Bundeskriminalamt

Startseite | Notrufnummern | Kontakt | Impressum

Wir über uns

Prävention

Betrug im Internet

Fahndung

Presse

Berichte und Statistiken

Kontakt und Meldestellen

Links

Fahndung

Einführung des SIS II in Österreich

Mehr Sicherheit: Das Schengener Informationssystem der zweiten Generation (SIS II) startet ab 09. April 2013.

Das Schengener Informationssystem, kurz SIS, ist ein gemeinsames elektronisches Fahndungssystem der Schengen-Staaten, mit dem binnen kürzester Zeit beispielsweise Fahndungen über gesuchte Personen oder gestohlene Kraftfahrzeuge übermittelt werden können. In Österreich gibt es die sogenannte Schengen-Fahndung seit 1. Dezember 1997. Das SIS II soll nun neben der Modernisierung des technischen Betriebes die Speicherung biometrischer Daten ermöglichen und die derzeitigen Fahndungsmöglichkeiten erweitern und verbessern.

Datensicherheit

Der österreichische Teil namens "Sirene AT" ist in einem Hochsicherheitsbereich im Bundeskriminalamt angesiedelt. Nach internationalen Vorgaben wird hoher Wert auf die Datensicherheit gelegt. Es erfolgen unangekündigte internationale Evaluierungen bzw. Überprüfungen, ob diese Vorschriften auch eingehalten werden. Analog dem österreichischen Sirene Büro mit 24 Stunden-Dienst, ist in allen Schengen-Staaten ein solches Büro mit denselben Standards eingerichtet.

Die Fahndungsdaten des SIS II werden im Hauptrechner in Straßburg/Frankreich und zusätzlich auch im zentralen Ausweichsystem des Bundes in St. Johann im Pongau gespeichert. In der Anlage in St. Johann ist ein Backup-Rechner installiert, der bei einem Ausfall des Zentralsystems dessen Aufgaben übernimmt.

Neuerungen Funktionalitäten

Zusätzlich werden nun gespeichert:
Wasserfahrzeuge
Luftfahrzeuge
Industrielle Ausrüstunge
Außenbordmotore
Container
Zulassungsscheine
Kennzeichentafel
Wertpapiere und Zahlungsmittel (wie Schecks, Kreditkarten, Obligationen, Aktien und Anteilspapiere)
Biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Fotos
Verknüpfen von Personen und Sachenfahndungen (um Bezug zu flüchtigen Straftäter herzustellen)
EU-Haftbefehle (Zugriffsrechte)

Datenvolumen

Derzeit befinden sich 28 Staaten im Schengen-Verbund und alle Polizei- und Grenzkontrolldienststellen dieser Staaten können auf dieses Fahndungssystem unmittelbar zugreifen. Durch den Upgrade auf SIS II werden sich die gespeicherten Datensätze von 46,9 Millionen Fahndungen auf etwa 70 Millionen Datensätze erhöhen.

Gespeichert sind derzeit 1,2 Millionen Personen- und 45,7 Millionen Sachfahndungen, darunter:

35.214 Haftbefehle,
56.684 Abgängige,
95.961 Aufenthaltsermittlungen,
5.095.750 Fahrzeuge,
39.234.841 Identitätsdokumente, 776.431 Blankodokumente,
415.148 Schusswaffen und
257.500 Banknoten.

In Österreich konnten seit der Einführung der Schengen-Fahndung insgesamt 2.666 Personen zwecks Auslieferung festgenommen werden, insgesamt gab es bisher 63.147 SIS-Treffer. In den anderen teilnehmenden Staaten konnten 2.482 Personen zur Auslieferung an Österreich festgenommen werden.

SIS und nun SIS II leisten einen wesentlichen Beitrag zur effektiven Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Die Fahndungsdaten aus 28 Schengen-Staaten sind für alle österreichischen Polizisten direkt online verfügbar – und umgekehrt natürlich auch.


Foto

Symbolfoto SIS II


Bild anzeigen
Druckansicht

(BMI Abdruck honorarfrei)

Foto

Mag. Regine Wieselthaler-Buchmann, Leiterin der Abteilung Internationale Polizeikooperation und Mag. Stefan Sturmann, Abteilung Internationale Polizeikooperation, bei der Präsentation


Bild anzeigen
Druckansicht

(BMI Abdruck honorarfrei)

Artikel Nr: 9611 vom Freitag, 05. April 2013, 14:37 Uhr.
Reaktionen bitte an die Redaktion

Zurück

BM.I Bundesministerium für Inneres - Bundeskriminalamt, 1090 Wien, Josef-Holaubek Platz 1, Tel.: +43-1-24836 Dw. 985025-985027 

BM.I Sicherheits-App