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Operation Perseus: Polizei-Übung in 6 Ländern

Deutschland, die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien, die Republik Moldau und Österreich übten gemeinsam den Kampf gegen den Drogenhandel

"Drogenbande war in sechs Ländern tätig – große Mengen an Heroin und Crystal Meth sichergestellt!". So oder so ähnlich würde die Schlagzeile für den erfolgreichen Abschluss der Operation Perseus lauten – wenn es sich nicht um eine Übung handeln würde.

Im Rahmen des EU-Projektes "Cooperation Southeast – Danube Region", kurz CSDR wurde diese internationale Polizei-Übung seit zwei Jahren vorbereitet und geplant. Am 12. Mai 2015 erfolgte dann der Abschluss der elftägigen Übung mit einem zeitgleichen Zugriff in den beteiligten Ländern Deutschland, Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien, Republik Moldau und Österreich.

Die Operation Perseus wurde vom Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) geplant und vorbereitet. In der Übung zum Thema "International kontrollierte Lieferung von Rauschgift" wurde die länderübergreifenden polizeiliche Zusammenarbeit, die Schulung und Vorbereitung aller Führungs- und Einsatzkräfte im Hinblick auf künftige reale Einsatzsituationen sowie die Umsetzung und Optimierung von Einsatzkonzepten geübt.

Übungsannahme war ein fiktiver internationaler Drogendeal. Simuliert wurde die Einfuhr einer größeren Menge an Heroin im zweistelligen Kilogrammbereich aus dem Grenzgebiet von Moldawien und Rumänien nach Deutschland. Darüber hinaus erfolgte eine Einfuhr einer größeren Menge Crystal Meth aus der Tschechischen Republik nach Bayern. Der fiktive Ermittlungsfall fand im Raum Nürnberg seinen Anfang und wurde vom BLKA bearbeitet. Von dort reisten die Suchtgiftkuriere über Österreich, Ungarn und Rumänien in die Hauptstadt von Moldawien. In Chisinau trafen sie mit einem fingierten Auftraggeber zusammen, der mit dem Flugzeug von Deutschland aus anreiste. Der fiktive Auftraggeber und der Lieferant des Heroins organisierten die Übergabe des Suchtgiftes in Rumänien. Die Kuriere setzten ihre Fahrt weiter nach Szeged/Ungarn fort, um dort weiteres Bargeld zu erhalten. Im Anschluss wurde eine Teilmenge des Heroins in Wien an einen "Zwischenhändler" übergeben. Die letzte Station befand sich in Prag. Dort erhielten die "Rauschgiftkuriere" mehrere Kilogramm Crystal, das ebenfalls für Deutschland bestimmt war. Während diesem Szenario wurde die Observation, die internationale Koordination, die fiktive Einbindung von Polizeieinheiten und Justizbehörden in den teilnehmenden Ländern geübt.

An der Operation beteiligten sich rund 200 Einsatzkräfte aus allen 6 Ländern. In Österreich waren unter der Federführung des Bundeskriminalamtes insgesamt 92 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (Koordination und verdeckte Ermittler) und der Direktion für Sondereinheiten (EKO Cobra und Observation) an drei Tagen beteiligt.


Das Projekt CSDR:
CSDR hat die Bekämpfung des Drogenschmuggels entlang der sog. "Balkan Route" zum Ziel. Besonders wichtig ist dabei der rasche internationale Informationsaustausch. Das Gesamtprojekt steht unter der Leitung des Rauschgiftdezernates beim Bayerischen Landeskriminalamt und wird von den Ländern Österreich und Tschechische Republik als Projektpartner begleitet. Das Förderprogramm der EU "Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung" (ISEC) unterstützt die Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Bereichen und finanziert insgesamt 90 Prozent der Gesamtkosten. Die finanzielle Förderung wird durch die Europäische Kommission gewährleistet. Die Republik Moldau stellt als Drittland eine Besonderheit in dem EU-Projekt dar und ist somit beispielgebend für künftige länderübergreifende und gemeinsame EU-Projekte.


Foto

Das bayerische Landeskriminalamt (BLKA) war für die Planung und Vorbereitung der "Operation Perseus" verantwortlich.


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(Symbolfoto)

Artikel Nr: 12348 vom Dienstag, 12. Mai 2015, 14:34 Uhr.
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