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Kriminalitätsbekämpfung

Aktivitäten gegen Spielmanipulation

Interpol Integrity Workshop zum Thema Bekämpfung von Spielmanipulation und Korruption im Fußball am 4. und 5.März 2013 in Laxenburg

Laxenburg, 5. März 2013 – FIFA und Interpol organisierten gemeinsam mit der International Anti-Corruption Academy (IACA), dem Bundesministerium für Inneres (BMI), dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) sowie dem Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS) einen 2-tägigen Workshop für rund 40 Vertreter aus den Bereichen Fußball, Sportwetten und Exekutive in Laxenburg.

Zielsetzung des Workshops war in erster Linie die Bewusstseinsbildung und Schulung für die Stakeholder im österreichischen Fußball. In 14 unterschiedlichen Workshop Einheiten wurde das Thema Spielmanipulation umfassend und mit verschiedenen Zugängen behandelt und die Problemstellungen diskutiert.

Im Eröffnungsstatement freute sich Gastgeber Mag. Martin Kreutner, Leiter der IACA, über die zahlreiche Teilnahme: "Korruption und Match Fixing im Sport sind der Verrat weniger am Vertrauen aller. Dagegen gilt es gemeinsam aufzutreten. Wir haben daher diesen Workshop gerne mit Interpol und österreichischen Partnern unterstützt".

ÖFB Präsident Dr. Leo Windtner betonte in seiner Key Note: "Spielmanipulationen ist ein Übel, das den Sport in seinen Grundfesten zu erschüttern droht. Der ÖFB muss und wird dieser Bedrohung mit aller Entschlossenheit entgegentreten. Eine wesentliche Bedeutung kommt der Prävention zu, deswegen haben wir auch gemeinsam mit der Bundesliga und dem Sportministerium den Verein zur Wahrung der Integrität im Sport ins Leben gerufen."

Der Leiter des Büros zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität im Bundeskriminalamt, in dem auch die Koordinierungs- und Ansprechstelle des BMI "Wettbetrug im Sport" eingerichtet ist, Mag. Andreas Holzer, betonte die Notwendigkeit der Kooperation aller wesentlichen Player im Bereich der Bekämpfung von Spielmanipulationen. "Der repressive Teil, die Arbeit der Polizei in diesem Bereich, muss immer das ‚ultima ratio‘ in den gesamten Bemühungen darstellen. Unser Ansatz ist die Ermittlung, Feststellung und Zerschlagung von kriminell organisierten Strukturen, um das Phänomen ‚Match Fixing‘ nachhaltig zu bekämpfen."

Ausgehend von der globalen Problematik des Themas Spielmanipulation wurden ua. die nationalen und internationalen, rechtlichen Rahmenbedingungen erörtert. Die kriminalpolizeiliche Herangehensweise wurde mit Fallbeispielen ebenso dargestellt wie Strategien zur Bekämpfung von Spielmanipulation.


Zukünftiges Potenzial wurde in folgenden Bereichen geortet:

- rascherer Informationsaustausch mit allen Beteiligten
- Evaluierung und regelmäßige Adaptierung der verbandsrechtlichen Bestimmungen
- Abhaltung eines österreichischen Aktionstages "Match Fixing"
- Intensivierung der bestehenden nationalen und internationalen Kooperationen
- Definition einer zentralen Anlaufstelle für Mitteilungen

Der österreichische Weg – Play Fair Code

Mag. Severin Moritzer, Play Fair Code Geschäftsführer, präsentierte den österreichischen Weg zum Thema Spielmanipulation. Über die kürzlich gegründete österreichischen Plattform, Play Fair Code, werden Prävention, Schulungen, Aufklärung und Bewusstseinsbildung sowie eine zentrale Ombudsstelle für Betroffene angeboten. Insbesondere wurde das bereits in der Ausrollung befindliche Schulungsprogramm des Play Fair Code für Profifußballer vorgestellt. Juristischer Träger des Play Fair Code ist der Verein zur Wahrung der Integrität im Sport.

Play Fair Code Präsident Günter Kaltenbrunner bekräftigte: "Dieser Workshop hat uns wertvolle Erkenntnisse gebracht und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir werden den eingeschlagenen Weg der Prävention und Bewusstseinsbildung gemeinsam mit unseren Partnern Sportministerium, ÖFB und Bundesliga konsequent weiterverfolgen."

FIFA Sicherheitsdirektor Ralf Mutschke zeigte sich über die zahlreichen österreichischen Aktivitäten erfreut: "Ich bin sehr beeindruckt, wie weit dieses Land bereits in seinen Bemühungen zur Bekämpfung der Spielmanipulation und Korruption fortgeschritten ist. Wir sind sehr froh, dass wir hier die österreichischen Key-Player zusammenbringen und auf hohem Niveau diskutieren konnten."

Zur besseren Bekämpfung der Korruption im Fußball hat die Interpol gemeinsam mit der FIFA 2011 eine 10-Jahres-Initiative zur Entwicklung und Umsetzung eines globalen Programms mit Fokus auf Spielmanipulation gestartet.

Rückfragehinweis:
Mag. Severin Moritzer
Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS)

Seidlgasse 22/2
1030 Wie
+43 1 90 340
www.playfaircode.at


Foto: Robert Gartner

Gruppenfoto der Teilnehmer des Interpol Integrity Workshop in Laxenburg


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(Foto: Robert Gartner Abdruck honorarfrei)

Foto: Robert Gartner

v.l.n.r. Simone Farina, Georg Pangl, Martin Kreutner, Michaela Ragg, Dr. Leo Windtner, Ralf Mutschke, Günter Kaltenbrunner


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(Foto: Robert Gartner Abzug honorarfrei)

Artikel Nr: 9370 vom Mittwoch, 06. März 2013, 12:02 Uhr.
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