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Internationaler Frauentag: Die Polizei und Hilfseinrichtungen können Gewaltopfern helfen!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am morgigen 8. März möchte das Bundeskriminalamt besonders auf die Vielseitigkeit der Einrichtungen und Initiativen zum Schutz von Frauen vor Gewalt hinweisen.

Es gibt verschiedenste Herangehensweisen an diese oft mit sehr viel persönlichem Leid für die betroffenen Frauen verbundenen Fälle. Entscheidend ist jedenfalls, Hilfe zu holen! Ob man nun jemanden in so einer Notsituation kennt, oder selbst davon betroffen ist – die Vorfälle und Übergriffe werden meist heftiger und häufiger, und hier gilt es zu handeln! Zahlreichen Hilfseinrichtungen bieten anonyme und kostenlose Unterstützung an. Im Notfall ist aber immer die Polizei zu verständigen! In Fällen von Gewalt in der Privatsphäre wird von der Polizei ein Betretungsverbot ausgesprochen oder, falls nötig, der Aggressor auch festgenommen. Das Betretungsverbot ist das wichtigste Mittel, das der Polizei bei der Repression und auch bei der Verhinderung von weiteren Delikten zur Verfügung steht.

Auch Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner setzt anlässlich des Internationalen Frauentages einmal mehr ein klares Statement gegen Gewalt: "In jeglichem Fall von Gewalt liegt die Verantwortung der Tat alleine beim Täter und niemals beim Opfer. Egal ob dies zu Hause im Familienkreis oder durch Unbekannte auf der Straße passiert! Die Polizei wird in jedem Fall die notwendigen Maßnahmen setzen und die Gewalt beenden!"

Ein Auszug der Initiativen und Projekte
Opferschutz als oberste Prämisse: Gesetzlich im § 20 des Sicherheitspolizeigesetzes (SPG) geregelt, hat die Polizei zur Vorbeugung gefährlicher Angriffe auf Leben, Gesundheit oder Vermögen von Menschen auf die Beilegung von Streitigkeiten hinzuwirken. Dieser Aufgabe wird in vielerlei Hinsicht und mit großem Engagement nachgekommen. Für die Formen möglicher oder erfolgter Gewalt gibt es dafür ein bundesweites Netz an Interventionsstellen und Gewaltschutzzentren für die Betreuung der von häuslicher Gewalt und beharrlicher Verfolgung (Stalking) betroffenen Personen.

Darüber hinaus wurde vom Bundesministerium für Inneres (BMI) eine Opferschutzeinrichtung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) für Betroffene von Frauenhandel und Zwangsarbeit mit umfassender Beratung und Unterstützung der Opfer betraut. Diese Betreuung umfasst gegebenenfalls auch die Unterbringung in einer Notwohnung oder Übergangswohnung.

Auch für Betroffene von Zwangsheirat wurde vom BMI gemeinsam mit dem BMBF eine geeignete Wohnung zur Unterbringung der Opfer angemietet und entsprechend den Anforderungskriterien adaptiert. Diese Notwohnung ist eine Wohnung mit geheimer Adresse und bietet gewisse Mindeststandards an Sicherheit. Junge Frauen und Mädchen, die von Zwangsheirat betroffen sind, können dort für eine bestimmte Zeit untergebracht und professionell betreut werden.

Auch präventive Rechtsaufklärung bei Gewalt in der Privatsphäre gehört zu den Aufgaben der Polizei. Denn es ist notwendig, sich sowohl mit dem Opfer als auch mit dem Täter verstärkt auseinander zu setzen, um Folgetaten zu verhindern. Um dem Täter den Unrechtsgehalt seiner Handlung stärker bewusst zu machen (sog. "Normverdeutlichung") und auf diese Weise auch bei der Gefahrenquelle selbst ein Umdenken einzuleiten, kann eine präventive Rechtsaufklärung zielführend sein. Die Hauptintention liegt in der Verhinderung von Folgetaten und somit der Schutz von Frauen vor (fortgesetzter) Gewalt.

Repression
Im Jahr 2014 musste die Polizei 7640 Mal ein Betretungsverbot aussprechen. Zehn Jahre davor (2005) waren es noch 5618 Verbote. Dieser stetige Anstieg hat auch damit zu tun, dass sich Frauen aufgrund der nunmehr vorhanden Informationen und nicht zuletzt der Präventionsarbeit trauen die Polizei bei Gewalt zu verständigen.

Über den Internationalen Frauentag
Der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag genannt, hat seinen Ursprung in der Zeit der Unabhängigkeitsbewegungen des ersten Weltkrieges. Ab 1977 etablierte die UN-Generalversammlung in einer Resolution den Tag in den meisten Staaten der Welt. In einigen Staaten ist der Internationale Frauentag sogar ein gesetzlicher Feiertag. So z.B. in Angola, Eritrea, Georgien, Kambodscha, Russland und der Ukraine.

Weiterführende Links:


Foto BK Abdruck honorarfrei

Symbolfoto




(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 13432 vom Montag, 07. März 2016, 13:13 Uhr.
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