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Kriminalitätsbekämpfung

2015er Bilanz der Kriminaltechnik des Bundeskriminalamtes

Hochprofessionelle Tätigkeit mit modernsten Mitteln und eindrucksvollen Ergebnissen.

2015 war ein ereignisreiches Jahr für die Kriminaltechnik des Bundeskriminalamtes. Wie jedes Jahr wurden etwa 4.000 Untersuchungsaufträge bearbeitet, für die mehr als 30.000 Einzeluntersuchungen erforderlich waren. Weiters konnte auch die Akkreditierung der Dokumentenuntersuchung, des daktyloskopischen Referenzlabors und die Re-Akkreditierung der Fachgebiete Waffen-, Handschriften-, Faser-, und Suchtmitteluntersuchung durch die Akkreditierung Austria erfolgreich abgeschlossen werden. Die Akkreditierung wird nur für höchste Qualität bei kriminaltechnischen Untersuchungen verliehen und muss jährlich durch externe Prüfer bestätigt werden. Auch konnten zahlreiche Geräte auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, die modernste Untersuchungen gewährleisten.

Ein Auszug der bearbeiteten Fälle
In Klagenfurt richtete ein Mann seinen Nebenbuhler durch zahlreiche Schüsse regelrecht hin. Da der Täter erst später gefasst werden konnte, versuchte er die auf ihm gefundenen Schussrückstände mit Schießübungen in einem Wald, die mit der Tat nichts zu tun gehabt haben sollen, zu rechtfertigen. Die Kriminaltechnik konnte aber zeigen, dass die tödlichen Projektile aus der bei ihm gefundenen Waffe abgefeuert wurden.

Suchtmitteluntersuchungen durch die Kriminaltechnik zählen zu häufig angeforderten Routineaufgaben. Selten wurde aber eine Qualitätsbestimmung bei einer so großen Kokainmenge erbeten, wie bei einer Suchtmittelsicherstellung in Oberösterreich. Mehr als 50 kg Kokain mit einem sehr hohen Reinheitsgrad waren in Kartons aufgefunden worden, die Südfrüchte enthalten sollten. Das Kokain wird auf einen Straßenverkaufswert von über 10 Millionen Euro geschätzt.

Ende 2014 kam in Wien eine junge Studentin tragisch ums Leben, weil bei einem Brand eine Explosion die Mauer zur ihrer Wohnung zum Einsturz gebracht und die Studentin unter sich begraben hatte. Aufgrund der technischen Ausbildung des Brandstifters und seines damit verbundenen Wissens um die Folgen seiner Tat sah die Justiz das Tatbild eines Mordes verwirklicht, erhob eine entsprechend geänderte Anklage und schloss das Verfahren im Oktober 2015 mit einem Schuldspruch ab. Den Aussagen von Spezialisten der Kriminaltechnik kam in diesem Prozess erhebliches Gewicht zu. Der Brandursachenermittler wies nach, dass es sich bei der Explosion um die Verpuffung von Benzindämpfen handelte. Diese stammten vom Benzin, das der Brandstifter verschüttet hatte. Fasern und Fingerabdrücke auf einem fast leeren Benzinkanister vom Tatort zeigten, dass der Angeklagte das Benzin verschüttet hatte.

Zur effektiven Kontrolle der legalen Reisebewegungen in und innerhalb der Europäischen Union ist die umfassende Kenntnis der Sicherheitsmerkmale von Identitätskarten und Reisedokumenten sehr wichtig. Dazu gibt es zahlreiche Informationssysteme wie beispielsweise das von der Europäischen Union betriebene System FADO (Falze and Authentic Documents Online). Die Dokumentenspezialisten des Bundeskriminalamtes haben den umfangreichsten Datensatz über die eigenen nationalen Dokumente aller EU-Länder übermittelt. Dafür wurden sie von der zuständigen EU-Ratsarbeitsgruppe schon besonders belobigt.

Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner schließt sich dem Lob an:" Ich gratuliere den Spezialistinnen und Spezialisten der Kriminaltechnik zu ihrer hervorragenden Arbeit. Diese wissenschaftliche Tätigkeit ist oftmals langwierig und nicht so spektakulär wie manche Festnahme. Aber gerade diese Tätigkeit ist ein wichtiger Bestandteil kriminalpolizeilicher Ermittlungen!"


Fotocredit: BMI


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(BM.I Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 13265 vom Montag, 11. Jänner 2016, 09:48 Uhr.
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