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Kriminalitätsbekämpfung

"Action-Day" gegen den Buntmetalldiebstahl in ganz Europa

Im gemeinsamem Kampf gegen das internationale Phänomen des Buntmetalldiebstahls fand der europaweite "Action-Day" auch in Österreich statt. Koordiniert wurde er von Europol.

Kleine Ursache n mit großer Wirkung: diese Aussage trifft oft auch auf die Kriminalitätsform Buntmetalldiebstahl zu. Wenn Infrastruktur durch den Diebstahl von Kupferkabel von Verkehrseinrichtungen wie Eisenbahnanlagen oder U-Bahnen beschädigt wird, dann hat das oft Auswirkungen auf zig tausende Menschen. Der Ertrag durch die verhehlte Ware steht dabei in keinem Verhältnis zu den verursachten Folgeschäden wie Instandsetzung, Stehzeiten und Reputation. Gestohlen werden aber auch Baustahl, große Kabelrollen, Altmetall, sowie Kulturgüter, Dachrinnen und Grabschmuck.

Durch die zunehmende Rohstoffknappheit und die dadurch bedingten hohen Preise lohnt sich der Diebstahl von Buntmetall. Die Täter sind meist Tätergruppierungen aus Osteuropa, die in ganz Europa unterwegs sind. Das Diebesgut wird oft im Ausland verkauft, was die Strafverfolgung und Nachvollziehbarkeit zusätzlich erschwert.

In der Prävention gibt es eine enge Zusammenarbeit durch eine eigene Task-Force mit den Österreichischen Bundesbahnen und der Wirtschaftskammer Österreich. Aufgrund der internationalen Dimension operiert das Bundeskriminalamt bereits gemeinsam mit Europol und den Ländern Ungarn, Slowakei und Rumänien.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fand auch vom 21. auf den 22. Mai 2014 ein von Europol koordinierter "Action-Day" statt. In ganz Europa wurden kriminalpolizeiliche Aktionen gesetzt. So wurden Transitrouten und Ausfallsstraßen kontrolliert und Altmetallhändler hinsichtlich verdächtiger Ware überprüft. In Österreich wurden an diesen beiden Tagen insgesamt 2.190 Personskontrollen, 806 Fahrzeugkontrollen und 93 Kontrollen von Altmetallhändlern durchgeführt. Dabei konnten drei mutmaßliche Täter unmittelbar nach Diebstählen in Niederösterreich vorläufig festgenommen werden.
Innenministerin Maga Johanna-Mikl-Leitner begrüßt das gemeinsame, europaweite Vorgehen ausdrücklich: "Internationale Kriminalität braucht auch eine internationale Kriminalitätsbekämpfung. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir mit den Maßnahmen der Polizei, den Unternehmen und den Gremien und darüber hinaus der internationalen Zusammenarbeit mit den europäischen Behörden dem Phänomen Buntmetalldiebstahl wirksam entgegentreten können".

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Artikel Nr: 11262 vom Freitag, 30. Mai 2014, 08:25 Uhr.
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