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Kriminalpolizeiliche Lage und Entwicklungen in Österreich

Der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit Mag. Mag. (FH) Konrad Kogler, der Direktor des Bundeskriminalamts General Franz Lang und Univ. Prof. Dr. Christian Grafl vom Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Wien präsentierten heute die Fakten zur kriminalpolizeilichen Lage und das Maßnahmenbündel für Österreich.

Um Kriminalität effektiv und nachhaltig bekämpfen zu können, werden für die Entwicklung und Umsetzung kriminalpolizeilicher Strategien Langzeitanalysen herangezogen. Diese Analysen zeigen folgendes Bild: die Gesamtkriminalität in Österreich konnte in den letzten vier Jahren deutlich niedriger gehalten werden als noch in den Jahren 2004 bis 2009. Wurden im ersten Halbjahr 2004 noch über 314.500 Fälle und fünf Jahre später, im ersten Halbjahr 2009, noch rund 290.680 Fälle angezeigt, so wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 exakt 265.533 Fälle zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zum Vorhalbjahr 2012 ist eine geringe Steigerung um 0,3 Prozent oder in absoluten Zahlen um 812 Anzeigen zu beobachten.

Die Aufklärungsquote ist im ersten Halbjahr 2013 zwar geringfügig um 0,3 Prozentpunkte gesunken, dennoch wurde aber mit 42,3 Prozent der dritthöchste Wert der letzten zehn Halbjahre erreicht.

Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser sind österreichweit um ein Prozent von 8.248 im Halbjahr 2012 auf 8.167 Anzeigen im ersten Halbjahr 2013 gesunken. Dieser Rückgang lässt sich auf zahlreiche Maßnahmen, wie der Einrichtung der SOKO Ost, den zahlreichen Schwerpunktaktionen auf Transitrouten und Ausfallstraßen und auf das schnelle Informations-, Analyse- und Reaktionssystems als auch auf die starke DNA-Offensive zurückführen. Zu den geplanten weiteren Maßnahmen zählen unter anderem der internationale Austausch im Analysebereich und die Beteiligung am Europol-Projekt "Mobile Organised Crime Groups” als auch die Intensivierung verdeckter Maßnahmen.

Der Kfz-Diebstahl (LKW, PKW, Krafträder und andere Fahrzeuge) in Österreich ist nach dem Tiefstand der Halbjahre 2010 (2.247 Anzeigen) bis 2012 (2.014 Anzeigen) erstmals wieder im geringfügig angestiegen (2.242 Anzeigen). Der Diebstahl von PKW ist um beinahe elf Prozent gesunken. Dieser Rückgang ist einerseits auf die Arbeit der SOKO Kfz und andererseits auf zahlreiche neue Analyse- und Informationstools zurückzuführen. Durch den Ausbau der Kennzeichenerfassung sollen hier weitere Schritte gesetzt werden.

Die Anzahl der Gewaltdelikte ist in den Monaten Jänner bis Juni 2013 zurückgegangen: sowohl bei der vorsätzlichen Tötung und Körperverletzung als auch bei ausgewählten Delikten gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung sind die Anzeigen gesunken.

Die Kriminalität im Netz nimmt prozentuell weiter am meisten zu. Im ersten Halbjahr 2013 sind exakt 6.413 Anzeigen bei der Polizei in Österreich eingegangen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Zunahme von 63,1 Prozent (1. Halbjahr 2012: 3.933 Anzeigen). Die Aufklärungsquote liegt bei 40,4 Prozent. 4.445 Anzeigen gab es in dem Bereich Betrug durch Missbrauch des Internets (Anstieg um rund 77 Prozent im Vergleich zu 2012). Mit der Einrichtung des Cybercrime-Competence-Center, kurz "C4", im .BK, wurde ein erster großer Schritt in Richtung Spezialisierung und Kompetenzaufbau im Innenressort gesetzt. Im Endausbau 2014 werden dort 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein. Auf regionaler Ebene werden bis Jahresende 2013 noch rund 100 Bezirks-IT-Ermittler ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Prävention: derzeit wird gemeinsam mit der Universität Wien das neue Präventionsprojekt "Cyber.Sicher" erarbeitet, das zu Jahresbeginn 2014 starten wird.

Weiterführende Dokumente:


Foto

.BK-Direktor Lang, Generaldirektor Kogler und Univ. Prof. Grafl bei der Präsentation


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(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 10414 vom Mittwoch, 28. August 2013, 12:59 Uhr.
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