier und Druckerschwärze oder mittels Livescanner abgenommen. Für daktyloskopische Spuren gibt es die unterschiedlichsten Sicherungsmethoden. So kommen beispielsweise Rußpulver, Argentorat und Magna Brush mit verschiedenen Pinseln direkt am Tatort zum Einsatz. Außerdem gibt es komplizierte chemische Verfahren im Labor, hier wird etwa auch mit Hochvakuumbedampfung gearbeitet.

Heutzutage wird ein automatisiertes System zum Abgleich von Fingerabdrücken benutzt. Die seit 1991 eingeführte AFIS-Datenbank speichert knapp eine Millionen Blätter mit Fingerabdrücken und rund 90.000 daktyloskopische Spuren. Der Kern der Polizeiarbeit läuft aber noch immer per Auge: Werden am Tatort gesicherte Fingerabdrücke zur Datenbank geschickt, spuckt die eine Liste mit möglichen Treffern aus. Die genaue manuelle Kontrolle ist am Ende Sache von Experten.


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Artikel Nr: 13931 vom Dienstag, 30. August 2016, 11:30 Uhr.
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