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Internationaler Kampf gegen den Drogenhandel:

Erfolg des internationalen Joint Investigation Teams (JIT) - "Action-Day" gegen den europäischen Drogenhandel unter Beteiligung des Bundeskriminalamtes: Das "Drug Policing Balkan - Projekt" zeigt weiter Wirkung: Festnahme einer Tätergruppe in den Niederlanden und Sicherstellung von 3700 Kilogramm Substanzen für das Strecken von Heroin und Kokain

Am 12. März 2013 kam es zu einem sogenannten "Action-Day" in den Niederlanden: Aufgrund von internationalen Ermittlungen im Rahmen des JIT-Vertrages konnte die niederländische Polizei einen 54jährigen Mazedonier und drei seiner Komplizen ausforschen und festnehmen. Die Täter hatten große Mengen der Substanzen (Paracetamol-Coffein-Gemisch für das Strecken von Heroin und Lidocain für Kokain) im großen Stil nach Europa gebracht. Das Strecken der Drogen bewirkt eine unmittelbare Vergrößerung der hohen Gewinnspanne vom Produzenten zum Endverbraucher und dem damit verbundenen finanziellen Gewinn der agierenden kriminellen Organisation. Im Zuge der Ermittlungen konnten dieser Tätergruppe auch in Österreich und Deutschland rund 160 Kilogramm der Substanz zugeordnet und sichergestellt werden. Die Festnahmen und fünf Hausdurchsuchungen erfolgten im Raum Amsterdam. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

"Seit Beginn des JIT im September 2012 wurden in Österreich aufgrund dieser Zusammenarbeit insgesamt 34 Personen verhaftet, über zehn Kilogramm Heroin, 1,5 Kilogramm Kokain und über zwölf Kilogramm Marihuana sichergestellt. Dies zeigt die Schlagkraft und Effizienz dieser Ermittlungen – und dies trotz oft widriger Umstände, wie etwa unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen in den betroffenen Ländern", so Innenministerin Maga Johanna Mikl-Leitner zu dem Erfolg. "Die Polizei setzt repressiv und grenzüberschreitend zahlreiche Maßnahmen, die auch ihre Wirkung zeigen. Diese Kooperation zeigt klar, dass wir vehement gegen die Drogenkriminalität vorgehen.so Mikl-Leitner weiter.

Über das Projekt bzw. den JIT-Vertrag:

Österreich hat seit 2006 die Federführung beim EU-Projekt "Drug Policing Balkan". An dem Projekt beteiligen sich Ermittler und Experten der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie dreier Kandidatenländer, der Westbalkanstaaten, Schweiz, Ukraine, USA, Europol, Eurojust, Interpol, EMCDDA, UNODC und der Europäischen Kommission.

Um rechtliche und operationelle Informationen hinsichtlich des Drogenhandels entlang der Balkanroute weiter zu forcieren, finden regelmäßig Meetings und Konferenzen der Beteiligten statt. 2010 fand die Konferenz in Bulgarien statt, 2011 wurde sie in Österreich und 2012 in Serbien abgehalten. Neben dem Aufbau eines Kontaktnetzwerkes für Ermittlungsexperten entlang der Balkanroute und gemeinsamen Schwerpunktaktionen und Ermittlungen wurden auch so genannte Joint Investigation Teams (JIT) gegründet. Am 5. September 2012 wurde der JIT-Vertrag "Vineyard" von Deutschland, Mazedonien, den Niederlanden und Österreich bei Eurojust in Den Haag unterzeichnet.

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Artikel Nr: 9561 vom Dienstag, 19. März 2013, 19:00 Uhr.
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